Rinder sind nicht für den Klimawandel verantwortlich

In einer Pressemeldung des Milchindustrieverbandes MIV geht es heute um die aktuelle wissenschaftliche Beweislage, die bezüglich der Rolle der Milchkuh innerhalb des Klimawandels vorzufinden ist. Dazu schreibt der MIV: „In der öffentlichen Diskussion um den Klimawandel stehen insbesondere Rinder und Milchkühe im Verdacht, übermäßig zum Ausstoß von klimaschädlichen Gasen beizutragen. Dabei geht es insbesondere um Methan, das von Kühen ausgeschieden wird. Satellitenbilder der ESA zeigen jedoch: In Brasilien, einem Land mit einem besonders hohen Anteil an Rinderherden, ist die Methankonzentration in der Atmosphäre eher gering. Im stark industrialisierten China oder Erdgasförderland Russland dagegen, ist sie besonders hoch.

Nach aktuellem Stand des Weltklimarates (IPCC) sind die Zusammenhänge aus dem System zwischen Luft, Boden, Gras und Tier noch nicht ausreichend bekannt. Eine zentrale Frage lautet daher: Tragen die heutigen Rinder und Milchkühe mehr zum Treibhauseffekt bei als die ähnlich großen Wildtierherden vor der industriellen Revolution? Und was würde ein Verzicht auf diese Art der Tierhaltung bedeuten? Peer Ederer untersucht verschiedene Aspekte dieser Frage und beleuchtet dabei auch die Bedeutung der domestizierten Rinderhaltung für die Ernährung und die Kultur der Menschen. Sein Fazit: Rinder und Milchkühe können kaum für einen menschengemachten Klimawandel verantwortlich sein. Es mache also weder aus klimapolitischen noch aus anderen Gründen heute Sinn, die tief im kulturellen Erbe verankerte Symbiose zwischen Rinderzucht und Gesellschaft in Frage zu stellen.

 

Das Video wurde im Auftrag des Milchindustrie-Verbandes e.V. (MIV) erstellt. Der MIV möchte mit dem 14-minütigen Film und der eigens dafür aufgesetzten Website die aktuelle Diskussion zur Klimabilanz der Kuh versachlichen. „Die Milchwirtschaft stellt sich ihrer Verantwortung, einen positiven Beitrag zum Klima und zur Aufklärung über die Zusammenhänge zwischen verschiedenen Faktoren zu leisten. Und zwar nicht erst seitdem die Wirkung der Kühe auf den Klimawandel öffentlich thematisiert wird“, sagt Eckhard Heuser, Hauptgeschäftsführer des MIV. Schon seit 2011 sensibilisiert der MIV seine Mitglieder für das Thema. Von zahlreichen Molkereien wurden bereits vierstellige Millionenbeträge investiert, um entlang der Wertschöpfungskette Energie einzusparen und den CO2-Ausstoß zu vermindern. „Wir freuen uns über eine lebhafte Diskussion zu diesem Thema“, so Eckhard Heuser weiter. „Unser Verband sowie Professor Ederer stehen jederzeit zur Diskussion zur Verfügung.“

Den Film und weitere Infos finden Sie unter www.milchundklima.de.
 

Fragen richten Sie bitte an die E-Mail-Adresse: klima@miv.de.

Weitere Informationen rund um Milch finden Sie unter: milchindustrie.de | meine-milch.de | milch-im-blut.de

© Milchindustrie-Verband e.V.

Neue Ausgabe der Milchpur 2/2019

Wir freuen uns, Ihnen unsere zweite Ausgabe 2019 des Magazins Milchpur  präsentieren zu dürfen. Nachdem unser Portal www.milchpur.de Anfang des Jahres 2019 online gegangen ist, werden wir unser gedrucktes Magazin nur noch zweimal jährlich herausgeben. Über aktuelle Themen können Sie sich jederzeit unter www.milchpur.de informieren.


Verkürzen Sie sich die Wartezeit und schauen schon mal bei unserem Magazin Milchpur vorbei! In den nächsten Tagen erhalten Sie von Ihrem Milchsammelwagenfahrer ein druckfrisches Exemplar.


