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Milchpur Magazin

Kompostierbare Einstreu schont Rinderklauen

Wie die Hochschule erklärte, binden die Holzreste die Ausscheidungen der Tiere. Außerdem verlagere tägliches Umwälzen die flüssigen Bestandteile nach unten, wo die Kompostierung beginne. Deshalb sei ein ebener Betonboden im Laufbereich notwendig.

Spaltenböden, bei denen Kot und Urin in einen abgetrennten unteren Bereich fielen, könnten nur im Fressbereich eingebaut werden. Nach dem Umwälzen werde täglich frisch nachgestreut. Erstmals verglichen die Forscher auch die Häufigkeit von Klauenerkrankungen und Lahmheiten in österreichischen Kompostlaufställen und den häufiger gebauten Liegeboxenlaufställen.

Nach eigenen Angaben traten in den Kompostlaufställen nur halb so viele Klauenerkrankungen wie Ballenfäule und der Weiße-Linie-Defekt auf wie in den Liegeboxenlaufställen. Auch die Schwere der Erkrankungen sei in den Kompostlaufställen geringer ausgefallen. Diese Stallform erfordere zwar einen hohen Arbeitsaufwand der Landwirte, aber sie könnten die Einstreu nach einem Jahr als Dünger verwenden. Außerdem käme der Kompostlaufstall dem ausgeprägten Sozialverhalten der Rinder mehr entgegen, erklärte Burgstaller. Wenn die Rinder ihren Platz für ein ranghöheres Tier verlassen müssten, könnten sie nämlich schnell und ohne Hindernisse aufstehen und ausweichen. Die stabile und rutschfeste Liegefläche ermögliche auch kranken Rindern ein sicheres Aufstehen und Hinlegen, was zum Beispiel bei Milchfieber sehr vorteilhaft sei. Indes lasse sich die Situation für die Tiere in Liegeboxenlaufställen mit häufigem Nachstreuen verbessern.

 

Quelle: AgE

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