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Milchpur Magazin

mpr-flexkonto - neues Lebensarbeitszeitmodell für die Mitarbeiter

Milchprüfring Bayern e.V. stellt sich demografischen Herausforderungen – Zukunftsperspektiven positiv gestalten

Neues Lebensarbeitszeitmodell schafft  Sicherheit und Freiräume für die Mitarbeiter/-innen

Nie waren die Themen „Demografie“ und „Erhöhung des Renteneinstiegsalters“ aktueller. Der demografische Wandel ist allenthalben sichtbar – was die Arbeitswelt einschließt:  Als neue Einflussgröße wird er in den kommenden Jahren auch auf die Beschäftigungssituation der Arbeitnehmer enorme Auswirkungen haben. Deshalb wurde jetzt für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Milchprüfring Bayern e.V. zusammen mit Harald Röder von der Deutschen Beratungsgesellschaft für Zeitwertkonten und Lebensarbeitszeitmodelle (DBZWK) unter dem Namen „mpr-flex-konto“ ein innovatives und zukunftsweisendes Lebensarbeitszeitmodell entwickelt.

Ab sofort bietet der Milchprüfring Bayern e.V. mit Sitz in Wolnzach, seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Möglichkeit, ein Zeitwertkonto als Langzeitkonto einzurichten. Damit reagiert das Unternehmen auf die sich weiterhin verändernden Arbeits- und Lebensbedingungen in unserer Gesellschaft.

Familienbewusste und zukunftsorientiert Aspekte des Lebensarbeitzeitmodells

mpr-flexkonto

  • Mit dem Lebensarbeitszeitmodell haben die Mitarbeiter die Möglichkeit - ohne Einbußen bei der gesetzlichen Rente - früher als mit 67 Jahren in Rente zu gehen.
  • Flexible Gestaltung der Lebensarbeitszeit, damit verbunden eine höhere Lebensqualität (Stichwort Arbeitssouveränität)
  • Möglichkeiten der Berücksichtigung individueller Wünsche an die Lebensarbeitszeitgestaltung ("Work-Life-Balance")
  • Flexible "Auszeiten" für Weiterbildung, Eltern-/Pflegezeit etc.
  • Sie müssen die Verwendung des Wertguthabens nicht sofort festlegen, sondern entscheiden erst in der Zukunft darüber, wofür sie persönlich das Guthaben einsetzen wollen
  • In das Lebensarbeitszeitkonto sparen sie ohne Abzüge von Lohnsteuer und Sozialversicherung
  • Ersparte Steuern und ggf. Sozialabgaben werden in die Zukunft verlagert und bis dahin im Zinseszins-Effekt angelegt
  • Nicht verbrauchte Wertguthaben können bei Rentenbeginn auf Wunsch - ohne Abzug von Steuern -  in die betriebliche Altersversorgung (bAV) übertragen werden
  • Mitnahme des Wertguthabens zu einem neuen Arbeitgeber bei einem Arbeitsplatzwechsel oder Übertragung der Wertguthaben auf Deutsche Rentenversicherung Bund
  • Lebensarbeitszeitkonten und Wertguthaben sind uneingeschränkt vererbbar
  • Gesetzlich garantierter Insolvenzschutz durch Trennung vom regulären Betriebsvermögen und zusätzlicher Verpfändung an Treuhänder
   
       

Hierzu Dr. Christian Baumgartner, Geschäftsführer beim Milchprüfring:„Wir haben ja schon seit längerer Zeit ein Jahresarbeitszeitkonto, weil wir darauf angewiesen sind, dass wir flexibel arbeiten. Insofern ist es nur folgerichtig, dass man aus einem Jahresarbeitszeitkonto ein Lebensarbeitszeitkonto weiterentwickelt hat. Und hier denke ich in erster Linie an die Zufriedenheit unserer Mitarbeiter, das ist der wichtigste Vorteil, außerdem sind natürlich auch die finanziellen Anreize  für unsere Kolleginnen und Kollegen attraktiv.“

