Nutzung der App mpr-mobil

Sie nutzen wie knapp 10.000 andere Landwirte die App mpr-mobil des Milchprüfring Bayern e. V. oder überlegen sich, diese auf Ihrem mobilen Endgerät zu installieren? Dann haben wir hier für Sie die Funktionen und Vorteile der mpr-mobil App zusammengefasst.

Wenn Ihre Milch beim Milchprüfring Bayern e. V. untersucht wird und Sie einen gültigen Benutzerzugang für den Kundenbereich auf unserer Homepage haben, dann können Sie sich mit diesen Zugangsdaten auch in der für Sie kostenlose mpr-mobil App anmelden. Ihre Laborergebnisse haben Sie dann immer dabei und können diese jederzeit abrufen. Die mpr-mobil App ist sowohl auf dem Smartphone als auch auf dem Tablet nutzbar. Weitere Infos zur Registrierung im Kundenbereich finden Sie unter https://www.mpr-bayern.de/Anmeldung.

Um auf Ihrem Smartphone alle Ergebnisse der Laboruntersuchung auf einen Blick zu haben, empfiehlt sich die mpr-mobil App im Querformat zu nutzen. Hier werden alle Laborergebnisse Ihrer Sonder-, Güte-, und Betriebsproben detailliert nebeneinander aufgeführt.
 

Neu ist auch, dass Sie die Ergebnisse des PAG-Testes aus Milch zur Trächtigkeitsuntersuchung über die App abrufen können. Auch dient die App als offizieller Benachrichtigungsweg für Grenzüberschreitungen. Informationen, die bereits heruntergeladen wurden, sind jederzeit auch im offline-Modus verfügbar.

Alle Informationen für die Voraussetzungen zur Nutzung der App und zu den push-Mitteilungen finden Sie unter https://www.mpr-bayern.de/de/Auskunftssysteme/mpr-mobil---die-App-des-Milchpruefring.
Eine Downloadanleitung und ein Infoblatt für mpr-mobil finden Sie in der Infothek des Milchprüfring Bayern e. V.

                                                                                                                                                                           

Außendiensttätigkeiten des mpr in Zeiten von Corona-Virus COVID-19

Neben der Absage zahlreicher Veranstaltungen, der Schließung von Kitas, Schulen und anderer öffentlichen Einrichtungen wird dringend empfohlen, alle sozialen Kontakte so weit möglich zu vermeiden. Auf jeden Fall müssen die bekannten Hygienemaßnahmen befolgt werden um eine Virusübertragung und damit eine mögliche Infektionskette zu verhindern.

An den mpr wird häufig die Frage gestellt, ob in dieser Situation nicht unsere Außendiensttätigkeit eingestellt werden sollte. Wir bewerten ständig die Lage neu und sehen aktuell fachlich keinen Vorteil, wenn wir unsere Arbeit einstellen würden, im Gegenteil. Unsere Außendienstmitarbeiter sind geschult, was die Vermeidung von Tierseuchen angeht. Sie kennen alle Maßnahmen auch bezüglich des Corona-Virus, um Risiken zu vermeiden. Es gibt bis dato keinen Erkrankungsfall unter mpr-Mitarbeitern und unsere Mitarbeiter haben strikte Anweisung beim Auftreten von Symptomen, die auf eine Corona-Infektion hindeuten könnten, alle nötigen Vorsichtsmaßnahmen zu treffen und insbesondere zuhause zu bleiben und keine Außenkontakte mehr zu haben.

Der mpr hat als Teil der Lebensmittelwirtschaft auch in Krisenzeiten für sichere Lebensmittel zu sorgen und damit auch zur Versorgungssicherheit der Bevölkerung beizutragen, wie auch alle Milcherzeuger und Molkereien und deren Mitarbeiter. Wir nehmen diese Verantwortung mit professionellem Know-how wahr und bitten Sie, uns dabei zu unterstützen.

Bei Fragen wenden Sie sich gerne an mich (cbaumgartner@mpr-bayern.de).

