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Milchpur Magazin

Nutztierhaltung im Spiegel der Gesellschaft

"Die Tierwohlinitiative Eine Frage der Haltung des Ministeriums fußt auf Dialog und Verständnis. Hier setzt das von uns geförderte Projekt ‘Social Lab‘ an. Wichtig ist, dass wir ein gemeinsames Verständnis zum Verhältnis von Mensch und Tier entwickeln, was dies speziell für die Nutztierhaltung konkret bedeutet. Dabei geht es dann nicht nur um die Haltung im Stall, sondern auch um die Haltung in den Köpfen“, sagte  Staatssekretärin Flachsbarth. Ziel des Projektes ist, die gesellschaftliche Kritik differenziert zu durchdringen und Wege für eine Verbesserung der Nutztierhaltung aus Sicht der Gesellschaft aufzuzeigen.

Das Projekt gliedert sich in vier Arbeitspakete, die sich mit folgenden Fragen umreißen lassen:

  • Wie nimmt die Gesellschaft die Tierhaltung wahr und welche Anforderungen lassen sich daraus ableiten?
  • Wie wird die Tierhaltung in den Medien und von NGOs (Nichtregierungs-Organisationen) dargestellt?
  • Wie beurteilen die verschiedenen Akteure die Möglichkeiten und Grenzen, Produkte mit strengeren Tierschutzstandards am Markt zu etablieren?
  • Wie lassen sich die Ansprüche der Verbraucher an die Haltungsverfahren in der Praxis umsetzen?

Der neue Forschungsansatz lebt von den unterschiedlichen Kompetenzen der acht Projektpartner. Beteiligt sind die Fachhochschule Südwestfalen (Fachbereich Agrarwirtschaft), die Georg-August-Universität Göttingen (Abteilung Marketing für Lebensmittel und Agrarprodukte), die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (Lehrstuhl für Betriebswirtschaft), das Private Forschungs- und Beratungsinstitut für angewandte Ethik und Tierschutz INSTET, die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn (Professur für Marktforschung der Agrar-und Ernährungswirtschaft), die TU München (Professur für Marketing und Konsumforschung) sowie das Thünen-Institut für Marktanalyse, das den Forschungsverbund koordiniert. Als assoziierter Partner konnte die Zeppelin-Universität Friedrichshafen (Gastprofessur für Konsumverhalten und Verbraucherpolitik) gewonnen werden.

Ein Projektbeirat, bestehend aus Vertretern der Wirtschaft, NGOs, des BMEL und Nutztierwissenschaftlern begleitet die Arbeiten des „SocialLab“ mit dem Ziel, den Bezug zur landwirtschaftlichen Praxis wie auch zu gesellschaftlichen Gruppen zu vertiefen. Weitere Informationen: www.ti.bund.de

Auch der Milchprüfring Bayern e.V. berücksichtigt in besonderem Maße bei seinen Tätigkeiten auch das Tierwohl; dies hat auch 2014 Eingang in die Satzung gefunden. Eine gemeinsame Erklärung zur Rolle der Tierhaltung und zur Verbesserung des Tierwohls in der bayerischen Landwirtschaft des StMELF finden Sie im Downloadbereich. 

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