Subnavigation

Suche auf der Website:

Milchpur Magazin

Rindfleischmarkt zunehmend asiatisch geprägt

Die seit Jahren stagnierende oder sogar rückläufige Rindfleischerzeugung soll in den kommenden Jahren wieder einen Aufschwung erleben, wie das deutsche Agrarmagazin DLZ schreibt. Dazu trägt unter anderem die stark ansteigende Nachfrage aus China bei: Während das Land 2011 noch 39.000 Tonnen Rindfleisch importierte, sind es im laufenden Jahr 2014 schon 550.000 Tonnen – eine Erhöhung um das 14-fache. Und bis 2018 werden die Einfuhren sogar auf 1,7 Millionen Tonnen geschätzt. Mögliche Lieferländer sind Australien, Neuseeland, Brasilien und Indien. Denn obwohl China die inländische Produktion mit staatlicher Unterstützung stark steigern will, hat es noch immer große Defizite in der Rinderzucht.

Auf der Angebotsseite steigert vor allem Indien die Rindfleischerzeugnisse, die als Nebenprodukt der sich ausweitenden Milchproduktion entstehen. Da der indische Pro-Kopf-Konsum bei jährlich zwei Kilo Rindfleisch tief liegt, wird die Hälfte des Fleisches exportiert. So ist Indien der zweitgrößte Rindfleischexporteur und das aufgrund der niedrigen Erzeugungs- und Vermarktungskosten zu tiefen Preisen (3 Franken pro Kilo). Da der globale Rindfleischmarkt sehr komplex ist, lässt sich die chinesische Nachfrage nicht einfach mit indischem Angebot decken.

Die Produktion des größten Rindfleischerzeugers USA etwa ist noch immer auf Talfahrt und wird die abgestockten Mutterkuhherden erst bis 2017 wieder stabilisiert haben. Mit knapp 10 Millionen Tonnen erzeugt Brasilien hinter den USA am zweitmeisten Rindfleisch. Dank der schwachen Währung Real und der verbesserten Produktivität rechnet das brasilianische Landwirtschaftsministerium mit einem jährlichen Wachstum von 2,25 Prozent, wodurch es die USA vom ersten Rang verdrängen würde.

In Russland hingegen geht die Rindfleischerzeugung aufgrund der rückläufigen Milchwirtschaft und dem stagnierenden Inlandkonsum zurück. Seit der verhängten Importsperre jedoch will Russland den Selbstversorgungsgrad auch beim Rindfleisch mittels staatlicher Hilfe wieder erhöhen, schreibt das DLZ.

  

Textquelle: DLZ

Fotoquelle: Herz

PC Version
Mobile Version
Der Milchprüfring Bayern e.V. verwendet Cookies, um die bestmögliche Funktionalität anzubieten. Mit ihrer Hilfe können wir Komfort und Qualität unseres Services verbessern. Durch die Nutzung der Milchprüfring Bayern Homepage erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Mehr Infos