Dr. Christian Baumgartner – Geschäftsführer

1.000.000 PAG-Tests aus Milch - Trächtig oder nicht?

 

 

Wolnzach/München – Im Labor des Milchprüfring Bayern e.V. (mpr) wurden bis 09.03.2020 eine Million PAG-Tests aus Milch untersucht. Weltweit wurde somit die größte Anzahl der PAG-Proben im mpr-Labor in Wolnzach analysiert. Auch die vollautomatische PAG-Anlage zur Untersuchung der Proben ist international einmalig. Damit hat der mpr ein Novum im Bereich Trächtigkeitsuntersuchung geschaffen.

Der PAG-Test aus Milch ist innerhalb kurzer Zeit zum Erfolgsmodell geworden und erhält von den Landwirten größten Zuspruch. Kein Wunder, denn bereits ab dem 28. Tag nach der Besamung und 60 Tage nach der letzten Abkalbung kann die Trächtigkeit einfach und unkompliziert über die Milch bestimmt werden.

 

 

Der größte Anteil der Proben (95 Prozent) läuft über die Milchleistungsprüfung des LKV Bayern e. V.. Das Landeskuratorium bietet den PAG-Test in vier Varianten an:

•        KuhPM (Test für einzelne Kuh innerhalb des Probemelkens (PM)),

•        KuhEinzel (Test für einzelne Kuh außerhalb des PM),

•        HerdePlus (automatischer Frühträchtigkeitstest + Bestätigungstest) und

•        HerdeComfort (automatischer Frühträchtigkeitstest + Bestätigungstest sowie zusätzlichem Spätträchtigkeitstest ab dem 160. Trächtigkeitstag).

Der Milchprüfring Bayern e.V. bietet den Landwirten zusätzlich Einzelproben zur Untersuchung im 10er-Set an. Der PAG-Test ist auch für Ziegen und Schafe geeignet.

Seit 2014 bieten der Milchprüfring Bayern e. V. und das LKV Bayern e.V. den PAG-Test aus Milch an. Der PAG-Test aus Milch ist ein Labortest (ELISA) zum Nachweis von Glykoproteinen (Pregnancy-Associated Glycoprotein = PAG) in Kuh-, Ziegen- und Schafmilch. PAG´s werden ausschließlich in der Trächtigkeit gebildet. Alle Informationen rund um den PAG-Test aus Milch finden Sie auf der Homepage des Milchprüfring Bayern e.V. sowie auf der Seite des Lan­des­ku­ra­to­ri­um der Er­zeu­ger­ringe für tier­i­sche Ver­e­de­lung in Bayern e.V..

 

Über den Milchprüfring Bayern e.V.
Der Milchprüfring Bayern e.V. ist ein Pionier in der Rohmilchanalytik. An seinem zentralen Standort in Wolnzach betreibt er eines der größten Rohmilchlabore weltweit, das jährlich aus mehr als 16 Mio. Proben über 100 Mio. validierte Analysenergebnisse ermittelt. Ob im staatlichen Auftrag oder als Dienstleister für Molkereien und Milcherzeuger - alle Prüfaufträge zur Sicherung von Prozess- und Produktqualität werden neutral und effizient ausgeführt. Der mpr engagiert sich bei der Entwicklung innovativer Methoden und unterstützt Projekte zur Verbesserung der Informationsgrundlage für das Management von Milcherzeugerbetrieben, insbesondere im Hinblick auf die Förderung von Tiergesundheit und Tierwohl.

 

Über das Landeskuratorium der Erzeugeringe für tierische Veredelung in Bayern e.V.:
Das LKV Bayern e.V. ist ein wichtiger Partner für Bayerns Tierhalter. Durch Qualitäts- und Leistungsprüfungen erhalten die Landwirte vielfältige Kennzahlen über Leistung, Fitness und Fruchtbarkeit der Tiere. Die Daten sind ein wichtiges Werkzeug für das erfolgreiche Herdenmanagement. Das umfangreiche Beratungsangebot der LKV Beratungsgesellschaft mbH unterstützt die Landwirte dabei, die Daten zu lesen und zu nutzen. Das LKV Bayern e.V. betreut ca. 18.000 Milchviehbetriebe mit rund 1. Mio. Kühe im Rahmen der Milchleistungsprüfung.

