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Milchpur Magazin

Das Tier im Blick – Milchkühe

Damit erhalten die Milchviehhalter die Möglichkeit, anhand tierbezogener Indikatoren zu erkennen, ob und wie Haltungstechnik und Management optimiert werden können. Neben Verhaltensmerkmalen der Funktionskreise Ruhe-, Fortbewegungs-, Futteraufnahme-, Fortpflanzungs-, Sozial-, Komfort- und Ausscheidungsverhalten behandelt das Merkblatt die Beurteilung des Erscheinungsbildes und die Fütterungskontrolle im geburtsnahen Zeitraum.

Das DLG-Merkblatt 381 „Das Tier im Blick – Milchkühe“ wurde von den DLG-Ausschüssen für Tiergerechtheit und für Milch- und Rindfleischproduktion unter der Federführung von Andreas Pelzer vom Versuchs- und Bildungszentrum Landwirtschaft Haus Düsse der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen und Prof. Otto Kaufmann von der Landwirtschaftlich-Gärtnerischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin erarbeitet. Es steht im Internet unter http://www.dlg.org/dlg-merkblatt_381.html zum kostenfreien Download zur Verfügung.

Wie sich eine Haltung auswirkt, hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab. Eine entscheidende Rolle spielen die Haltungstechnik, zum Beispiel mit der Ausgestaltung der Tränken, der Liege- und Laufflächenqualität, und das Management mit Fütterung, Klimaführung und Behandlung der Tiere. Eine Möglichkeit der Bewertung der Tiergerechtheit einer Haltung stellen zähl- oder messbare quantitative Merkmale aus der Haltungsumwelt dar, wie Anzahl und Abmessungen von Liegeboxen und Fressplätzen.

Daneben spielen bei der Erkennung von Schwachstellen tierbezogene Indikatoren wie das äußere Erscheinungsbild, das Verhalten und die Gesundheit der Tiere eine immer wichtigere Rolle. Die wichtigste Voraussetzung hierfür ist eine gezielte Beobachtung. Mithilfe wissenschaftlicher Methoden kann untersucht werden, ob die Tiere ihre biologischen Funktionen aufrechterhalten können und arteigenes Verhalten zeigen oder es zu Stressreaktionen, Erkrankungen oder starken Verhaltensabweichungen und -störungen kommt. Zudem kann überprüft werden, ob physiologische oder Verhaltensreaktionen auf negative Empfindungen wie Schmerzen und Frustration hinweisen. So können die Ansprüche der Tiere und eine überforderte Anpassungsfähigkeit erkannt werden.

Quelle: DLG

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