Trächtigkeit ohne zusätzlichen Aufwand und ohne Risiko für das Tier bestimmen? Das geht ganz einfach mit dem PAG-Test aus der Milch. Wir bieten Ihnen eine Untersuchung der Trächtigkeit ab dem 28. Tag nach der Besamung an. In unserem Labor können wir spezielle Eiweißbaustoffe nachweisen, die nur während der Trächtigkeit in der Plazenta gebildet werden und auch in die Milch gelangen. Die letzte Kalbung sollte mindestens 60 Tage zurückliegen. Der PAG-Test ist auch für Ziegen und Schafe geeignet.
Ihre Vorteile:
Unser Leistungsumfang für Sie:
Sind Sie Mitglied beim LKV?
Als LKV-Mitgliedsbetriebe können Sie die Trächtigkeitsuntersuchung ohne Mehraufwand im Rahmen der Milchleistungsprüfung (MLP) durchführen lassen. Das LKV Bayern bietet den PAG-Test in vier Varianten an:
Weitere Informationen rund um den PAG-Test aus Milch sowie den Bestellschein finden Sie hier.
Ob Ayran in der Türkei oder Skyr in Island: Milchprodukte spielen als Lebensmittel in nahezu allen Ländern dieser Erde eine wichtige Rolle. Um der Milch und der Milchwirtschaft mehr Aufmerksamkeit zu schenken, haben Landesvereinigungen wie die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) gemeinsam mit dem Internationalen Milchwirtschaftsverband (IDF) im Jahr 1957 den Weltmilchtag ins Leben gerufen.
Seit dem Jahr 2001 wird der Tag der Milch jährlich in mehr als 40 Ländern am 1. Juni gefeiert, um das Bewusstsein für den wertvollen Rohstoff Milch sowie die Akteure hinter dem weißen Gold – Landwirtschaft, Milchkühe, Milchviehhaltung, Milchproduktion, Agrarpolitik – auf der ganzen Welt zu stärken. Weltweit wird der Internationale Tag der Milch mit zahlreichen Vor-Ort-Aktionen gefeiert. Auf der Webseite des internationalen Tags der Milch gibt es viele Einblicke in die Veranstaltungen. In Italien organisiert beispielsweise der Freie Bauernverband von Cremona jedes Jahr ein Milchfestival, in dessen Rahmen auch eine Konferenz zum Thema gesunde Ernährung im Kinder- und Jugendalter stattfindet.
Auch in Deutschland wird der Tag genutzt, um Verbrauchern das Thema Milch näher zu bringen: Wie entsteht meine haltbare Vollmilch? Woher kommen mein Lieblingsjoghurt oder der Frühstücks-Kakao? Die Gemeinschaft der Milchwirtschaftlichen Organisationen (GML) hat dazu - wie die Jahre davor - einen Video-Clip unter dem Motto „Ich bin Team Milch… Und du so?“ produziert, der zeigt, wie vielfältig Milch und Milchprodukte in unserer Esskultur sind. Ob Porridge, Cheesecake, Shake oder Latte Macchiato, die unterschiedlichen Milchfans stellen im Clip vor, zu welchem Team sie sich zugehörig fühlen, unter anderem auch die bayerische Milchkönigin Veronika Gschoßmann mit dem typischen bayerischen Milchprodukt "Obazda".
Mit bis zu 300 Proben pro Tag ist der Betriebsproben-Service sehr gefragt. Wir haben zusammengestellt, was bei der Probenziehung und -beschriftung wichtig ist. Die Proben werden täglich vom mpr bei den Molkereien abgeholt. Dadurch erhalten Sie Ihr Ergebnis noch schneller.
„Hat die Kuh noch Zellzahlprobleme?“, „Ist der Keimgehalt wieder gesunken?“ – jeder Milcherzeuger kennt Situationen, in denen er ein Milchanalysenergebnis „außer der Reihe“ dringend braucht. Diese sogenannten „Betriebsproben“ untersucht der mpr in seinem Labor in Wolnzach. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Milch aus dem Tank oder von einer einzelnen Kuh stammt. Unser Ziel ist es, dass Sie die Analysenergebnisse schnell und sicher erhalten. Dazu sollten einige Punkte beachtet werden:
1. Probeflasche
Fragen Sie Ihren Milchfahrer oder den Erzeugerberater Ihrer Molkerei nach den mpr-Probeflaschen mit dem orangenen Konservierungsmittel.
2. Aufkleber
Mit den Probeflaschen bekommen Sie die „Betriebsproben-Aufkleber“. Es ist sehr wichtig, dass Sie diesen Aufkleber verwenden. Er hält trotz Kühltemperaturen und Feuchtigkeit auf der Flasche, hinterlässt keine Reste, die den Barcode auf der Flasche beschädigen könnten.
3. Probenahme
Mit der korrekten und sauberen Probenahme steht und fällt die Aussagekraft des Untersuchungsergebnisses. Bitte beachten Sie deshalb folgende Punkte:
4. Beschriftung der Probe
Nur wenn die Probeflaschen eindeutig beschriftet sind, können wir die Ergebnisse sicher zuordnen und Ihnen mitteilen.
5. Mitnahme durch Sammelwagen-Fahrer
Die Proben sind gezogen und eindeutig beschriftet. Sie können diese nun dem Milchsammelwagenfahrer mitgeben. Sollte die Abholung nicht unmittelbar nach der Probenziehung sein, bitte die Proben möglichst kühl lagern, aber nicht einfrieren! Der Milchfahrer bringt die Proben in die Molkerei. Von dort erfolgt der Transport nach Wolnzach mit unserer mpr-Kühlflotte. Seit Herbst 2015 fahren wir jede Molkerei täglich an. Dadurch sind die Proben nun noch schneller im mpr-Labor.
6. Untersuchung und Ergebnis
Ihre Probe kommt über Nacht ins Labor und wird am nächsten Tag untersucht. Die Analysenergebnisse sind am frühen Nachmittag in den mpr-Auskunftssystemen (App mpr-mobil, SMS, Internet und Telefonauskunft) abrufbar.
7. Vertraulichkeit
Die Ergebnisse der Betriebsproben dienen Ihrer Information. Die Werte gehen weder in die Abrechnung nach Rohmilchgüteverordnung ein, noch werden sie an Dritte weitergegeben. Nur Sie und Ihre Molkerei erhalten diese Ergebnisse.
Sollten Sie noch weitere Fragen zum Thema „Betriebsproben“ haben, wenden Sie sich bitte an info@mpr-bayern.de
Seit über 80 Jahren vereint der Milchprüfring Bayern e.V. als gemeinnütziger eingetragener Verein alle Interessentengruppen der bayerischen Milchwirtschaft. Wichtigstes Ziel ist es, als neutrale Prüfeinrichtung die Qualität der Rohmilch in Bayern zu kontrollieren und zu fördern.
