Mit Leidenschaft, Fachkompetenz und Charme werden die frisch gewählten Hoheiten die bayerische Milchwirtschaft bei Messen, Presseterminen sowie Fach- und Verbraucherveranstaltungen vertreten und für Milcherzeugnisse aus Bayern werben. Im Auftrag des Verbandes der Milcherzeuger Bayern (VMB) sowie von milch.bayern e.V. repräsentieren sie einen der bedeutendsten und umsatzstärksten Zweige der bayerischen Ernährungswirtschaft.
Bereits am 04. Mai 2026 stellten sich acht Kandidaten in Scheßlitz (Oberfranken) den kritischen Fragen der Jury. Dabei standen insbesondere fundiertes Fachwissen rund um Milcherzeugung und -verarbeitung sowie ein sicheres und sympathisches Auftreten im Fokus. Am Ende konnten zwei Bewerberinnen besonders überzeugen: Die 20-jährige Julia Decker aus Kirchdorf, Landkreis Mühldorf (Oberbayern) wurde am 05. Mai 2026 feierlich zur neuen Milchkönigin gekrönt. Zur Milchprinzessin wurde Annika Riefler (21 Jahre) aus Immenstadt, Landkreis Oberallgäu (Schwaben) ernannt.
Quelle: Bayerischer Bauernverband
Trächtigkeit ohne zusätzlichen Aufwand und ohne Risiko für das Tier bestimmen? Das geht ganz einfach mit dem PAG-Test aus der Milch. Wir bieten Ihnen eine Untersuchung der Trächtigkeit ab dem 28. Tag nach der Besamung an. In unserem Labor können wir spezielle Eiweißbaustoffe nachweisen, die nur während der Trächtigkeit in der Plazenta gebildet werden und auch in die Milch gelangen. Die letzte Kalbung sollte mindestens 50 Tage zurückliegen. Der PAG-Test ist auch für Ziegen und Schafe geeignet.
| letzte Kalbung/Ablammung | Besamung/Belegung | ||||
| Rind | vor mind. 50* Tagen | vor mind. 28 Tagen | |||
| Ziege | vor mind. 80* Tagen | vor mind. 28 Tagen | |||
| Schaf | vor mind. 80 Tagen | vor mind. 35* Tagen |
Ihre Vorteile:
Unser Leistungsumfang für Sie:
Sind Sie Mitglied beim LKV?
Als LKV-Mitgliedsbetriebe können Sie die Trächtigkeitsuntersuchung ohne Mehraufwand im Rahmen der Milchleistungsprüfung (MLP) durchführen lassen. Das LKV Bayern bietet den PAG-Test in vier Varianten an:
Weitere Informationen rund um den PAG-Test aus Milch sowie den Bestellschein finden Sie hier.
Die Milchgüte-Überwachung ist ein zentraler Bestandteil der Qualitätssicherung in der Milchproduktion. In der Praxis tauchen immer wieder Fragen dazu auf, welche Leistungen im Rahmen der gesetzlichen Rohmilchgüte-Prüfung tatsächlich erbracht werden und wie sich die damit verbundenen Kosten im Laufe der Jahre entwickelt haben.
Um Hintergründe, Abläufe und Zusammenhänge besser einordnen zu können, wurde Herr Alfred Enderle, Geschäftsführenden Vorstand des Milchprüfring Bayern e.V., befragt. Er erläutert, wie sich die Kostenstruktur beim mpr zusammensetzen, welche Dienstleistungen wirklich Teil der Güteprüfung sind und weshalb der Milchprüfring im bundesweiten Vergleich eine besondere Rolle einnimmt.
Herr Enderle, in Zeiten sinkender Milchpreise stehen alle Kostenfaktoren für die Milchbauern im Fokus. Wie haben sich die Kosten für die Milchgüte-Überwachung entwickelt?
Die Kosten für alle Tätigkeiten im Bereich der Umsetzung der Milchgüte-Verordnung sind, bezogen auf die Kosten pro kg in Bayern verarbeiteter Milch, die letzten Jahre sehr konstant geblieben. Für das Jahr 2025 liegen wir hier bei 0,094 Cent pro kg. Also unter einem Zehntel Cent pro kg. Blickt man weiter zurück kann festgestellt werden, dass wir z.B. im Jahr 2014 deutlich höhere Kosten hatten.
