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Milchpur Magazin

Trächtigkeitstest über die Milchprobe

Seite an Seite durchschnitten der MPR-Vorsitzende Hans Epp (li) und der stellvertretende Vorsitzende des LKV Bayern, Thomas Schindlbeck (re), im Labor des Milchprüfrings das blaue Band. Mit dieser symbolischen Geste übergaben sie die neue Pipettierstation für die Trächtigkeitsproben ihrer Bestimmung. Der Geschäftsführer des Milchprüfrings, Dr. Christian Baumgartner, konnte neben Vorstand und Mitarbeiter aus dem LKV Bayern und dem MPR auch Vertreter des Geräteproduzenten und des Herstellers des Labortests in Wolnzach zu einer kleinen Feierstunde begrüßen.

„LKV und MPR verbindet eine lange und erfolgreiche Partnerschaft.“, erläuterte Dr. Christian Baumgartner in seiner Begrüßungsrede. „Unser Ziel ist es, ohne Mehraufwand noch mehr wertvolle Ergebnisse aus den Milchproben herauszuholen. Mit dem PAG-Test aus Milch sind wir einen Schritt in diese Richtung gegangen.“ 

Seit Oktober 2014 bietet der Milchprüfring Bayern den PAG-Test aus Milch an. PAG steht für Pregnancy Associated Glycoprotein, das heißt, der PAG-Test reagiert auf Glycoproteine in der Milch, die von der Gebärmutter ausschließlich in der Trächtigkeit gebildet werden. Der Test ist für den Landwirt denkbar einfach. LKV-Mitgliedsbetriebe können die Trächtigkeitsuntersuchung ohne jeden Mehraufwand im Rahmen der Milchleistungsprüfung (MLP) durchführen lassen. Landwirte, die zwischen den Probemelkterminen testen lassen wollen, teilen ihrem LOP mit, für welche Kühe der Trächtigkeitstest durchgeführt werden soll. Dementsprechend wird ein Datenkennzeichen gesetzt und nach Wolnzach zum Milchprüfring übertragen. Landwirte, die keine Milchleistungsprüfung machen oder kein Mitglied im LKV Bayern sind, können beim Milchprüfring Proberöhrchen bestellen und den Test selbst durchführen. Im Labor des MPR werden diese Proben nach der Untersuchung auf Inhaltsstoffe und Zellzahl automatisch ausgesteuert und zusätzlich noch auf Trächtigkeit untersucht.  „Die Resonanz auf diese Dienstleistung ist enorm“, berichtet der MPR-Geschäftsführer. „Inzwischen analysieren wir 3.000 Proben pro Woche. Seit der Testeinführung im Oktober 2014 haben wir bereits 60.000 Milchproben untersucht.“ Aufgrund des steigenden Probenaufkommens wurde auch die Pipettierung der Proben automatisiert. Als Ursache für den Erfolg sieht Dr. Baumgartner neben der fachlichen Aussage auch den „Convenience“-Aspekt für den Landwirt.

Der PAG-Test aus Milch kann für Kuh- und Ziegenmilch angewendet werden. Für einen erfolgreichen Test muss die letzte Kalbung mindestens 60 Tage, die Besamung mindestens 28 Tage zurück liegen. Unter diesen Voraussetzungen liegt die  Sicherheit des Tests bei 98 Prozent. 

Seit 80 Jahren vereint der Milchprüfring Bayern e.V. als gemeinnütziger Verein alle Interessengruppen der bayerischen Milchwirtschaft. Ziel ist es, als neutrale Prüfeinrichtung die Qualität der Rohmilch in Bayern zu kontrollieren und zu fördern.  In seinem Zentrallabor in Wolnzach ermittelt der Milchprüfring Bayern e.V. pro Jahr im Rahmen der Milchgüteprüfung der Anlieferungsmilch sowie der Milchleistungsprüfung der einzelnen Kühe etwa 100 Millionen Analysenergebnisse.

Das Landeskuratorium der Erzeugerringe für tierische Veredelung in Bayern e.V.  ist der Dienstleister für Qualitäts- und Leistungsprüfungen in der Tierzucht. Außerdem bietet das LKV  Bayern den Landwirten eine fundierte, speziell auf den einzelnen Betrieb zugeschnittene Beratung und liefert so unverzichtbare Entscheidungshilfen für Qualitätssicherung und Wirtschaftlichkeit in der Tierproduktion. Das LKV Bayern unterstützt den Landwirt, die hohen Anforderungen der Verbraucher zu erfüllen und die Aufgaben eines modernen landwirtschaftlichen Betriebes zu meistern.  

Quelle: MPR

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