 

Das Bild (v. l. n. r.) zeigt den Geschäftsführer des mpr, Dr. Christian Baumgartner,
die Vorstände Dr. Karl Kunz, Dr. Johann Meier, Bereichsleiterinnen Christine Röhrl
und Kerstin Karl sowie den 1. Vorsitzenden Alfred Enderle vor dem Roboter zur
Untersuchung der PAG-Tests.
  

 

Kontakte:

Milchprüfring Bayern e.V.
Eva Herz
Kommunikation & Marketing
Tel:    +49 8442 9599-242
Mobil: +49 172 89 83 491
E-Mail: eherz@mpr-bayern.de

 

LKV Bayern e.V.
Dr. Sonja Hartwig-Kuhn
Referentin für Presse und PR
Tel:    +49 89 544 348-37
Mobil: +49 152 388 505 63
E-Mail: sonja.hartwig@lkv.bayern.de                                                                                                                                                                                

Korrektes Veröden der Hornanlagen bei Kälbern

Bei der QM-Milch Begehung wird auch die korrekte Verödung der Hornanlagen abgeprüft. Der genaue Wortlaut im QM-Prüfbericht dazu lautet: Enthornen bei Kälbern unter sechs Wochen (Verödung der Hornanlage) erfolgt mittels Einsatz schmerzreduzierter Maßnahmen. Die CC-Richtlinie schreibt vor, dass die Enthornung bei Kälbern bis zu einem Alter von sechs Wochen unter Einsatz von Schmerzmitteln und eine Sedativa (Beruhigung) zu erfolgen hat, um alle Möglichkeiten zur Minderung von Schmerzen und Leiden auszuschöpfen. Die entsprechenden Tierarzneimittel müssen gemäß Behandlungsanweisung des Tierarztes angewendet und deren Anwendung dokumentiert werden. Erfolgt die Verödung der Hornanlagen bei Kälbern über sechs Wochen, muss der Tierarzt eine Betäubung durchführen.

Weitere Informationen sowie eine Bildergalerie mit genauer Beschreibung der Verödung finden Sie auf unser Milchpur-Plattform.

Jahresauswertungen für 2019

Jedes Jahr werten wir beim Milchprüfring Bayern e.V. umfassende Daten aus, um Ihnen einen Überblick zu geben, wie sich z.B. die Zellzahlen in den einzelnen Regierungsbezirken verändert haben. Diese Statistiken stellen wir Ihnen jährlich in unserer Infothek zur Verfügung, so dass Sie sich jederzeit informieren können. Falls Sie spezielle Auswertungen benötigen, können Sie uns über das Kontaktformular direkt kontaktieren.

 

Aktuell bieten wir für das Jahr 2019:

    Fett-; Eiweiß-; Gefrierpunkt-Auswertung für den Gesamt-mpr (inkl. Ausland).

    Diese beinhalten Deutschland, Deutschland ohne Bayern, Bayern nach Regierungsbezirken, Österreich,

    Tschechien und Polen.

    Güte- Bezahlklassen-Auswertung

    Hemmstoffabzüge absolut und in %

    Milcherzeuger

    Zellauswertung für den Gesamt-mpr (inkl. Ausland)

   Diese beinhalten Deutschland, Deutschland ohne Bayern, Bayern nach Regierungsbezirken, Österreich, Tschechien und Polen.

 

Die Jahresauswertungen gehen bis in Jahr 2010 zurück, so dass umfangreiche Vergleiche möglich sind. Weiterhin finden Sie in unserer Infothek Informationsmaterialen, Broschüren, Flyer und Veröffentlichungen.

 

Aktuelle Auswertungen zum jeweiligen Monat finden Sie unter Monatsstatistik - Jahresfortschreibung.