Was meine Sie denn mit allen Tätigkeiten in diesem Bereich? Hier geht es doch lediglich um die alleinige Untersuchung im Labor, oder?
Nein, da hängt sehr viel mehr dran als die reinen Laborkosten. Darin enthalten sind ebenfalls die Überwachung der korrekten Probenahme an den Sammelfahrzeugen, die Bereitstellung der Probeflaschen, die Reinigung der Probeflaschen, die entsprechende Logistik von und zu den Molkereien, die Überprüfung der Messergebnisse, die Bereitstellung der Ergebnisse und natürlich die eigentliche Untersuchung der Proben im Labor. Der Milchprüfring Bayern bietet somit ein umfangreiches Komplettpaket an - sieben Tage die Woche, auch an Sonn- und Feiertagen, das ganze Jahr hindurch.
Das ist ja doch sehr umfangreich! Dieses Komplettpaket dürfte doch auch in den anderen Bundesländern oder bei anderen Laboren selbstverständlich sein?
Mir ist kein anderer Dienstleister im deutschsprachigen Raum bekannt, der ein vergleichbares Komplettpaket anbieten kann. Wenn man hier also Vergleiche ziehen möchte, sollte man darauf achten nicht Äpfel mit Birnen zu vergleichen.
Haben die Milcherzeuger denn überhaupt einen Vorteil durch diese umfangreiche Dienstleistung?
Der Verein Milchprüfring Bayern ist seit über 90 Jahren ein neutraler und fairer Dienstleister. Die Bauern sitzen mit am Tisch und können sich jederzeit von unserer Arbeit überzeugen. Gerne auch bei einem Besuch in unserem Zentrallabor. Unsere Milcherzeuger schätzen unseren Service sehr. Über unsere modernen Kanäle wie z.B. die mpr-App erhalten sie stets zeitnah ihre Messergebnisse und nutzen diese Daten zur Überwachung der Tiergesundheit und Fütterung. Und die Messergebnisse sind extrem verlässlich - über 300 Plausibilitätsüberprüfungen durchläuft jeder Messwert bevor er freigegeben wird. Damit setzt der Milchprüfring Bayern Qualitätsstandards in der Branche. Das bietet Sicherheit und bildet Vertrauen. Schließlich sind diese Meßwerte ja auch die Grundlage der Bezahlung der hochwertigen Milch unserer Bauern.
Werden für alle Milcherzeuger die gleichen Untersuchungen im Labor durchgeführt?
Grundsätzlich sind die Untersuchungen zur Einhaltung der Rohmilchgüte-Verordnung klar gesetzlich geregelt. Auch wer diese durchführen darf und wer diese zu veranlassen hat. Das ist die gesetzliche „Grundausstattung“ der Untersuchungen, hier sind die Kosten gut vergleichbar unter den Molkereien. Für zusätzliche, von den Molkereien freiwillig veranlasste Dienstleistungen, sieht das anders aus. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Milchkäufern, was z.B. Wünsche zu zusätzlichen Untersuchungen angeht, sind dann ausschlaggebend. Hier entscheiden die Auftraggeber in welchem Umfang Dienstleistungen abgerufen werden.
Können zusätzliche Untersuchungen im Labor allein ausschlaggebend sein für erhebliche Abweichung zu den von Ihnen genannten Kosten?
Erhebliche Abweichungen deutlich über den genannten Beträgen für die Güte-Untersuchung können nur dadurch entstehen, dass verschiedene Bereiche miteinander vermischt werden. Wenn z.B. eine Molkerei im großen Stil die höheren Haltungsformen für ihre Erzeuger öffnet, entstehen natürlich Kosten für Begehungen und Zertifizierungen. Das liegt in der Entscheidung der Verantwortlichen der Molkerei. Dies dann mit der Güteuntersuchung zu vermischen und dem Milchprüfring anzukreiden ist fachlich falsch. Höhere Haltungsformen sind ein Argument in der Vermarktung der Molkereiprodukte. Die Kosten der Zertifizierung der Milchviehbetriebe müssen an den Handel weitergegeben werden können. Würden diese Kosten auf die Bauern übertragen, würde das System auf den Kopf gestellt - das macht keinen Sinn.
Unterm Strich kann man sagen, Milchgüte und Zertifizierung sind zwei Paar Schuhe und sollten nicht vermischt werden.