Auf folgende Themen dürfen Sie gespannt sein:
 

  • PAG-Test – Million rückt in greifbare Nähe
  • Marie Janson übernimmt Leitung der Zertifizierungsstelle
  • Kreuzkräuter – ein Problem auch für Milchviehbetriebe?
  • Hilfe und Orientierung für AMS – Betriebe
  • Vorbereitung ist das halbe Melken
  • Saubere Kühe für gesunde Euter
  • Hohe Milchqualität: Nur das Beste für die Kühe
  • Sinnvoll impfen
  • Gesund durch den Winter
  • Stallneubau mit hohen Standards
  • Mehr Licht – mehr Leistung
  • Stoffwechsel-Monitoring
  • Selbstfahrer oder gezogener Futtermischwagen
  • Grünlandpflege im Jahresverlauf

Alle bisherigen Ausgaben können Sie auf der Homepage abrufen.

QM-Milch Standard 2020

Der neue "QM-Milch-Standard 2020" ist zum 1. Januar 2020 in Kraft getreten. Der zuvor angewandte Standard 2.0 wird ohne jeglichen Übergangszeitraum abgelöst.

 

Für Sie kompakt zusammengefasst – die wichtigsten Änderungen im Überblick:
 

1. Mehr Kriterien:

  • Ermittlung des Trächtigkeitsstatus
  • keine haltungsbedingten Mängel/Technopathien
  • effiziente antibiotikareduzierte Behandlung (zur Eutergesundheit)
  • Lagerung von Arzneimittel
  • Ordentliches Erscheinungsbild des Betriebes
  • Erhöhung der Kriterien auf 69 (bisher 64)

 

2. Verteilung der Punkte:

  • Die maximal erreichbare Punktzahl liegt bei 81 (bisher 72).
  • Die Mindestpunktzahl liegt zukünftig bei 61 (bisher 54).
  • Für die Mindestpunktzahl müssen zukünftig 75 Prozent der möglichen Punkte erreicht werden (bisher 72 Prozent).

 

3. Fokusbereiche und Prüfintervalle:

  • Zukünftig gibt es auch noch drei sogenannte Fokusbereiche: Tierschutz, Milchhygiene und betriebliches Umfeld.
  • Innerhalb der Fokusbereiche muss eine Mindestpunktzahl erreicht werden:
    - Tierschutz: 11-13
    - Milchhygiene: 12-14
    - Betriebliches Umfeld: 8-10
  • Bei Nichterreichen der Mindestpunktzahl in einem der drei Bereiche: Verkürzung des Prüfintervall auf 18 Monate.
  • Bei Erreichen der Mindestpunktzahl: Prüfintervall bei drei Jahren bzw. 36 Monaten (wie bisher).

 

4. K.O.- Kriterien und Nachkontrollen:

  • Wenn ein K.O.-Kriterium beim regulären Audit nicht erfüllt wird, findet die Nachkontrolle innerhalb von einem Monat statt (bisher zwei Monate).
  • Wenn ein K.O.-Kriterium oder die Mindestpunktzahl bei der Nachkontrolle nicht erreicht werden, ist die QM-Milch nicht bestanden und der Zertifikatsentzug erfolgt.
  • Ist die Mindestpunktzahl beim regulären Audit nicht erreicht, findet die Nachkontrolle innerhalb von einem Monat statt.
  • Wird die Mindestpunktzahl bei der Nachkontrolle nicht erreicht, findet eine 2. Nachkontrolle innerhalb von einem weiteren Monat statt.
  • Wird die Mindestpunktzahl bei der 2. Nachkontrolle nicht erreicht, ist die QM-Milch nicht bestanden und der Zertifikatsentzug erfolgt.

 

Weitere Hinweise:

  • Kriterium 1.10: "es ist ausreichend Liegeraum für die Kühe vorhanden" - Die Nichterfüllung ist weiterhin kein K.O.-Kriterium! Keine Überbelegung wird mit 2 Punkten honoriert, maximal 10 Prozent Überbelegung wird akzeptiert und mit 1 Punkt honoriert.
     
  • Die Unbedenklichkeitsbescheinigung für Futtermittel endet am 31.12.2019 mit Inkrafttreten des QM-Milch Standards 2020. d.h., dass nur noch Futtermittel von Futtermittelunternehmen, die an einem zertifizierten Qualitätssystem teilgenommen haben, an QM-Milch Betriebe geliefert werden darf.

    Den Bundeseinheitlichen Standard zur Milcherzeugung 2020 und das QM-Milch Handbuch für Milcherzeuger 2020 finden Sie unter folgendem Link zum Download.