Für die Verstärkung unseres Teams suchen wir zum nächstmöglichen Zeitpunkt:
Auditor / Außendienst (w/m/d) vorrangig Region Oberbayern, Teilzeit/Vollzeit
Ihr Aufgabengebiet umfasst:
Persönliche Anforderungen:
Wir bieten Ihnen:
Sie suchen eine interessante und abwechslungsreiche Stelle mit Zukunft? Dann sollten wir uns kennen lernen. Wir freuen uns auf eine aussagekräftige Bewerbung.
Bewerben Sie sich bequem einfach online über unser Bewerberportal. Aus Datenschutzgründen bitten wir Sie, auf Bewerbungen per Post und E-Mail zu verzichten. Sie erhalten nach Bewerbungseingang eine Bestätigung. Wir werden uns zeitnah mit Ihnen in Verbindung setzen.
Mit dem Aufbau einer umfassenden Milchanalytik und in Bayern einzigartigen Logistik, der Weiterentwicklung einzelner Untersuchungsmethoden, der Einführung des PAG-Tests aus Milch u. v. m. haben wir seit unserer Gründung viel erreicht. Dabei war und ist der intensive fachliche Austausch mit verschiedenen Forschungseinrichtungen und Gremien ein wichtiger Baustein, um im Sinne aller Interessensgruppen der Lebensmittelkette Milch zu agieren.
Unsere Projekte spiegeln unsere bewegte Geschichte wieder. Wir haben diese gesammelt, fachlich aufbereitet und an einem zentralen Ort auf der mpr-Homepage platziert. Für eine bessere Übersicht sind die einzelnen Projekte thematisch passend jeweils einer der folgenden 6 Oberkategorien zugeordnet:
Wir laden Sie ein, sich auf unserer neu gestalteten Forschungsrubrik umfassend über die einzelnen Projekte zu informieren.
Die Suche nach den besten Spezialitäten der kleinen handwerklichen Käsereien Bayerns geht nach langer Coronapause endlich weiter. Unter dem Motto „Bayerische Käseschätze gesucht!“ startet das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten bereits zum fünften Mal die Schatzsuche nach regionalen Käseköstlichkeiten aus Bayerns Käseküchen. Mit dem Wettbewerb wird den kleinen bayerischen Käseherstellern eine Plattform gegeben, um die Aufmerksamkeit gezielt auf deren lokale Spezialitäten zu lenken.
Der Käse-Wettberwerb in aller Kürze?
Was: | Bayernweiter Wettbewerb für Weichkäse, Halbfesten Schnittkäse, Schnittkäse und Hartkäse. | |||||
Wie: | Die Bewertung erfolgt durch eine chemisch-physikalische und mikrobiologische Untersuchung sowie eine sensorische Prüfung und die Einbeziehung der „Geschichte des Käses“. | |||||
Wer: | Ausrichter ist die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft. | |||||
Wozu:
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Sie profitieren durch Ihre Teilnahme und Prämierung von mehr Bekanntheit und Wertschätzung Ihrer Produkte und präsentieren sich als regionaler Käsespezialist. Darüber hinaus können Sie an unserem Workshop teilnehmen und Sie erhalten die ausführlichen Ergebnisse der Qualitätsprüfung zum Nachweis der eigenen |
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Womit:
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Ein Anmeldeformular, je Käse ein separates Produktblatt (inkl. Geschichte zu jedem eingereichten Produkt), bei „freien Käsesorten“ eine kurze Produktbeschreibung sowie eine entsprechende Käseprobe. |
Interesse geweckt?
Dann bewerben Sie sich hier bis zum 21. April 2023. Die eingereichten Käseschätze werden im Anschluss an eine Laboruntersuchung von der Expertenjury nach Aussehen, Geruch, Geschmack und Textur bewertet. Zusätzliche Punkte können durch die individuelle Geschichte des Käses erworben werden. Die offizielle Auszeichnung der Gewinner findet voraussichtlich am 24. September 2023 auf dem Käse-Genussmarkt im Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in München statt.
Weitere Informationen zum Wettbewerb sowie die genauen Teilnahmebedingungen gibt es unter: www.genussschaetze.bayern.
Quelle und Bilder: Genussschätze Bayern
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Im Rahmen der Novellierung des Tierarzneimittelgesetzes (TAMG) wurde das 2014 eingeführte Antibiotikaminimierungskonzept weiterentwickelt. Seit dem 01. Januar 2023 müssen Antibiotikaanwendungen bei allen Nutzungsarten und Altersgruppen der Tierarten Rind, Schwein, Huhn und Pute erfasst werden. Die Verpflichtung zur Mitteilung der Antibiotikaanwendungen geht dabei von den Tierhaltenden auf die Tierärzteschaft über. Zusätzlich gibt es Änderungen bei den mitteilungspflichtigen Nutzungsarten und z.T. bei den Bestandsuntergrenzen. Mitteilungen zu Tierbestand und Tierbewegungen sowie ggf. der Nullmeldung müssen weiterhin durch die Tierhaltenden getätigt werden.
Auf der Homepage des Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit finden Tierhaltende sowie Tierärztinnen und Tierärzte die aktuellsten Informationen rund um das staatliche Monitoring.
Derzeit finden Sie auf der Startseite folgende Informationen:
Tierhalterinnen und Tierhalter:
Tierhalterinnen und Tierhaltern steht dort zudem ein Tierzahlrechner zur Verfügung, mit dem sie abschätzen können, ob Ihr Betrieb für eine Nutzungsart die Bestandsuntergrenzen für das Erfassungshalbjahr überschreiten und damit mitteilungspflichtig werden wird.
Tierärztinnen und Tierärzte:
Bitte beachten Sie: Diese Homepage wird laufend überarbeitet, ergänzt und aktualisiert, insbesondere auch die FAQs. Schauen Sie daher gerne regelmäßig vorbei.
Quelle: LGL
Trächtigkeit ohne zusätzlichen Aufwand und ohne Risiko für das Tier bestimmen? Das geht ganz einfach mit dem PAG-Test aus der Milch. Wir bieten Ihnen eine Untersuchung der Trächtigkeit ab dem 28. Tag nach der Besamung an. In unserem Labor können wir spezielle Eiweißbaustoffe nachweisen, die nur während der Trächtigkeit in der Plazenta gebildet werden und auch in die Milch gelangen. Die letzte Kalbung sollte mindestens 60 Tage zurückliegen. Der PAG-Test ist auch für Ziegen und Schafe geeignet.
