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Milchpur Magazin

Ökobilanz des Lebensmittels Milch

Gemeinsam untersuchten sie die Energiebilanz der Milchherstellung, sowie die konkreten Belastungen für die Umwelt. Dabei stellten sie fest, dass die größten Belastungen bei der Erzeugung von Milch auf die zunehmende Verlagerung der Futterherstellung vom Grünland auf den Acker zurückgehen. Demnach halbierte sich die pro Liter Milch genutzte Grünlandfläche von 1990 bis 2010 nahezu, während die dafür genutzte Ackerfläche im gleichen Zeitraum um ein Drittel angestiegen ist. Der Verlust an Grünland führe zu einer verringerten Artenvielfalt und höheren Nährstoffeinträgen. Außerdem nahm die Menge an Importfuttermitteln in diesem Zeitraum um 120 Prozent zu. In den vergangenen zwei Jahrzehnten gab es aber auch positive Entwicklungen. Dazu gehört die deutlich gestiegene Milchleistung pro Kuh. Durch die höhere Leistung reduzierten sich die Treibhausgasemissionen pro erzeugter Tonne Milch im untersuchten Zeitraum um ein Fünftel, nährstoffanreichernde Emissionen gingen sogar um fast 30 Prozent zurück. Ebenfalls positiv habe sich der Energieverbrauch der Molkereien währenddessen entwickelt. Der Energiebedarf je Tonne verarbeiteter Milch sei durchschnittlich um 16 Prozent gesunken, und das Einsparungspotenzial sei hier noch nicht erreicht.

Quelle: Vetion

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