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Milchpur Magazin

Braunvieh: 37.000 weibliche Tiere typisieren

Die Ziele von Braunvieh Vision sind hoch angesetzt: Innerhalb der ersten 4 Jahre sollen beim deutschen Braunvieh 25.000 Kuh-Genotypen und weitere 12.000 Jungtier-Genotypen gewonnen werden, danach sind es 4.000 Genotypen von weiblichen Kälbern jährlich. Neben den klassischen Leistungsdaten sollen auch das Exterieur der Kühe und vor allem verschiedene Gesundheit- und Klauendaten berhoben und züchterisch bearbeitet werden. Damit möchte man Braunvieh als die Fitnessrasse weiter stärken.

Allein im 1. Projektjahr sollen in den teilnehmenden Betrieben 5.000 Kühe in der 1. Laktation genotypisiert und exterieurbewertet werden. Mit leichtem zeitlichen Verzug ist geplant, weitere 15.000 Rinder ab einem Alter von 12 Monaten zu typisieren. Im 2. Projektjahr sind 9.000 Genotypisierungen vorgesehen, davon soll ein Teil aus Fördergeldern des Bundes und ein Teil über Zucht/KB/Betrieb finanziert werden.

Ab dem 3. Projektjahr werden jährlich rund 4.000 weibliche Kälber zur Genotypisierung ausgewählt, denn auch nach Ende des Projektes soll Braunvieh Vision fortgesetzt werden. Die Betriebe sollen so einen preiswerten Zugang zu den genomischen Zuchtwerten ihrer Rinder erhalten. Im Gegenzug erklären sie sich zur Erfassung von Gesundheitsdaten und zur vertraglichen Bindung bereit und stellen ausgewählte weibliche Tiere für das Zuchtprogramm zur Verfügung.

Teilnehmende Betriebe sollen überwiegend genomische heimische Jungvererber einsetzen und eine bestimmte Mindestgröße erfüllen, wobei die ursprünglich genannte Zahl von 50 Kühen lediglich eine Richtgröße sei. Betriebe, die sich für die Teilnahme an Braunvieh Vision interessieren, erfahren bei der Allgäuer Herdebuchgesellschaft, der Rinderunion Baden-Württemberg oder dem Zuchtverband Weilheim nähere Details.

Quelle: https://www.agrarheute.com/braunvieh

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