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Milchpur Magazin

Merkblätter zu automatischen Fütterungssystemen und zur Wasserversorgung

Automatische Fütterungssysteme für Rinder
Wachsende Milchvieh- und Mastrinderbestände in landwirtschaftlichen Betrieben führen zu höheren Arbeitsbelastungen. Um den Zielen einer Arbeitszeitverringerung und -flexibilisierung, einer Arbeitserleichterung und einer einzeltierbezogenen Versorgung ihrer Herden gerecht werden zu können, setzen insbesondere wachsende Familienbetriebe auf die Automatisierung von Arbeitsprozessen. Hierzu zählt auch die Automatisierung der Fütterung durch automatische Fütterungssysteme. Schätzungen zufolge werden derzeit europaweit etwa 1.000 Anlagen genutzt (Bonsels et al., 2013).

Wie eine Umfrage des Instituts für Landtechnik und Tierhaltung der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft im Frühjahr 2011 bei 21 Milchviehhaltern mit einem automatischen Fütterungssystem zeigte, sind die Motivationen der Landwirte zur Anschaffung eines automatischen Fütterungssystems sehr vielseitig. Hierzu zählen die Reduzierung der körperlichen Belastung für die Futtervorlage, die Verringerung des Arbeitszeitbedarfs und die Flexibilisierung ihrer Arbeitszeiteinteilung sowie die Einsparung von Bau- und Mechanisierungskosten. Darüber hinaus erhoffen sich die Milchviehhalter unter anderem auch durch eine mehrmals tägliche Vorlage frisch erstellter Rationen geringere Futterrestmengen im Trog. Welche technischen Möglichkeiten sind derzeit vorhanden, um den Erwartungen der Landwirte gerecht werden zu können? Und welche Aspekte sind bei der Planung eines automatischen Fütterungssystems zu berücksichtigen? Diese Fragen werden im neuen DLG-Merkblatt Nr. 398 „Automatische Fütterungssysteme für Rinder“, das vom DLG-Ausschuss für Technik in der tierischen Produktion unter Federführung von Rosemarie Oberschätzl und Dr. Bernhard Haidn von der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) erarbeitet wurde, eingehend behandelt.

Wasserversorgung für Rinder
Wasser gilt als das wichtigste Futtermittel für alle landwirtschaftlichen Nutztiere. Es muss immer in ausreichender Menge und Qualität den Tieren zur Verfügung stehen. Aus Gründen des Tierschutzes ist eine uneingeschränkte Verfügbarkeit zwingend. Die Kontrolle der Tränken ist Teil der täglichen Routine. Während bei Kälbern die Versorgung der Tiere ab der dritten Lebenswoche durch die Tierschutznutztierhaltungsverordnung geregelt ist, finden sich keine entsprechenden Vorgaben für erwachsene Rinder. Der DLG-Ausschuss für Technik in der tierischen Produktion hat sich mit dieser Thematik ausführlich beschäftigt und unter der Federführung von Dr. Hans-Joachim Herrmann vom Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH) in einem neuen DLG-Merkblatt Nr. 399 „Wasserversorgung für Rinder“
neben der Darstellung und Zuordnung baulicher und technischer Lösungen auch eine Ableitung des Bedarfs der Tiere beschrieben. Zeitlich sind dabei zwei Zeiten im Jahresverlauf von besonderem Interesse: Im Sommer ist von einem massiv ansteigenden Bedarf der Tiere auszugehen. Dem gegenüber liegt im Winter die Herausforderung in der Sicherstellung der Frostsicherheit des Tränkesystems.

Textquelle: DLG

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