Genau
Die Kosten pro Untersuchung sind aber in den letzten 15 Jahren sicherlich gestiegen, wie kann es dann sein, dass Sie von relativ konstanten Kosten pro kg Milch sprechen?
Tatsächlich kann sich der Milchprüfring nicht von den allgemeinen Kostensteigerungen komplett abkoppeln. Gerade die letzten Jahre mit der Corona- und Kriegssituation haben hier zu erheblichen Kostensteigerung z.B. bei Treibstoffen und Dienstleistungen wie Reparaturen etc. geführt. Die Inflation zieht auch die Lohnkosten mit nach oben, wie bei allen anderen Dienstleistern und im verarbeitenden Gewerbe. Legt man die Gütekosten auf die bayerischen Betriebe um, also sozusagen auf die Köpfe der Milchbauern, dann sind diese tatsächlich gestiegen. Im Gegenzug steigt aber die durchschnittliche Milchmenge der Betriebe ebenfalls an, was zur Stabilität der Kosten pro kg Milch beiträgt.
Eine abschließende Frage: Also kein Handlungsbedarf beim Milchprüfring zur Kostenreduzierung?
Das ist natürlich nicht so. Wir sind ständig dabei alle Hebel in Bewegung zu setzen, um den Kostendruck zu mindern. Dabei sind alle Bereiche im Blick – von der Logistik über das Labor bis zur Verwaltung. Wir haben hier auch gute Fortschritte gemacht. Vergleicht man unseren Kostenindex mit anderen Dienstleistungsbereichen und z.B. den Kostenentwicklungen für Treibstoffe stehen wir vergleichsweise gut da. Unser Verein hat sich in den letzten 9 Jahrzehnten stets weiterentwickelt. Unser Zentrallabor in Wolnzach ist dafür das beste Beispiel. Früher hatten wir viele Standorte in ganz Bayern, die Zusammenlegung war ein wichtiger Schritt. Heute stehen wir vor weiteren Herausforderungen was z.B. IT-Sicherheit und wachsende bürokratische Anforderungen angeht. Die Optimierung der Abläufe wird immer ein Thema bleiben. Unser Verein bietet hier sowohl den Milcherzeugern als auch den Molkereien die Möglichkeit sich einzubringen und an der Optimierung mitzuwirken.
Vielen Dank für das Gespräch!
Sehr gern!
Mit ihrem traditionellen Schäfflertanz zeigten sie eindrucksvoll, wie lebendig Brauchtum auch heute noch ist. Mit viel Humor und guter Laune begeisterten sie die anwesenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und brachten ordentlich Schwung in den Tag.
Alle sieben Jahre – so will es der Brauch – wird die kalte Jahreszeit in unserer Region durch eine besondere Tradition bereichert: den Schäfflertanz. Heuer war es wieder so weit. Schäffler, Kasperl, Buttengreteln und Musikanten zogen durch die Gegend und führten den traditionellen Tanz mit kunstvollen Figuren, buchsbaumumwickelten Tanzbögen und Reifenschwingern auch bei mpr auf. Die Ursprünge des Schäfflertanzes reichen bis ins Jahr 1517 zurück. Nach dem Ende einer Pestepidemie tanzten die Schäffler-Gesellen erstmals in München, um die verängstigte Bevölkerung aufzuheitern und neues Lebensgefühl zu vermitteln.
Ein schönes Ereignis, das allen Beteiligten noch lange in guter Erinnerung bleiben wird.
Informationen zum BTV-Geschehen sind auf der Homepage des LGL unter folgendem Link verfügbar: INFO
Quelle und Bild: LGL
22.10.2025
Am 29. August 2025 startet in Karpfham wieder die wichtigste Landwirtschaftsmesse in Süddeutschland. Die einzigartige Kombination aus Agrarschau und Volksfest begeistert jedes Jahr Besucher und Aussteller gleichermaßen – und wir sind mittendrin!
Der Milchprüfring Bayern ist zusammen mit der milchZert GmbH vom 29. August bis 02. September 2025 auf der Rottalschau vertreten. Wir beantworten alle Ihre Fragen rund um den Milchprüfring und stellen Ihnen unsere E-Learning-Plattform „RiWi – Rinder Wissen“ vor.
Verpassen Sie auch nicht die Glücksrad-Action: Einmal am Rad drehen und tolle Gewinne erspielen – darunter PAG-Proberöhrchen und Gutscheine für „RiWi – Rinder Wissen“. Vorbeikommen lohnt sich garantiert!
