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Milchpur Magazin

Artgerechter Umgang mit Rindern

Für einen artgerechten und stressarmen Umgang mit Rindern ist es in erster Linie wichtig, die tierindividuelle Wahrnehmung zu verstehen, die Sprache der Tiere richtig zu deuten und die Grundprinzipien gängiger Lerntheorien zu kennen. Dies beschreibt die Tierärztliche Umschau in ihrem Artikel zur erfolgreichen Kommunikation zwischen Mensch und Tier.

Missverständnisse zwischen Mensch und Tier – die nicht selten in schweren Unfällen resultieren – können mit den nötigen Kenntnissen vermieden werden. Die visuelle Wahrnehmung von Rindern unterscheidet sich enorm von der menschlichen. Die seitlich am Kopf liegenden Augen ermöglichen nahezu eine Rundumsicht im zweidimensionalen Sichtbereich. Dreidimensionales Sehen ist Rindern nur vor dem Kopf möglich, wo sich die Sichtfelder beider Augen kreuzen. Gleichzeitig befinden sich direkt vor dem Flotzmaul und hinter dem Tier Bereiche, die sie nicht einsehen können.

Die Sehschärfe der Rinder beträgt nur etwa 30 Prozent der Sehschärfe des Menschen. Um die aktuelle Stimmungslage eines Rindes zu erfassen, liefern insbesondere die Kopf- und Schwanzhaltung wichtige Informationen. Einer der wichtigsten Punkte neben der tierindividuellen Wahrnehmung, den man im Umgang mit Rindern verinnerlichen sollte, ist die Tatsache, dass Rinder im Umgang mit dem Menschen immer dazulernen. Die Tiere registrieren all unsere Aktionen und Reaktionen sowie die positiven oder negativen Folgen die daraus für sie entstehen. Dies ist beim täglichen Umgang mit den Tieren zu berücksichtigen.

Umfangreiche Informationen zum Thema stehen im Merkblatt des Forschungsinstituts für biologischen Landbau (FiBL) zur Verfügung: http://www.fibl.org/fileadmin/documents/shop/1658-rinderhandling.pdf

Quelle: Tierärztliche Umschau

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