 

© QM-Milch

Deutschlandwetter im Sommer 2019

Der Sommer 2019 liegt bereits in der Vergangenheit. Erneut hat uns auch dieser Sommer Temperaturrekorde und Hitzewellen beschert. Deutschland erlebte den drittwärmsten Sommer seit 1881. Die Grundfuttersituation auf den landwirtschaftlichen Betrieben, insbesondere in den östlichen und westlichen Teilen von Deutschland, hat sich aufgrund der Dürreperioden weiter verschärft. Durch starke Tiefdruckgebiete, auch in der mittleren Jahreshälfte, kam es zu starken Schäden bei der Ernte 2019.

Extreme Hitzewellen

Mit 19,2 Grad Celsius (°C) lag im Sommer der Temperaturdurchschnitt um 2,9 Grad über dem Wert der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990. Gegenüber der Vergleichsperiode 1981 bis 2010 betrug die Abweichung nach oben 2,1 Grad. Damit gilt der Sommer 2019 nach 2003 mit 19,7 °C und 2018 mit 19,3 °C als drittheißester seit dem Beginn regelmäßiger Messungen 1881. Großen Anteil daran hatte die extreme Hitzewelle vom 24. bis zum 26. Juli, bei der in Deutschland jeden Tag 40 °C überschritten wurden. Der alte Spitzenwert, aufgestellt in Kitzingen bei Würzburg am 5. Juli und 7. August 2015 mit jeweils 40,3 °C, wurde gleich an 14 Stationen übertroffen. Dabei ragte besonders Lingen (Ems) mit dem neuen deutschen Rekord von 42,6 °C heraus. Zuvor hatte bereits der Juni den bisherigen Spitzenreiter aus dem Jahr 2003 verdrängt und gilt nun als wärmster Juni seit Beginn von Messungen 1881. Frische Nächte traten vor allem Anfang Juli auf: Deutschneudorf-Brüderwiese im Erzgebirge meldete am 4. Juli ein Minimum von +1,5 °C und sogar leichten Bodenfrost.

 

In den meisten Gebieten weitere erhebliche Verschärfung der Dürre

Der Sommer verfehlte mit rund 175 l/m² sein Soll von 239 Litern pro Quadratmeter (l/m²) um 27 Prozent. Heftige Gewitter sorgten in einigen Gebieten an manchen Tagen für reichlich Niederschlag. Die größte 24-stündige Niederschlagssumme meldete Kreuth-Glashütte südlich vom Tegernsee am 28. Juli mit 138,9 l/m². Die meisten Regionen blieben dagegen deutlich zu trocken. Besonders in einem breiten Streifen von Nordrhein-Westfalen bis ins südliche Brandenburg fiel weniger als die Hälfte, örtlich nur ein Drittel des Solls. Zusätzlich führte die große Hitze zu sehr hohen Verdunstungsraten. Vor allem in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen waren die Bodenfeuchten seit dem Beginn von Messungen 1961 noch nie so niedrig wie im Sommer 2019. Dies wirkte sich insbesondere auf die Getreideernte und die Wälder in Deutschland aus.

Sommer 2019 unter den vier sonnenscheinreichsten seit Messbeginn

Mit rund 755 Sonnenstunden übertraf der Sommer 2019 sein Soll um 25 Prozent und kletterte damit auf den vierten Platz seit Beginn von Messungen 1951. Den meisten Sonnenschein erhielt die Insel Rügen und Umgebung mit bis zu 900 Stunden, den wenigsten einige Gebiete Schleswig-Holsteins mit örtlich nur 600 Stunden.
 

©Deutscher Wetterdienst

Tierseuchenbeiträge 2020

Als Tierseuchenbeiträge für das Jahr 2020 sind zu entrichten:                                          

  • für jedes Rind (auch Kalb) einschließlich Bison, Wisent, Wasserbüffel je Tier 5,70 €
  • für jedes Pferd (auch Fohlen) je Tier 1,20 €
  • für jedes Schwein (auch Ferkel) je Tier 1,00 €
  • für jedes mindestens zehn Monate alte Schaf je Tier 1,10 €
  • für jedes Huhn und jeden Hahn (auch Küken) je Tier 0,03 €
  • für jedes Truthuhn und jeden Truthahn (auch Küken) je Tier 0,16 €

 

Tierseuchenbeiträge von insgesamt weniger als 2,50 € werden nicht erhoben.