Ihre Vorteile:
Unser Leistungsumfang für Sie:
Sind Sie Mitglied beim LKV?
Als LKV-Mitgliedsbetriebe können Sie die Trächtigkeitsuntersuchung ohne Mehraufwand im Rahmen der Milchleistungsprüfung (MLP) durchführen lassen. Das LKV Bayern bietet den PAG-Test in vier Varianten an:
Weitere Informationen rund um den PAG-Test aus Milch sowie den Bestellschein finden Sie hier.
Gesunde Klauen sind das Fundament jeder Milchkuh und sorgen für Vitalität und Langlebigkeit. In 90 % der Fälle führen Klauenerkrankungen zu Lamheiten, die erhebliche Verluste in Milchviehbetrieben verursachen können. Das Förderprojekt „KLAUENfitnet“ nimmt sich seit 2015 diesem Thema an und erweitert sein Angebot nun um ein digitales Hilfesystem und ein E-Learning-Programm. So können Landwirtinnen und Landwirte die Klauengesundheit ihrer Milchkühe noch besser fördern und Lahmheiten effektiver behandeln. Auf welche Anzeichen Sie achten müssen, um Veränderungen des Gangbildes bei Kühen rechtzeitig zu entdecken, erläutert anschaulich das neue E-Learning Modul von KLAUENfitnet.
Häufig werden Lahmheiten zu spät entdeckt. Schwerwiegende und schmerzhafte Klauenerkrankungen sind die Folge, die enorme finanzielle Verluste nach sich ziehen. Entscheidend für eine gute Klauengesundheit ist das frühzeitige Erkennen lahmer Tiere und eine rasche Behandlung. Erste Anzeichen für eine beginnende Lahmheit sind mit etwas Übung leicht zu erkennen. Mit Hilfe der Bewegungsbeurteilung (Locomotion Scoring), ein bewährtes Verfahren nach Sprecher et al., lassen sich Veränderungen in der Körperhaltung und der Bewegung der Tiere auf einer fünfstufigen Skala bonitieren.
Klauengesundheit nachhaltig verbessern
Das Projektteam von KLAUENfitnet hat sich zum Ziel gesetzt, die Klauengesundheit in der Milchviehhaltung nachhaltig zu verbessern und im bereits bestehenden E-Learning KLAUENfitnet ein neues Modul zur Lahmheitsfrüherkennung entwickelt. In dem Modul „Bewegungsbeurteilung bei Kühen“ werden die Veränderungen im Bewegungsbild der Kühe erläutert und in kurzen Videoeinheiten anschaulich dargestellt. Zum Abschluss haben die Nutzer die Möglichkeit, selbst Kühe zu bewerten, sich in der Bewegungsbeurteilung zu testen und das Gelernte direkt anzuwenden. Ein Merkblatt sowie ein Erfassungsbogen runden das Angebot ab und ermöglichen einen direkten Einsatz im Stall.
Das E-Learning ist kostenfrei unter Klauenfitnet aufrufbar. In verschiedenen Modulen steht den Nutzern dort umfangreiches Wissen zur Klauenpflege sowie zu verschiedenen Klauenerkrankungen und dem Klauengesundheitsmanagement zur Verfügung.
Aktueller Projektstand
Die Praxisphase von KLAUENfitnet 2.0 mit der Erhebung der Tier- und Klauendaten endete am 30.09.2021. Im nächsten Schritt werden die eingegangen Daten von den Praxisbetrieben und Projektklauenpflegern beim LKV Bayern und vit in Verden gesichtet und noch fehlende Daten angefordert. Daran schließt sich dann die Auswertungsphase an. Im Oktober erhielt das Projekt seitens des Projektträgers BLE die Bewilligung für eine Projektverlängerung bis zum 31.01.2023.
Hintergrund und Förderung
Die Entwicklung des innovativen Betriebshelfers und des E-Learning Tools ist auf zwei Forschungsprojekte aufgeteilt: Das Projekt KLAUENfitnet wurde im Programm zur Innovationsförderung des Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und des Zweckvermögens des Bundes bei der Landwirtschaftlichen Rentenbank gefördert. Die Förderung des Folgeprojekt KLAUENfitnet 2.0 erfolgt über die Deutsche Innovationspartnerschaft Agrar (DIP) mit Mitteln aus dem BMEL-Programm zur Innovationsförderung. Beide Projekte werden bzw. wurden vom Projektträger Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (ptble) fachlich betreut. Der Verbund besteht aus dem Deutschen Verband für Leistungs- und Qualitätsprüfungen e. V. (DLQ), der Data Service Paretz GmbH (DSP), der Freien Universität Berlin, der Lemmer-Fullwood GmbH, dem Landeskuratorium der Erzeugerringe für tierische Veredelung in Bayern e.V. und den Vereinigten Informationssystemen Tierhaltung w. V. (vit).
Die Deutsche Innovationspartnerschaft (DIP) Agrar fördert neue Ideen aus der Forschung und Entwicklung mit dem Ziel, die Marktreife zu erlangen und damit den Eingang in die landwirtschaftliche Praxis zu finden. Die vom BMEL eingerichtete Geschäftsstelle in der BLE koordiniert die DIP-Arbeit.
Quellen: Pressemeldung DLQ 08.12.2020 und BLE
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Wolnzach/München, 09.05.2022 – Der PAG-Test aus Milch knackt eine neue Rekordmarke! Vom Betrieb von Wolfgang Plank wurde im April 2022 der 1,5 Mio. PAG-Trächtigkeitstest durchgeführt. Der Landwirt vom Chiemsee nutzt den PAG-Test seit 2015 über das Probemelken und ist begeistert: „Ob eine Kuh tragend ist, erfahre ich automatisch über die LKV-Rind App. Außerdem muss ich die Kühe nicht mehr fixieren und der Eingriff am Tier entfällt. Da der PAG-Test deutlich günstiger ist als eine Untersuchung durch den Tierarzt, spare ich auch noch Geld.“ Seit Oktober 2014 bietet der Milchprüfring Bayern e.V. die Trächtigkeitsuntersuchung aus Milch an und die Resonanz ist enorm. „Inzwischen analysieren wir über 6.000 Proben pro Woche“, berichtet Alfred Enderle, geschäftsführender Vorstand des Milchprüfring Bayern e.V.