Kreuzkräuter - ein Problem auch für Milchviehbetriebe

Das Wasserkreuzkraut ist in Bayern weit verbreitet und auf Grund seiner biologischen Eigenschaften insbesondere auf ökologisch bewirtschafteten Flächen nur schwer zu bekämpfen. Während Rinder die Aufnahme der Pflanzen auf der Weide meiden, können die Tiere die Pflanzenbestandteile in Heu oder Silage nicht aussortieren. Problematische Inhaltsstoffe sind sogenannten Pyrrolizidinalkaloide, die vorrangig die Leber schädigen, aber auch als möglicherweise erbgutverändernd und krebserzeugend eingestuft werden.

Obwohl man davon ausgeht, dass bei gutem Management keine Kreuzkräuter ins Milchviehfutter gelangen, wurden bei zwei europäischen Untersuchungen von Konsummilch aus dem Handel in 6 % der Proben Pyrrolizidinalkaloide in sehr geringen Konzentrationen nachgewiesen. Unbekannt ist dabei, ob diese Befunde auf einzelne Betriebe zurückzuführen sind oder viele Betriebe eine unterschwellige Belastung aufweisen, die möglicherweise auch auf andere Pflanzen als Kreuzkräuter zurückzuführen sein könnte.

Dieser Frage soll im Rahmen des groß angelegten Projektes „PA-SAFE-FEED“ nachgegangen werden, das aus Mitteln des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert wird. Projektträger ist die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) im Rahmen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau und anderer Formen nachhaltiger Landwirtschaft.

Hierzu werden in Bayern und Schleswig-Holstein Milchviehbetriebe mit Dauergrünland gesucht, die bereit sind ihre Milch und ggf. Futterproben auf PA-Rückstände untersuchen zu lassen. Ziel ist, konventionell und ökologisch wirtschaftende Betriebe einzubeziehen und sowohl bei Weidehaltung als auch während der Winterfütterung zu beproben.

In weiteren Projektteilen werden unter kontrollierten Bedingungen die Auswirkungen auf die Tiergesundheit geprüft, da es keine zuverlässigen Daten zu unkritischen Dosierungen gibt. Dabei sind am Max Rubner-Institut auf der Versuchsstation Schädtbek (Schleswig-Holstein) auch Versuche an kleinen Wiederkäuern geplant, da diese im Vergleich zu Rindern weniger empfindlich sind und z.B. Schafe die Pflanzen weniger stark meiden. Entsprechende Studien an Rindern finden in Braunschweig auf der Versuchsstation des Friedrich Löffler-Instituts statt. Ein möglicher Transfer von Pyrrolizidinalkaloiden aus dem Futtermittel in die Milch bzw. ins Fleisch soll vom Lehrstuhl für Lebensmittelsicherheit der Ludwig-Maximilians-Universität München untersucht werden.

An dem Projekt sind als Forschungseinrichtungen neben der Ludwig-Maximilian-Universität München das Max-Rubner-Institut in Kiel und Kulmbach, das Friedrich-Löffler-Institut in Braunschweig sowie das Bundesinstitut für Risikobewertung in Berlin beteiligt. Unterstützt wird das Projekt aus der Praxis vom Milchprüfring Bayern e.V. sowie der Milcherzeugervereinigung Schleswig-Holstein e.V., dem Bioland-Verband in Schleswig-Holstein und der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein.