Wie bereits in den Vorjahren werden die Tierzahlen der Rinder zum 01.01.2020 aus der HI-Tierdatenbank übernommen. Für Rinder haltende Betriebe bedeutet dies, dass sie den zugesandten Meldebogen 2020 nur zurücksenden müssen, wenn sie außer den Rindern auch noch andere beitragspflichtige Tierarten halten, die Tierhaltung im Jahr 2019 aufgegeben haben oder zu der EU-rechtlichen Frage Angaben machen müssen.

Die Tierbestandsmeldung zum 01.01.2020 kann auch über den Online-Zugang auf der Internetseite der Tierseuchenkasse (www.btsk.de) oder per Smartphone/Tablet über den aufgedruckten QR-Code auf dem zugesandten Meldebogen erfolgen.

Die Bayerische Tierseuchenkasse ist auf die Mithilfe der Tierhalterinnen und Tierhalter angewiesen, um auch in Zukunft eine reibungslose Datenübernahme und damit korrekte Beitragserhebung gewährleisten zu können.
 

Es wird darauf hingewiesen, dass der Anspruch auf Leistungen der Bayerischen Tierseuchenkasse entfällt, wenn schuldhaft ein Tierbestand nicht oder nicht vollständig angegeben oder die Beitragspflicht nicht erfüllt wird.

 

© Bayerische Tierseuchenkasse

Passwort vergessen?!

Sie wollten sich auf unserer Homepage www.mpr-bayern.de in den Loginbereich einloggen und stellen fest, Sie haben Ihr Passwort vergessen. Was ist jetzt zu tun?

 

1. Schritt: Klicken Sie in der blauen Zeile unterhalb den Button "Anmelden" auf "Passwort oder Benutzername vergessen".

2. Schritt: Es öffnet sich ein neues Fenster "Zugangsinformationen anfordern". Hier geben Sie bitte Ihre E-Mail ein. In Kürze wird Ihnen dann eine E-Mail mit Ihrem Benutzernamen und eine Anleitung, wie Sie Ihr Passwort ändern können, zugesandt.

3. Schritt: In ihrem Postfach finden Sie nun eine E-Mail vom mpr. Bitte folgen Sie dieser Anleitung und legen ein neues Passwort fest.

4. Schritt: Sie können sich nun mit dem neuen Passwort einloggen.

 

Sollten Sie dennoch Probleme beim Einloggen haben, kontaktieren Sie bitte unsere EDV über unser Kontaktformular oder unter der Telefonnummer Tel. 08442/9599-265 zu den üblichen Bürozeiten.

Kreuzkräuter - ein Problem auch für Milchviehbetriebe

Das Wasserkreuzkraut ist in Bayern weit verbreitet und auf Grund seiner biologischen Eigenschaften insbesondere auf ökologisch bewirtschafteten Flächen nur schwer zu bekämpfen. Während Rinder die Aufnahme der Pflanzen auf der Weide meiden, können die Tiere die Pflanzenbestandteile in Heu oder Silage nicht aussortieren. Problematische Inhaltsstoffe sind sogenannten Pyrrolizidinalkaloide, die vorrangig die Leber schädigen, aber auch als möglicherweise erbgutverändernd und krebserzeugend eingestuft werden.

Obwohl man davon ausgeht, dass bei gutem Management keine Kreuzkräuter ins Milchviehfutter gelangen, wurden bei zwei europäischen Untersuchungen von Konsummilch aus dem Handel in 6 % der Proben Pyrrolizidinalkaloide in sehr geringen Konzentrationen nachgewiesen. Unbekannt ist dabei, ob diese Befunde auf einzelne Betriebe zurückzuführen sind oder viele Betriebe eine unterschwellige Belastung aufweisen, die möglicherweise auch auf andere Pflanzen als Kreuzkräuter zurückzuführen sein könnte.

Dieser Frage soll im Rahmen des groß angelegten Projektes „PA-SAFE-FEED“ nachgegangen werden, das aus Mitteln des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert wird. Projektträger ist die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) im Rahmen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau und anderer Formen nachhaltiger Landwirtschaft.