Hier finden Sie uns:
Halle: 5
Standnummer: 1522
Die Rottalschau ist täglich von 08:30 bis 18:00 Uhr geöffnet.
Wir freuen uns auf viele gute Gespräche, spannende Begegnungen und Ihren Besuch an unserem Stand!
Unsere Molkereiinfoveranstaltung war ein voller Erfolg – mit großem Interesse und reger Beteiligung!
Beim Vor-Ort-Termin in Wolnzach durften wir über 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer begrüßen. Nach spannenden Vorträgen – sowohl von unseren Mitarbeitern als auch von externen Gastrednern – gab es angeregte Diskussionen und viele gute Fragen aus dem Publikum. Im Anschluss bestand die Möglichkeit an einer Laborführung teilzunehmen, um einen interessanten Einblick ins Labor zu bekommen – ein Angebot, das ebenalls sehr gut angenommen wurde. Auch die Mittagspause wurde intensiv genutzt, um sich zu vernetzen, ins Gespräch zu kommen und neue Kontakte zu knüpfen.
Am darauffolgenden Dienstag fand dann unser Online-Termin statt, bei dem sich nochmals über 50 Interessierte zugeschaltet haben. Auch hier sorgten die vielfältigen Vorträge und die interaktive Atmosphäre für einen lebendigen Austausch.
Dass so viele den Weg nach Wolnzach gefunden und online teilgenommen haben, zeigt deutlich:
Die Veranstaltung hat sich längst zu einem festen Bestandteil der Branche entwickelt und stößt jedes Jahr aufs Neue auf großes Interesse.
Vielen Dank an alle, die dabei waren – vor Ort oder digital – und zu diesem gelungenen Format beigetragen haben!
Die Lumpy Skin Disease (LSD) ist eine anzeigepflichtige Viruserkrankung bei Rindern, die durch Insekten übertragen wird. Sie verursacht Fieber, Hautknoten und Leistungseinbußen, ist aber für den Menschen ungefährlich.
LSD ist in den meisten afrikanischen Ländern endemisch und wurde seit 2012 im Mittleren und Nahen Osten festgestellt. Im Jahr 2015 wurde die Tierseuche auch aus der Russischen Föderation (Kaukasusregion, Tschetschenien und Dagestan) gemeldet und im August 2015 erstmals in Griechenland diagnostiziert. Im Frühjahr 2016 wurden erste Ausbrüche in Bulgarien und Mazedonien festgestellt. Seit Ende Juni 2025 gibt es 47 Ausbrüche in Frankreich und 37 Fälle in Italien. Diese Entwicklung sei laut FLI sehr ernst zu nehmen und es bestehe ein reales Risiko, dass das Virus auch nach Deutschland eingeschleppt wird.
Das Friedrich-Loeffler-Institut ruft Rinderhalter und Tierärzte in Deutschland dazu auf, wachsam zu sein. Bei Verdacht auf die Lumpy Skin Disease sollte sofort das zuständige Veterinäramt informiert werden. Verdachtsfälle sind dringend abzuklären. Proben von veränderten Hautarealen mit Krusten und Noduli sind am geeignetsten für den Virusnachweis. Blut, Nasen- und Speicheltupfer sind ebenfalls nutzbare Proben, die an das Nationale Referenzlabor für die Lumpy Skin Disease zu senden sind.
Weitere Infos:
Eine schnelle Risikoeinschätzung zur Einschleppung von Lumpy Skin Disease (LSD; auch Dermatitis nodularis) in die Bundesrepublik Deutschland erhalten Sie unter folgendem Link: FLI: Schnelle Risikoeinschätzung (pdf)
und die FAQ zu LSD unter folgendem Link: FLI: FAQ zu LSD
Quelle: Bundesministerium Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Verbraucherschutz, Bayerisches Landwirtschaftliches Wochenblatt und FLI
Eine gute Fütterung beinhaltet auch das Verständnis der Verdauung. Auf der E-Learning-Plattform RiWi gibt es hierzu den neuen Online-Kurs „Physiologie der Verdauung"“. Der Kurs vermittelt praxisnah und leicht verständlich, wie der Verdauungstrakt bei Rindern aufgebaut ist und funktioniert. Darüber hinaus behandelt der Kurs unter anderem folgende Themen:
Bitte beachten: Dieser Kurs ersetzt keine fundierte Beratung, sondern dient der allgemeinen Information.