 

Ansprechpartner:

Florian Kaltner, Lehrstuhl für Lebensmittelsicherheit, LMU München, Tel. 089-2180-78524, florian.kaltner@lmu.de

Dr. Christoph Gottschalk, Lehrstuhl für Lebensmittelsicherheit, LMU München, Tel. 089-2180-78526, christoph.gottschalk@lmu.de

Die betriebliche Eigenkontrolle im Milchviehbetrieb erleichtern

Jeder Landwirt ist im Rahmen der sogenannten betrieblichen Eigenkontrolle dazu verpflichtet, das Wohlergehen seiner Tiere regelmäßig zu beurteilen. So will es das Tierschutzgesetz. Konkrete Vorgaben, welche Indikatoren hierfür geeignet sind, fehlen jedoch. Um aus der Branche heraus geeignete Indikatoren für die Milchviehhaltung festzulegen und damit in Zukunft nicht nur die betriebliche Eigenkontrolle zu unterstützen, sondern auch die Grundlage für ein flächendeckendes Tierwohlmonitoring zu schaffen, wurde Q Check initiiert. Dabei stützt sich Q Check ausschließlich auf Indikatoren aus bestehenden Datenquellen, wie der Milchleistungs- und Milchgüteprüfung, dem Herkunftsinformationssystem Tier (HI-Tier) sowie dem Qualitätsmanagementsystem Milch (QM-Milch).

Austausch essenziell - Q Check im Dialog
In einem aufwendigen Verfahren wurden vom Thünen-Institut über 200 Experten aus Praxis, Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft in die Indikatorenauswahl einbezogen. In einer zweistufigen Delphi-Befragung waren sie aufgerufen, ihre Einschätzung zum Nutzen potenzieller Indikatoren abzugeben. Parallel dazu befragte die Hochschule Osnabrück im Rahmen einer Stakeholderanalyse 50 Experten nach ihren persönlichen Erwartungen und Blickwinkeln zum Thema Tierwohl.
Je zwei Ergebnisworkshops und Round-Table-Gespräche in Frankfurt und Berlin, während derer jene Indikatoren mit der größten Zustimmung erneut diskutiert und wenn nötig angepasst wurden, komplettierten den Austausch der Experten und Branchenvertreter. So konnte die Meinung der Branche aufgegriffen, ausgewertet und widergespiegelt werden.

Wichtiger Meilenstein erreicht
Kürzlich wurde der erste Teil des Indikatorensets final bestätigt und damit ein wichtiger Meilenstein im Projekt erreicht. Folgende Indikatoren haben das Rennen gemacht und sind laut Q Check für die Bewertung relevanter Tierwohlaspekte auf Basis bereits bestehender Analyse- und Datenerfassungssysteme geeignet:

  • Anteil der Kühe in der Herde mit einem Milchzellgehalt ≤ 100.000 bzw. > 400.000 Zellen/ml
  • Erstlaktierendenmastitisrate
  • Neuinfektionsrate sowie die Heilungsrate in der Trockenperiode
  • Neuinfektionsrate in der Laktation
  • Anteil euterkranker Tiere mit schlechten Heilungsaussichten
  • Anteil der Kühe in der Frühlaktation mit einem Fett-Eiweiß-Quotienten ≥ 1,5 bzw. < 1,0
  • Merzungsrate
  • Nutzungsdauer (der gemerzten Kühe)
  • Anteil Totgeburten und Kälberverluste bis Tag 7
  • Mortalität bei Kühen und Kälbern.

Je nach Datenquelle können zwischen 88 und 100 % der Milchkühe in Deutschland über die genannten Indikatoren abgedeckt werden. Diese Reichweite ist einzigartig und unterscheidet das Vorhaben von allen vergleichbaren Projekten zur Tierwohlerfassung.
Der zweite Teil des Sets beinhaltet ressourcen- und managementbasierte Indikatoren aus dem QM-Milch-System. Im Rahmen der Befragung wurden diese Indikatoren zwar grundsätzlich befürwortet, für die betriebliche Eigenkontrolle korrespondieren sie in der Erhebungsfrequenz aber nicht mit den ausgewählten Indikatoren.