Trächtigkeitsergebnis dank Glykoproteine aus der Milch
PAG steht für Pregnancy Associated Glycoprotein. Der Test reagiert auf Glycoproteine (spezifische Eiweiße), die nur während der Trächtigkeit in der Plazenta gebildet werden und auch in die Milch gelangen. Bereits ab dem 28. Tag nach der Besamung und 60 Tage nach der letzten Abkalbung kann der Trächtigkeitsstatus einfach und unkompliziert bestimmt werden. Dafür ist lediglich eine Milchprobe der betreffenden Kuh nötig, die im Labor des Milchprüfring Bayern untersucht wird. Silvia Pfanzelt betreut den PAG-Trächtigkeitstest beim LKV Bayern und erklärt die Vorteile: „Die Tierhalter profitieren, da sie Kosten und Zeit einsparen. Zusätzlich wird die Zwischenkalbezeit durch das frühzeitige Identifizieren von nicht trächtigen Kühen reduziert. Für die Tiere entfallen das Fixieren und der manuelle Eingriff durch den Tierarzt bzw. Besamungstechniker.“
Praktische Anwendung des PAG-Trächtigkeitstest
Die Handhabung in der Praxis ist für den Landwirt denkbar einfach. LKV-Mitgliedsbetriebe können die Trächtigkeitsuntersuchung ohne Mehraufwand im Rahmen der Milchleistungsprüfung (MLP) durchführen lassen. Das LKV Bayern bietet den PAG-Test in vier Varianten an:
Der Milchprüfring Bayern e.V. hält für die Landwirte zusätzlich Einzelproben zur Untersuchung im 10er-Set bereit. Der PAG-Test ist auch für Ziegen und Schafe geeignet.
Infos zum PAG-Trächtigkeitstest
Alle Informationen rund um den PAG-Test aus Milch finden Sie auf den Internetseiten des Milchprüfring Bayern e.V. und des LKV Bayern e.V.:
Über den Milchprüfring Bayern e.V.
Der Milchprüfring Bayern e.V. ist ein Pionier in der Rohmilchanalytik. An seinem zentralen Standort in Wolnzach betreibt er eines der größten Rohmilchlabore weltweit, das jährlich aus mehr als 13 Mio. Proben ca. 100 Mio. validierte Analysenergebnisse ermittelt. Als Dienstleister für Molkereien und Milcherzeuger arbeiten die mpr-Mitarbeiter schnell, kompetent, zuverlässig und kundenorientiert, um alle Prüfaufträge zur Sicherung von Prozess- und Produktqualität neutral und effizient auszuführen. Der mpr engagiert sich bei der Entwicklung innovativer Methoden und unterstützt Projekte zur Verbesserung der Informationsgrundlage für das Management von Milcherzeugerbetrieben, insbesondere im Hinblick auf die Förderung von Tiergesundheit und Tierwohl.
Über das Landeskuratorium der Erzeugerringe für tierische Veredelung in Bayern e.V.
Das LKV Bayern e.V. ist bedeutender Partner für Bayerns Tierhalter. Den Landwirten wird ein breites und individuell angepasstes Leistungsspektrum zur Optimierung der biologischen, produktionstechnischen und wirtschaftlichen Kennzahlen ihrer Tiere geboten. Die LKV-Außendienstmitarbeiter verfügen über einen sehr großen Erfahrungsschatz, werden kontinuierlich weitergebildet und sind wirtschaftlich unabhängig. Darüber hinaus garantiert das LKV Bayern die umfängliche Datensicherheit. Der objektive Blick bietet den Tierhaltern die optimale Grundlage, um Tiergesundheit und Wirtschaftlichkeit ihrer Betriebe zu steigern. Mit dem Erzeugungs- und Qualitätsmonitoring in Form der Leistungsprüfung und Beratung trägt das LKV Bayern in erheblichem Maße zum Tierwohl, der Tiergesundheit sowie dem Umwelt- und Ressourcenschutz bei. Das LKV Bayern e.V. betreut ca. 16.600 Milchviehbetriebe mit über 900.000 Kühen und 70 Schaf- und Ziegenbetriebe im Rahmen der Milchleistungsprüfung sowie 3.700 Betriebe im Rahmen der Fleischleistungsprüfung und Fischerzeugung.
Mitte Oktober kündigte sich der Genossenschaftsverband Bayern (GVB) an, um eine Reportage über die Arbeit des mpr zu schreiben und zu drehen.
Der Artikel inklusive Video erscheint in der nächsten Online-Ausgabe (11/2021) von "Profil - das bayerische Genossenschaftsblatt". Das digitale Mitgliedermagazin des GVB berichtet über die bayerischen Genossenschaften und ihre Anliegen, darunter auch über die genossenschaftlichen Molkereien und Sennereien.
Der mpr wird künftig von einem geschäftsführenden Vorstand geleitet.
Wolnzach, 28. September 2021 – Der Milchprüfring Bayern e.V. hat in der heutigen Sitzung des Vorstandes gemeinsam mit den Mitgliedsverbänden einmütig beschlossen, die operative Geschäftsführung des Vereines in die Zuständigkeit des Vorstands zu verlagern.
Der Vorstand wurde von den Vertretern der Mitgliedsverbände beauftragt, die entsprechenden notwendigen Schritte dafür einzuleiten. Gleichzeitig soll die Führungsstruktur durch ein Aufsichtsratsgremium ergänzt werden. Ziel ist die Verankerung der entsprechenden Regelungen in der Satzung bis zum Ende des Jahres 2021.
Hintergrund der Entscheidung sind neben personellen Änderungen die sich gravierend verändernden Rahmenbedingungen für die bayerische Milchwirtschaft. Durch die eingeleiteten Schritte sollen die Voraussetzungen geschaffen werden, um Synergien innerhalb des Milchprüfrings und dessen Tochterunternehmen zu nutzen und gleichzeitig die Vernetzung mit Einrichtungen der süddeutschen Milchwirtschaft auszubauen.
Erster geschäftsführender Vorstand wird ab Januar 2022 der bisherige Vorstandsvorsitzende Alfred Enderle, der den Milchprüfring Bayern e.V. in enger Zusammenarbeit mit den leitenden Mitarbeitern und den beiden ehrenamtlichen Vorstandskollegen führen wird.
Dr. Christian Baumgartner - Geschäftsführer Milchprüfring Bayern e.V.