Hierzu werden in Bayern und Schleswig-Holstein Milchviehbetriebe mit Dauergrünland gesucht, die bereit sind ihre Milch und ggf. Futterproben auf PA-Rückstände untersuchen zu lassen. Ziel ist, konventionell und ökologisch wirtschaftende Betriebe einzubeziehen und sowohl bei Weidehaltung als auch während der Winterfütterung zu beproben.

In weiteren Projektteilen werden unter kontrollierten Bedingungen die Auswirkungen auf die Tiergesundheit geprüft, da es keine zuverlässigen Daten zu unkritischen Dosierungen gibt. Dabei sind am Max Rubner-Institut auf der Versuchsstation Schädtbek (Schleswig-Holstein) auch Versuche an kleinen Wiederkäuern geplant, da diese im Vergleich zu Rindern weniger empfindlich sind und z.B. Schafe die Pflanzen weniger stark meiden. Entsprechende Studien an Rindern finden in Braunschweig auf der Versuchsstation des Friedrich Löffler-Instituts statt. Ein möglicher Transfer von Pyrrolizidinalkaloiden aus dem Futtermittel in die Milch bzw. ins Fleisch soll vom Lehrstuhl für Lebensmittelsicherheit der Ludwig-Maximilians-Universität München untersucht werden.

An dem Projekt sind als Forschungseinrichtungen neben der Ludwig-Maximilian-Universität München das Max-Rubner-Institut in Kiel und Kulmbach, das Friedrich-Löffler-Institut in Braunschweig sowie das Bundesinstitut für Risikobewertung in Berlin beteiligt. Unterstützt wird das Projekt aus der Praxis vom Milchprüfring Bayern e.V. sowie der Milcherzeugervereinigung Schleswig-Holstein e.V., dem Bioland-Verband in Schleswig-Holstein und der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein.

 

Ansprechpartner:

Florian Kaltner, Lehrstuhl für Lebensmittelsicherheit, LMU München, Tel. 089-2180-78524, florian.kaltner@lmu.de

Dr. Christoph Gottschalk, Lehrstuhl für Lebensmittelsicherheit, LMU München, Tel. 089-2180-78526, christoph.gottschalk@lmu.de

Milch: Gesunde Vielfalt mit hoher Qualität

Im Lebensmittelhandel ist eine beeindruckende Vielfalt unterschiedlicher Milch und Milcherzeugnisse vorzufinden. Angefangen bei Konsummilch reicht die Palette von frischen Milchmischerzeugnissen über Joghurt und Kefir bis hin zu Butter und Käse.

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) berichtet in nachfolgenden Artikel über

Innovative Fliegenfalle

Der niederländischer Milchviehbetrieb Verhoef hat eine neue innovative Fliegenfalle getestet. Die ursprünglich aus Australien stammende Fliegenfalle ist ein dunkler, etwa 6 m langer Tunnel mit kleinen Lichtlöchern im Dach, der am Treibgang zwischen Stall und Weide aufgestellt wird. Passiert die Kuh den dunklen Tunnel, werden die Fliegen vom Licht angezogen und in einer speziellen Falle in der Dachkonstruktion gefangen.

Vor allem in heißen Sommermonaten können sich auf einem Milchviehbetrieb ​​und in der Umgebung der Kühe sehr viele Fliegen ansammeln. Zu deren Regulierung sind verschiedene, meist chemische Mittel, verfügbar. Diese können jedoch, z.B. durch Schweiß, Haare oder die Ausbringung von Gülle an andere Orte gelangen und dort für Insekten, Ackerlandvögel und die Umwelt eine Gefahr darstellen.

Mattias und Coriene Verhoef haben den Einsatz von Chemikalien in ihrem Betrieb seit mehreren Jahren reduziert und einen signifikanten Unterschied in der Artenvielfalt auf ihrem Betrieb festgestellt. "Die Anzahl der Vögel und Fledermäuse hat stark zugenommen", sagte Frau Verhoef und fügte hinzu, dass sie auch bemerkt haben, dass der Kuhdung auf ihrem Hof ​​schneller verschwindet und dass innerhalb weniger Wochen das Gras in den Dung eindringt. Mit den Ergebnissen ist man bislang sehr zufrieden.

Wie die Fliegenfalle funktioniert, kann auf folgenden youtube-Video angesehen werden. 

 

Quelle: DairyGlobal

900.000 PAG-Tests aus Milch in Wolnzach untersucht!