„Für uns steht der Landwirt im Mittelpunkt. Es war uns wichtig, die Durchführung der betrieblichen Eigenkontrolle effizient und praxisnah zu unterstützen, daher nutzen wir den Vorteil der Milchviehbranche und greifen auf etablierte und deutschlandweit vereinheitlichte Analyse- und Erfassungssysteme zurück“, erklärt Sabrina Hachenberg vom Deutschen Verband für Leistungs- und Qualitätsprüfungen e.V. im Namen des Projektkonsortiums. „Mit der Unterstützung vieler und im Dialog können wir nicht nur einen wesentlichen Beitrag für das Herdengesundheitsmanagement und die betriebliche Eigenkontrolle liefern, sondern darüber hinaus einen proaktiven Vorschlag für ein nationales Tierwohlmonitoring.“


Digital verknüpft
Die relevanten Indikatoren werden unter der Voraussetzung, dass der Landwirt seine Zustimmung hierfür erteilt, automatisch im sogenannten Q Check-Report aufbereitet. Zum Projektende im Juni 2020 sollen alle Vorarbeiten so weit vorangetrieben worden sein, dass der Q Check-Report dem Betrieb als Onlinetool zur Verfügung gestellt werden kann. Der Landwirt erhält im Onlinetool die Möglichkeit, seine Ergebnisse mit den Indikatorenwerten ähnlich strukturierter Betriebe zu vergleichen.

Derzeit wird an dem zugehörigen Bewertungsrahmen gearbeitet: einer intelligenten Verknüpfung von status quo-basierten Ergebnissen mit normativen Ziel- und Alarmwertsetzungen. So werden die im Rahmen der Befragung ermittelten Vorschläge für Ziel- und Alarmwerte anhand von Massendaten in den Kontext der Lebensrealität gestellt; ein Ansatz, der von Verbandsvertretern und Wissenschaftlern breite Zustimmung erhielt.
„Unser Ziel war es, aus bestehenden Datenquellen bereits vorliegende, aussagekräftige und wissenschaftlich fundierte Indikatoren zur Beurteilung des Tierwohls in der Milchviehhaltung auszuwählen, aufzubereiten und zusammenzuführen, um so den Betrieb in seinem Herdengesundheits- bzw. Tierwohlmanagement zu unterstützen. Gleichzeitig wird so auch die Grundlage für ein flächendeckendes Tierwohlmonitoring geschaffen“, so Jan Brinkmann, Projektpartner vom Thünen-Institut.

 

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage.

 

wird aus Mitteln des BMEL gefördert. Projektpartner sind die Hochschule Osnabrück, das Landeskuratorium der Erzeugerringe für tierische Veredelung in Bayern e.V., die Ludwig-Maximilians-Universität München, das Thünen Institut und Vereinigte Informationssysteme Tierhaltung w. V.; in Kooperation mit den Landeskontrollverbänden und Milchprüfringen koordiniert der Deutsche Verband für Leistungs- und Qualitätsprüfungen e.V. das Projekt.

 

Knapp 10.000 Landwirte nutzen mpr-mobil

Ob auf dem Feld oder im Stall – mit der App mpr-mobil haben Sie immer und überall einen noch schnelleren und einfacheren Zugriff auf Ihre Analyseergebnisse. Dieser Service ist für Sie komplett kostenfrei.

Durch die App mpr-mobil haben Sie einen schnellen und bedienerfreundlichen Zugriff auf Ihre Sonder-, Güte-, und Betriebsproben. Sie können auch die Ergebnisse des PAG-Test aus Milch (Trächtigkeitsuntersuchung) über die App abrufen. Ein besonderes Highlight sind unsere kostenlosen push-Mitteilungen. Diese zeigen Ihnen an, dass neue Werte für Sie vorliegen. Weiterhin gilt die App als offizieller Benachrichtigungsweg für Grenzwertüberschreitungen.

Informationen, die bereits heruntergeladen wurden, sind jederzeit auch im offline-Modus verfügbar.

Alle Informationen für die Voraussetzungen zur Nutzung der App und zu den push-Mitteilungen finden Sie auf unserer Homepage.  Eine Downloadanleitung und ein Infoblatt für mpr-mobil finden Sie in der Infothek.

Sollten Sie Hilfe benötigen, können Sie uns jederzeit über unser Kontaktformular oder unter der Telefonnummer 08442-9599-0 erreichen.