Die StIKo Vet wird digital! Seit dem 1. Juli 2021 gibt es die StIKo-Vet-App für mobile Endgeräte. Die App soll den Zugang zu den Impfempfehlungen und Stellungnahmen der Ständigen Impfkommission Veterinärmedizin (StIKo Vet) erleichtern. Die Anwendung wurde so intuitiv wie möglich gestaltet. Unterteilen lässt sich die App in drei wesentliche Bereiche:
Die Anwendung verfügt über einige Zusatzfunktionen: Zum Beispiel kann über die Suchfunktion nach entsprechenden Schlagworten gesucht und dann das angezeigte Dokument geöffnet werden. Die Inhalte werden automatisch auf dem Endgerät aktualisiert. Außerdem können Sie wählen, ob Sie Push-Nachrichten über aktuelle Informationen erhalten möchten. Mit Hilfe eines Kontaktformulars können Anfragen direkt an die Geschäftsstelle gerichtet werden. Die PDF-Dokumente werden auf dem Endgerät gespeichert, sodass die Anwendung auch unter „Feldbedingungen“, d.h. in Gegenden mit schlechter Netzabdeckung funktionieren kann.
Neugierig geworden? Sie finden die Anwendung kostenlos im Apple Store oder im Google Playstore unter „StIKo Vet“. Feedback wird sehr gewünscht, denn so können kleinere Probleme schnell behoben werden. Allgemeine Anregungen sollen dazu genutzt werden, die Anwendung in den kommenden Jahren weiterzuentwickeln.
Quelle: StiKo Vet
Wahrscheinlich wird es Ihnen bereits aufgefallen sein? Auf der Homepage des mpr haben sich einige Änderungen ergeben. Grund dafür ist die neue Rohmilchgüteverordnung, die am 1. Juli 2021 bundesweit in Kraft getreten ist.
Um was geht es?
Die Milch-Güteverordnung (MilchGüV) aus dem Jahr 1980 wird zum 1. Juli 2021 durch die neue Verordnung zur Förderung der Güte von Rohmilch, kurz Rohmilchgüteverordnung oder RohmilchGütV, ersetzt. Fast acht Jahre hat die Milchwirtschaft über der neuen Verordnung gebrütet, die der Bundesrat am 18. Dezember 2020 verabschiedet hat. Die neue Verordnung wird um einiges umfangreicher: Aus 8 Paragraphen werden 39 inklusive drei Anlagen. Am Zweck der Verordnung ändert sich nichts: Es soll die Güte der Rohmilch gefördert werden sowie die Bezahlung der Milch auf den Ergebnissen der Güteuntersuchungen basieren.
Was bedeutet das für Milcherzeuger?
Laut Verordnung sind sechs Gütemerkmale der Mich zwingend zu prüfen: Fett- und Eiweißgehalt, die Gesamtkeimzahl, das Vorhandensein von Hemmstoffen, die somatischen Zellen sowie der Gefrierpunkt. Die Untersuchung auf weitere Gütemerkmale kann zwischen Abnehmer und Erzeuger vereinbart werden.
Folgende Änderungen ergeben sich:
Die Verordnung findet keine Anwendung für Abnehmer, die innerhalb eines Jahres täglich im Schnitt weniger als 500 l Rohmilch erfassen.
Und für Molkereien und MiIchprüfringe?
Hier bringt die neue Verordnung nicht weniger als einen Systemwechsel mit sich. War bisher der Milchprüfring Bayern e.V. (mpr) mit einer eigenen Ausführungsverordnung vom Freistaat Bayern beauftragt die Milchgüteverordnung umzusetzen, stehen künftig die einzelnen Molkereien in der Pflicht. In Bayern bestand allerdings weitgehend Einigkeit zwischen Verbänden und Verwaltung, dass auch künftig der mpr die entsprechenden Dienstleistungen übernehmen soll. Dies wird mit einer privatrechtlichen Vereinbarung zwischen Molkerei und mpr umgesetzt. Im Rahmen eines Dienstleistungsvertrages haben die Molkereien – wo gesetzlich möglich – alle Aufgaben auf den mpr übertragen. Somit ist auch weiterhin die einheitliche Umsetzung der RohmilchGütV in Bayern sichergestellt. Insofern sollte es trotz des Systemwechsels bezügliche der Verantwortlichkeit zu keinen merklichen Änderungen in der täglichen Arbeit von Landwirten, Molkereien und mpr kommen.
„Der Milchprüfring steht vor einem großen Umbruch!“ Mit diesen Worten eröffnete Alfred Enderle als Vorsitzender die 51. Mitgliederversammlung des mpr am 17. Juni. Neben den üblichen Regularien, wie der Erstattung des Geschäftsberichtes und dem Bericht über die Prüfung des Jahresabschlusses 2020, standen vor allem die kommenden Entwicklungen im Fokus der Sitzung. So wird der mpr mit dem Inkrafttreten der neuen Rohmilchgüteverordnung seine Stellung als staatlich beauftragtes Unternehmen verlieren und künftig als Dienstleister für die Molkereien tätig werden, mit denen nach intensiver Kommunikation bereits im Vorfeld entsprechende Verträge abgeschlossen wurden. Grundsätzlich liegt aber die primäre Verantwortung für die Umsetzung der Rohmilchgüteverordnung ab dem 1. Juli 2021 bei den Molkereien.
Gleichzeitig versucht der mpr mit neuen Ideen und innovativen Ansätzen neue Geschäftsfelder, zum Beispiel für das Rückstandsmonitoring der bayerischen Molkereien, aufzubauen. So soll die einzigartige Logistik des mpr zusammen mit weiteren Partnern genutzt werden, um die Palette an Dienstleistungsangeboten für die Molkereien noch breiter und „smarter“ aufzustellen.
Neben diesen fachlichen Veränderungen stehen auch personelle Wechsel ins Haus: so scheidet bereits am 30. Juni Dr. Johann Meier aus dem Vorstand des mpr aus, da ein beruflicher Wechsel seine Benennung künftig nach den Statuten nicht mehr ermöglicht. Der Verband der Bayerischen Privaten Milchwirtschaft e.V. wird daher in Kürze ein neues Vorstandsmitglied in das dreiköpfige Gremium entsenden. Zudem wird Dr. Karl Kunz nach Eintritt in den Ruhestand bis Dezember aus dem Vorstand ausscheiden, sodass auch der Genossenschaftsverband Bayern e.V. noch einen Nachfolger zu benennen hat.Zum Jahresende beendet auch Geschäftsführer Dr. Christian Baumgartner nach über 26 Jahren seine Tätigkeit beim mpr. Aktuell läuft die Ausschreibung für seinen Nachfolger.
Dr. Baumgartner skizzierte in seinem Geschäftsbericht die aktuelle Lage und Herausforderungen für den mpr in den kommenden Jahren. Der mpr sei wirtschaftlich gesund, fachlich und organisatorisch gut aufgestellt, habe allerdings auch wichtige Aufgaben auf dem Tisch, die jetzt bewältigt werden müssten. Dies betreffe sowohl die Umsetzung der Rohmilchgüteverordnung als auch den internen organisatorischen Bereich, z.B. im Zusammenhang mit der Digitalisierung aller Geschäftsprozesse.