Aus Sicht von Gerhard Gruber, Geschäftsbereichsleiter Verwaltung, war die Einführung eines Lebensarbeitszeitmodells unumgänglich:„Der ausschlaggebende Grund für den Milchprüfring  zur Einführung des mpr-flexkonto war die Tatsache, dass die Altersteilzeitregelung gesetzlich ja zurückgefahren wurde und wir uns schon längere Zeit Gedanken darüber gemacht haben, wie  man im Sinne der  Mitarbeiter Möglichkeiten schaffen kann, ähnliche Regelungen zu erreichen. Außerdem wollten wir natürlich auch als Arbeitgeber hier im Großraum München weiterhin attraktiv bleiben. Die Vorteile des Arbeitnehmers sind eindeutig die flexible Besparung dieses Flex-Kontos, zum Beispiel in Form von vermögenswirksamen Leistungen, in Form von Gehaltszahlungen oder Überstunden sowie Resturlaubsansprüchen. Ich bin davon überzeugt, dass die Mitarbeiter sich über ihre persönliche Zukunft Gedanken machen. Und da fühle ich mich als Geschäftsbereichsleiter Verwaltung auch entsprechend verantwortlich, den Mitarbeitern eine Möglichkeit zu geben, die jeweiligen Lebensphasen auch eigenverantwortlich planen und ausgestalten zu können.“

Christian Schröfele, Betriebsratsvorsitzender, ergänzt: „Die Fragen, die sich gerade Arbeitnehmer stellen, lauten doch im Regelfall nicht: Wie lange möchte ich arbeiten? Sondern vielmehr: Wie lange werde ich noch arbeiten können? – Wie lange und in welcher Art und Weise werden meine körperlichen und geistigen Kräfte eine Teilnahme am Arbeitsleben zulassen? Wir, als Betriebsrat, verbinden für die Mitarbeiter mit dem mpr-flexkonto, dass  jeder Mitarbeiter und jede Mitarbeiterin für sich persönlich individuell die Lebensarbeitszeit flexibel gestalten kann. Nach unserer Ansicht sollten möglichst viele Kolleginnen und Kollegen dieses Modell für sich nutzen, weil jeder Einzelne davon profitiert.“

Die Funktionsweise des Modells „mpr-flexkonto“ ist einfach: Bestandteile des regulären Entgelts können vom Arbeitnehmer zunächst steuer- und sozialversicherungsfrei auf einem Zeitwertkonto angespart werden. Der Arbeitgeber überführt das Wertguthaben in eine speziell konzipierte und äußerst flexible, insolvenzgeschützte Vermögensanlage, in der das Guthaben rentabel angelegt wird. Sicherheit wird bei beim Lebensarbeitszeitmodell „mpr-flexkonto“ groß geschrieben, denn die Guthaben der Arbeitnehmer werden mündelsicher angelegt.

Dabei unterliegt das Kontenmodell aber keiner festen Vertragslaufzeit. Vielmehr ist jederzeit die Liquidität zur Auszahlung des Kapitals für Freistellungszwecke, zum Beispiel für Vorruhestandslösungen, sichergestellt. Der Arbeitnehmer ist auch während der Freistellungsphase beim Arbeitgeber angestellt und erhält weiter sein Gehalt – finanziert aus dem Wertguthaben.

Das abschließende Fazit von Dr. Baumgartner  lautet: „Das Schönste am neuen mpr-flexkonto ist, dass wir mit geringem eigenen Aufwand, ein doch sehr interessantes Instrument im Sinne der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einführen können.“

„Gutes Personal zu finden und zu binden ist schwer.“Das Klassiker-Zitat aus dem 19. Jahrhundert scheint nichts von seiner Gültigkeit verloren zu haben. Im Gegenteil: Es macht fast den Eindruck, als sei der Satz nie aktueller gewesen als heute. Das Bespiel der jetzt erfolgten Einführung eines Wertkontenmodells beim Milchprüfring e.V. beweist unternehmerische Weitsicht. Das ist mitarbeiterbewusste und familienorientierte Personalpolitik im besten Sinne.

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