PAG-Test für Mutterkuh- Ziegen- und Schafbetriebe

  • Mutterkuhbetriebe

Viele Betriebe mit einer Mutterkuhherde lassen einen Stier mitlaufen. Dennoch kann man sich nicht sicher sein, ob die Tiere letztendlich trächtig geworden sind. "Es ist schon vorgekommen, dass trotz Stier keine einzige Kuh trächtig geworden ist, weil der Stier unfruchtbar war", so Christian Habel, Berater für Mutterkuh- und Extensivrinderhaltung am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Schwandorf (Dienstort Kaufbeuren). Auch für Mutterkuhbetriebe, die mit künstlicher Besamung arbeiten, stellt der PAG-Test aus der Milch eine wichtige Alternative dar. Voraussetzung ist, dass seit der letzten Abkalbung mindestens 60 Tage vergangen sind und die Besamung oder der Natursprung vor mehr als 28 Tagen erfolgte.

„Die Mutterkühe müssen für den Test fixiert werden, da für die Untersuchung etwas Milch benötigt wird.  „Klar ist das Einfangen der Tiere mit einem gewissen Aufwand verbunden, dieser würde aber für eine rektale Untersuchung durch den Tierarzt genauso anfallen“, so Dr. Christian Baumgartner, Geschäftsführer des mpr. Durch den PAG-Test bekommt der Betrieb verbesserte und kostengünstige Möglichkeiten zu wissen, ob die Tiere trächtig sind.

  • Ziegenbetriebe

Bis vor kurzem mussten Ziegenbetriebe die Trächtigkeit der Ziegen über Ultraschall, Bluttest oder Abtasten feststellen lassen. Häufig wurden überhaupt keine diagnostischen Maßnahmen durchgeführt. Nun ist es möglich, hierfür einfach den PAG-Test aus Milch zu nutzen. Wie bei den Mutterkuhbetrieben ist Voraussetzung, dass seit der letzten Ablammung mindestens 60 Tage vergangen und seit Besamung oder Natursprung bereits mehr als 28 Tage vergangen sind. Die Probenahme ist einfach: Beim Melken der Ziegen wird ein PAG-Röhrchen mit Milch befüllt. Es fällt kein zusätzlicher Aufwand für das Fixieren der Tiere außerhalb der Melkzeit an. Auch Wartezeiten für den Tierarzt gibt es nicht. Die Probe kann direkt vom Landwirt gezogen werden. 

  • Schafbetriebe

Wesentliche Unterschiede zu Kuh und Ziege sind die Abstände von der Ablammung und Belegung des Schafes. Diese betragen beim Schaf mind. 80 Tage (Ablammung) und mind. 60 Tage vom Zeitpunkt der Belegung. Ansonsten erfolgt die Probeziehung und Probeversand wie bei allen andren Tierarten.

Wie erfolgt die Probeziehung?

Die Probenahme erfolgt bei Mutterkuh- und Ziegen- und Schafbetrieben gleich: Das Vorgemelk wird verworfen und das Röhrchen wird bis zum oberen Barcoderand mit Milch befüllt. Zur Bestimmung der Trächtigkeit reicht es, die Milch aus einer Zitze in das Proberöhrchen zu melken. Die Proberöhrchen tragen einen doppelten Barcode, der abgezogen werden kann. Einer wird auf das Probebegleitschreiben aufgeklebt, worauf wichtige Daten wie Tierbezeichnung, das Probenahmedatum sowie das Besamungsdatum (wenn möglich) und das Kalbe-/Ablammungsdatum ergänzt werden. Die Probe wird dann per Post zur Untersuchung nach Wolnzach ins mpr-Labor geschickt. Wenn nicht alle 10 Probenröhrchen des Sets gebraucht werden, empfehlen wir, den Probebegleitschein zu kopieren, bevor er das erste Mal ausgefüllt wird. Dann kann die Kopie auch für die nächsten Proben verwendet werden. Wenn die Proben nicht unmittelbar zur Post gebracht werden können, bitte bis zum Versand im Kühlschrank lagern!

Es gibt drei mögliche Testergebnisse:„PAG-positiv“, „PAG-negativ“ und „unsicher“. Bei „unsicheren“ Ergebnissen sollte mit einer erneuten Probe zu einem späteren Zeitpunkt der Trächtigkeitsstatus bestätigt werden.

Ergebnismitteilung

Die Ergebnisse werden postalisch mitgeteilt. Es ist auch möglich, die Werte auf der mpr-Seite im Kundenbereich abzurufen. Bitte setzen Sie sich diesbezüglich mit uns in Verbindung. Wir werden dann für Sie einen Webzugang einrichten. In Zukunft wird es auch möglich sein, das Ergebnis über die App des MPR „mpr-mobil“ anzusehen.

Bestellung

Das Probenset für den PAG-Test aus Milch können Mutterkuh- Ziegen- und Schafhalter direkt beim mpr bestellen. Das Päckchen beinhaltet 10 Proberöhrchen, einen Probebegleitschein sowie den Flyer mit Informationen zur Probenahme. Die Rechnung über 65 Euro zuzüglich MwSt. wird mit der Lieferung mitversandt. Der Rechnungsbetrag wird sofort und in einem Betrag fällig, unabhängig davon, wann die Proben tatsächlich eingeschickt werden. Die Probenröhrchen enthalten ein Konservierungsmittel und können bis zu zwei Jahre ohne Probleme gelagert werden.

Weitere Infos zum PAG-Test sowie den Bestellschein finden Sie auch auf der Homepage.

oder unter:

Tel.: +49 8442 9599-230

Fax.: +498442 9599-5217

E-Mail: pag-test@mpr-bayern.de 

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