Eine kontroverse Diskussion ergab sich im Zusammenhang mit der Tätigkeit der verschiedenen Tochtergesellschaften sowie mit der geplanten Satzungsänderung, wodurch die Bedürfnisse der Mitgliedsorganisationen noch besser abgebildet werden sollen.
Nach Darlegung der verschiedenen Standpunkte konnte Konsens für die weitere Vorgehensweise erzielt werden. Die Versammlung sprach Vorstand und Geschäftsführung sowie der gesamten mpr-Belegschaft für die geleistete Arbeit Dank und Anerkennung aus. Dem Vorstand und dem Geschäftsführer wurde für das abgeschlossene Geschäftsjahr 2020 bei einer Gegenstimme die Entlastung erteilt und ebenfalls für die engagierte Arbeit in bewegten Zeiten gedankt.
Die Welt wird digitaler und auch die Landwirtschaft folgt diesem Trend. Warum also nicht auch eine App entwickeln, mit der Sie die Laborergebnisse ihrer Milchproben abrufen können? Der mpr machte sich auf den Weg und im Herbst 2015 war es soweit – die kostenlose App »mpr-mobil« ging online. Seitdem hat sich viel getan. So wurden aus 6.200 Nutzern Anfang 2016 mittlerweile mehr als 10.600 Nutzer.
mpr - mobil. praktisch. rund um d‘Uhr
Mit der mpr-App haben Sie von überall Zugriff auf Ihre Sonder-, Güte- und Betriebsproben sowie die Ergebnisse des PAG-Tests aus Milch. Einmal geladen, sind die Daten auch offline verfügbar. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit die App als alleinigen offiziellen Benachrichtigungsweg für Grenzwertüberschreitungen zu wählen. Im Kundenbereich der Homepage des mpr können Sie ganz einfach die bisherigen kostenpflichtigen Benachrichtigungswege über Brief oder E-Mail abbestellen.
Die mpr-App überzeugt
Eine push-Mitteilung in der App informiert Sie über die neuen Werte, die Grenzwertüberschreitungen erscheinen in der Übersicht als rot markierter Wert. Die App gibt es für Android- und Apple- Smartphones sowie alle gängigen Tablets und muss einmalig installiert werden.
Nutzen Sie hierfür den Play Store/App Store oder scannen den passenden QR-Code ein. Für die Registrierung nehmen Sie die gleichen Anmeldedaten (Benutzernamen und Passwort), mit denen Sie sich in den Kundenbereich auf der mpr-Homepage einloggen. Die App wird für die zwei marktführenden Betriebssysteme iOS (Apple) und Android (Google) angeboten. Der Großteil der Nutzer, knapp 82 %, nutzen die App über das Android-Betriebssystem. Hier wurde die App bereits über 10.000 Mal heruntergeladen. Die Bewertungen im Google Play Store sprechen für sich: 57 Personen gaben eine Bewertung ab - Gesamtbewertung 4,3. Beim Apple-Betriebssystem konnte aufgrund der bisher geringen Zahl der Bewertungen noch keine Aussage getroffen werden.
Seit dem 1. Juli 2020 wird in Bayern empfindlicher auf Hemmstoffe untersucht. Der Beschluss der bayerischen Milchwirtschaft zum Einsatz des Tests »BRT hi-sense« hat im Vorfeld viele Diskussionen ausgelöst. Wie ist die Situation gut acht Monate danach?
120.000 Hemmstoffuntersuchungen pro Monat
In Bayern werden aktuell pro Monat ca. 120.000 Hemmstoffuntersuchungen durchgeführt. Dabei kommen von jedem Milcherzeugerbetrieb durchschnittlich 4,6 Anlieferungsmilchen pro Monat zur Untersuchung. Der langjährige Trend zeigt die erfolgreiche Arbeit der bayerischen Milcherzeuger, nach notwendigen Behandlungen ihrer Kühe Rückstände von Antibiotika aus der Anlieferungsmilch fernzuhalten. Im Durchschnitt werden (Stand September 2020) trotz empfindlicheren Tests nur etwa 20 von 100.000 untersuchten Proben als hemmstoffpositiv gefunden – eine Rate von 0,02 %, die in keinem anderen Lebensmittel tierischer Herkunft erreicht wird.
Kaum Anstieg hemmstoffpositiver Proben
Da der bisher angewendete Hemmstofftest bei einigen Antibiotikagruppen die gesetzlich erforderlichen Nachweisempfindlichkeiten nicht erreichte, kommt seit 1. Juli 2020 in Bayern der sensiblere Test BRT hi-sense der Firma Analytik in Milch GmbH (München), einer gemeinsamen Unternehmung des Milchwirtschaftlichen Vereins Baden-Württemberg e.V und des Milchprüfring Bayern e.V., zum Einsatz. Auch wenn mit diesem Test möglicherweise vorhandene Rückstände sensibler nachgewiesen werden, zeigen die Zahlen, dass die bayerischen Milcherzeuger die Informationen und Diskussionen im Vorfeld der Einführung gut aufgenommen und in ihre tägliche Routine umgesetzt haben, da gegenüber dem Vorjahr kaum mehr hemmstoffpositive Proben zu verzeichnen sind.
Wie die Grafik zeigt zeigt, kam es zwar durch den Einsatz des BRT hi-sense ab Juli erwartungsgemäß zu einer Erhöhung der positiven Nachweise von Hemmstoffen, das Niveau des Vorjahres wird aber kaum übertroffen und im Vergleich mit den Jahren 2018 und früher wurden trotz sensibleren Testsystems deutlich weniger positive Ergebnisse ermittelt. Ein großer Erfolg für die Qualitätsarbeit der bayerischen Milcherzeuger!
Abschließend ist festzuhalten, dass die Ziele der Umstellung bei der Hemmstoffuntersuchung in Bayern erreicht wurden: ein Mehr an Sicherheit durch lückenlosere Untersuchung ohne zusätzliche Belastungen für unsere Milcherzeuger. Die Verbände der bayerischen Milchwirtschaft haben gemeinsam das Image der Milch im nationalen und internationalen Vergleich gestärkt.
Quelle: MilchPur
Gesunde Klauen sind das Fundament jeder Milchkuh und sorgen für Vitalität und Langlebigkeit. In 90 % der Fälle führen Klauenerkrankungen zu Lamheiten, die erhebliche Verluste in Milchviehbetrieben verursachen können. Das Förderprojekt „KLAUENfitnet“ nimmt sich seit 2015 diesem Thema an und erweitert sein Angebot nun um ein digitales Hilfesystem und ein E-Learning-Programm. So können Landwirtinnen und Landwirte die Klauengesundheit ihrer Milchkühe noch besser fördern und Lahmheiten effektiver behandeln. Auf welche Anzeichen Sie achten müssen, um Veränderungen des Gangbildes bei Kühen rechtzeitig zu entdecken, erläutert anschaulich das neue E-Learning Modul von KLAUENfitnet.
Häufig werden Lahmheiten zu spät entdeckt. Schwerwiegende und schmerzhafte Klauenerkrankungen sind die Folge, die enorme finanzielle Verluste nach sich ziehen. Entscheidend für eine gute Klauengesundheit ist das frühzeitige Erkennen lahmer Tiere und eine rasche Behandlung. Erste Anzeichen für eine beginnende Lahmheit sind mit etwas Übung leicht zu erkennen. Mit Hilfe der Bewegungsbeurteilung (Locomotion Scoring), ein bewährtes Verfahren nach Sprecher et al., lassen sich Veränderungen in der Körperhaltung und der Bewegung der Tiere auf einer fünfstufigen Skala bonitieren.
Klauengesundheit nachhaltig verbessern
Das Projektteam von KLAUENfitnet hat sich zum Ziel gesetzt, die Klauengesundheit in der Milchviehhaltung nachhaltig zu verbessern und im bereits bestehenden E-Learning KLAUENfitnet ein neues Modul zur Lahmheitsfrüherkennung entwickelt. In dem Modul „Bewegungsbeurteilung bei Kühen“ werden die Veränderungen im Bewegungsbild der Kühe erläutert und in kurzen Videoeinheiten anschaulich dargestellt. Zum Abschluss haben die Nutzer die Möglichkeit, selbst Kühe zu bewerten, sich in der Bewegungsbeurteilung zu testen und das Gelernte direkt anzuwenden. Ein Merkblatt sowie ein Erfassungsbogen runden das Angebot ab und ermöglichen einen direkten Einsatz im Stall.
Das E-Learning ist kostenfrei unter Klauenfitnet aufrufbar. In verschiedenen Modulen steht den Nutzern dort umfangreiches Wissen zur Klauenpflege sowie zu verschiedenen Klauenerkrankungen und dem Klauengesundheitsmanagement zur Verfügung. Viel Spaß beim Anschauen und Lernen!
Hintergrund und Förderung
Die Entwicklung des innovativen Betriebshelfers und des E-Learning Tools ist auf zwei Forschungsprojekte aufgeteilt: Das Projekt KLAUENfitnet wurde im Programm zur Innovationsförderung des Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und des Zweckvermögens des Bundes bei der Landwirtschaftlichen Rentenbank gefördert. Die Förderung des Folgeprojekt KLAUENfitnet 2.0 erfolgt über die Deutsche Innovationspartnerschaft Agrar (DIP) mit Mitteln aus dem BMEL-Programm zur Innovationsförderung. Beide Projekte werden bzw. wurden vom Projektträger Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (ptble) fachlich betreut. Der Verbund besteht aus dem Deutschen Verband für Leistungs- und Qualitätsprüfungen e. V. (DLQ), der Data Service Paretz GmbH (DSP), der Freien Universität Berlin, der Lemmer-Fullwood GmbH, dem Landeskuratorium der Erzeugerringe für tierische Veredelung in Bayern e.V. und den Vereinigten Informationssystemen Tierhaltung w. V. (vit).
Die Deutsche Innovationspartnerschaft (DIP) Agrar fördert neue Ideen aus der Forschung und Entwicklung mit dem Ziel, die Marktreife zu erlangen und damit den Eingang in die landwirtschaftliche Praxis zu finden. Die vom BMEL eingerichtete Geschäftsstelle in der BLE koordiniert die DIP-Arbeit.
Quellen: Pressemeldung DLQ 08.12.2020 und BLE
Im Juli meldete das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL), dass die Menge der in der Tiermedizin abgegebenen Antibiotika in Deutschland im Jahr 2019 erneut zurückgegangen ist. Sie sank im Vergleich zum Vorjahr um 52,2 auf 670 Tonnen, das sind 7,2 Prozent weniger als im Jahr 2018. Die Abgabemenge erreichte damit das niedrigste Niveau seit der ersten Erfassung im Jahr 2011 mit 1.706 Tonnen. Das entspricht einem Rückgang in diesem Zeitraum von 60,7 Prozent. Hervorzuheben ist, dass die abgegebenen Mengen der Fluorchinolone sowie Cephalosporine der 3. und 4. Generation auf den niedrigsten Wert seit 2011 sanken. Seit 2014 wird neben den Abgabemengen auch die Therapiehäufigkeit mit Antibiotika bei Masttieren bestimmt. Landwirte sind verpflichtet, jede Behandlung über die Wirktage des Mittels zu dokumentieren.
Um weiterhin aktiv die Entwicklung antimikrobieller Resistenzen zu bekämpfen, sollte Ziel sein, mittels eines umfassenden Tiergesundheitsmanagements Krankheiten vorzubeugen und die Behandlung mit Antibiotika auf das notwendige Maß zu beschränken. Bei den Konzepten zur Prävention von Krankheiten spielen deshalb Impfstoffe und auch immunmodulierende Tierarzneimittel eine bedeutende Rolle. Eine dem Tier angemessene Versorgung mit geeigneter Fütterung und Haltung sowie Diagnostika, die eine frühzeitige Erkennung von Erkrankungen ermöglichen, tragen ebenfalls dazu bei, Tiere gesund zu halten. Maßnahmen zur Infektionskontrolle und Vermeidung eines Resistenztransfers auf dem landwirtschaftlichen Betrieb sowie in vor- oder nachgelagerten Stufen der Lebensmittelkette komplettieren das Bild, um den Verbraucher mit hochwertigen Lebensmitteln vom Tier zu versorgen. Zu beachten bleibt, dass auch bei bester Hygiene und Prävention Tiere nach wie vor krank werden und behandelt werden müssen, wenn erforderlich auch mit Antibiotika.
Mit der neuen EU-Tierarzneimittel-Verordnung verbinden sich weitere Erwartungen. So soll die Verfügbarkeit von Tierarzneimitteln in den Ländern der Europäischen Union größer, der Anreiz für Innovationen gesteigert und der Kampf gegen Antibiotikaresistenzen verstärkt werden. Die Verordnung soll ab dem 28. Januar 2022 zur Anwendung kommen. Sie sieht u.a. vor, dass besonders kritische Antibiotika künftig der Humanmedizin vorbehalten sein sollen.
Ein europäisches Experten-Gremium hat bereits Empfehlungen zu diesen Kriterien und zur Kategorisierung der Antibiotika in vier Gruppen formuliert, nämlich „A: Vermeiden“, „B: Einschränken“, „C: Vorsicht“ und „D: Umsichtig“. Wichtiges Ziel ist es dabei, künftige Therapieoptionen für die Tiermedizin zu erhalten. Experten betonen, dass darüber hinaus neue Antibiotika entwickelt werden müssten. Intensiv arbeiten Wissenschaftler daran, die Mechanismen der Resistenzentwicklung und die Übertragungswege zu verstehen.
Erwartet wird, dass sich hieraus ergebende Ansatzpunkte für neue Antibiotika der Humanmedizin vorbehalten bleiben werden. Das neue Wissen wird aber auch genutzt, um bekannte Wirkstoffe zu optimieren oder andere Konzepte zur Kontrolle oder zu Alternativen weiterzuentwickeln.
Tiergesundheit trägt in entscheidendem Maß zu einer produktiven und damit ressourcenschonenden Tierhaltung in der Landwirtschaft bei. Gesunde Tiere verbrauchen weniger Ressourcen wie Futter, Wasser und damit Fläche mit der Folge, dass weniger Gülle und Emissionen anfallen. Je intensiver die Haltung und je gesünder die Tiere, desto stärker werden die Einspareffekte.
Laut FAO und der Welttiergesundheitsorganisation (OIE) machen krankheitsbedingte Verluste etwa 20 % der Gesamtproduktion aus. Ein Beispiel: Mastitis-Management und Impfung verbessern die Gesundheit und das Wohlbefinden von Milchkühen. So können wirtschaftliche Einbußen von 375 kg Milchertrag bzw. bis zu 182 € pro Kuh/Jahr vermieden werden. Antibiotika sollen jedoch nicht als „billiges Produktionsmittel“ eingesetzt werden, sondern dienen der Behandlung kranker Tiere. Die prophylaktische Anwendung von Antibiotika ist verboten. Auch als sogenannte Leistungsförderer dürfen sie in der Europäischen Union bereits seit 2006 nicht mehr eingesetzt werden.
Der Bundesverband für Tiergesundheit e.V. (BfT) vertritt die führenden Hersteller von Tierarzneimitteln (Pharmazeutika und Biologika), Diagnostika und Futterzusatzstoffen in Deutschland. Die Mitgliedsunternehmen sind in der Entwicklung, Herstellung und Vermarktung dieser Produkte aktiv und repräsentieren dabei mehr als 95 % des deutschen Marktes. Der BfT ist korporatives Mitglied im Verband der Chemischen Industrie (VCI), im Weltverband der Tiergesundheitsindustrie (HealthforAnimals) und im europäischen Verband der Tiergesundheitsindustrie (AnimalhealthEurope).
Die Verbände der bayerischen Milchbranche haben sich darauf verständigt, ab 1. Juli 2020 für den Hemmstoffnachweis in der Anlieferungsmilch einen neuen Test anzuwenden. Mit der Anwendung des BRT hi-sense wird für alle Lebensmittelunternehmer in Bayern - Milcherzeuger und Molkereien - bezüglich der Einhaltung der gesetzlich vorgeschriebenen Höchstrückstandsmengen für Antibiotika Rechtssicherheit geschaffen.
Zu den wichtigsten Fragen in diesem Zusammenhang wurden gemeinsam Antworten (FAQs) formuliert.
1. Was ist der BRT hi-sense und wofür wird er eingesetzt?
Der Brillantschwarz-Reduktionstest (BRT) „BRT hi-sense“ der Firma Analytik in Milch GmbH (AIM) dient zum Nachweis von Hemmstoffen und Tierarzneimittel-Rückständen in der Milch.
2. Warum wird der BRT hi-sense eingeführt?
Aufgrund des EU-Lebensmittelhygienerechts ist jeder Lebensmittelunternehmer seit 2006 zur Einhaltung der festgelegten Rückstandshöchstmengen (Maximum Residue Limits - MRLs) verpflichtet. Für Deutschland ist seit 2008 die Milch-Güteverordnung (MilchGüV) nationales Kontrollregime zur Umsetzung dieser Verpflichtung. Mit der anstehenden sich jedoch immer weiter verzögernden Novellierung der MilchGüV (letzte Novellierung 2010) werden bundesweit verpflichtende grundsätzliche Vorgaben zur Untersuchung auf Hemmstoffe getroffen. Der BRT hi-sense erfüllt hierbei alle Anforderungen an die künftig in der RohmilchGütV gesetzlich vorgeschriebenen Untersuchungen in Anlage 2 Abschnitt D Nr. 1*. Der derzeit üblicherweise eingesetzte Hemmstoffnachweis weist hinsichtlich der Anforderungen des EU-Rechts Schwächen bei der Nachweisempfindlichkeit verschiedener Substanzgruppen auf. Mit der Einführung des BRT hi-sense werden die Anforderungen der aktuell gültigen MilchGüV sowie des EU-Rechts (auf MRL-Niveau) erfüllt, und es wird somit Rechtssicherheit geschaffen.
3. Worin liegt der Unterschied zum aktuellen Test für Hemmstoffnachweise?
Der BRT hi-sense erfasst im Vergleich zum aktuellen BRT Hemmstofftest bestimmte Hemmstoffgruppen wie Sulfonamide, Makrolide, Aminoglycoside oder Tetracycline sensitiver. Übrigens: Weder der aktuelle Hemmstofftest, noch der BRT hi-sense reagieren bei guter fachlicher Praxis auf Reinigungsmittel.
4. Werden durch den Einsatz des BRT hi-sense eine höhere Anzahl von positiven Hemmstofffällen auftreten?
Da bestimmte Hemmstoffe besser erfasst werden, kann es bei einer 1:1 Betrachtung der beiden Testsysteme zu einer höheren Anzahl von Befunden kommen. Laut Milchprüfring Bayern e.V. lag die Häufigkeit von positiven Befunden 2019 bei 0,0147 %. In 2019 erhielten bei ca. 1,37 Millionen untersuchten Proben in Bayern 157 Betriebe Hemmstoffabzüge. Aus diesen Zahlen geht hervor, dass in Bayern nur eine sehr geringe Zahl von Hemmstoffbefunden vorliegt und die Milcherzeuger sehr verantwortungsvoll mit diesem Thema umgehen. Nähere Informationen zu Auswertungen des Milchprüfrings finden Sie unter: https://www.mpr-bayern.de/de/Infothek#mpr_download_238