Was ist im Kurs enthalten?
Flexibel, individuell, jederzeit verfügbar - Das sind die Vorteile von RiWi?
Der Kurs ist auf allen gängigen Endgeräten nutzbar – ob am PC, Tablet oder Smartphone - und kann selbstständig sowie im eigenen Tempo durchgeführt werden. Nach erfolgreichem Abschluss wird ein Qualifikationsnachweis ausgestellt, der von verschiedenen Tierwohlprogrammen als Nachweis anerkannt ist. Dieser steht sofort zum Download bereit und wird zusätzlich per Mail zugeschickt. Ein persönlicher Login-Bereich ermöglicht jederzeit den Zugriff auf den Kurs sowie alle weiteren Dokumente. Ein weiterer Pluspunkt: Der Kurs kann 24/7 aufgerufen werden.
Interesse geweckt?
Dann klicke hier und starte noch heute mit dem Kurs.
In Deutschland wird die Gesundheit der Milchkühe engmaschig überwacht. Ein wichtiges Instrument ist dabei die unabhängige monatliche Milchkontrolle. Für das Milchkontrolljahr 2024 (01.10.2023 bis 30.09.2024) hat der Bundesverband Rind und Schwein e.V. (BRS) die Milchkontrollergebnisse aus allen Regionen Deutschlands zusammengefasst. Die Zahlen zeigen, dass die Milchviehhalter erneut ihr Können bewiesen und eine vergleichbar gute Eutergesundheit wie im Vorjahr erreicht haben.
Der vollständige Bericht ist auf der Website von Q Check unter HIER NACHLESEN zu finden.
Mit der Unterzeichnung eines neuen Pay-per-Sample-Vertrags wird die erfolgreiche Partnerschaft zwischen dem Milchprüfring Bayern e.V. (mpr) und der FOSS GmbH für weitere 8 Jahre fortgeführt.
Alfred Enderle, Vorstandsvorsitzender des Milchprüfring Bayern e.V., unterstrich die langjährige und gute Partnerschaft, die bereits im Jahr 1974 begann, als über 50 Milkotester für die Labore des Milchprüfrings in Bayern angeschafft wurden. Nach und nach habe man in FOSS-Geräte zur Zellzahlanalytik und zur Keimzahluntersuchung investiert. Jährlich werden beim Milchprüfring Bayern aus mehr als 12 Millionen Proben rund 95 Millionen validierte Analysenergebnisse ermittelt. Mit der Praxiserfahrung eines der weltgrößten Routinelabors konnte der mpr immer wieder die Entwicklungsarbeit von FOSS unterstützen und begleiten. „Unsere langjährige Partnerschaft mit FOSS ist von Vertrauen und Innovation gezeichnet. Die heutige Vertragsunterzeichnung bekräftigt die langfristige Zusammenarbeit und setzt ein Zeichen für eine weiterhin erfolgreiche Zukunft.“, so Alfred Enderle.
Dr. Steffen Wehlte, Geschäftsführer von FOSS GmbH, begrüßte ebenfalls die Weiterführung des Pay-per-Sample-Vertrages und bestätigte, die langjährige und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Milchprüfring Bayern e.V. „Der neue Vertrag schafft eine verlässliche Basis für unsere weitere Zusammenarbeit und bringt Sicherheit sowie Kontinuität für beide Seiten“, so Dr. Wehlte.
Mit diesem Schritt stellt der Milchprüfring Bayern e.V sicher, dass die Qualitätssicherung der Rohmilch auch in Zukunft den höchsten Standards entspricht.
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Bild: Vertragsunterzeichnung zur Fortführung der Partnerschaft: Alfred Enderle und Dr. Steffen Wehlte unterzeichnen den neuen Pay-per-Sample-Vertrag. Im Hintergrund (v.l.n.r.) die mpr-Vorstände Werner Giselbrecht und Lorenz Engljähringer sowie die mpr-Aufsichtsräte Georg Müller und Josef Hefele.
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Bild: (v.l.n.r.): Josef Hefele (Aufsichtsrat mpr), Alfred Enderle (Vorstand mpr), Georg Müller (Aufsichtsrat mpr), Dr. Hubert Göft (FOSS), Dr. Steffen Wehlte (Geschäftsführer FOSS) sowie die mpr-Vorstände Werner Giselbrecht und Lorenz Engljähringer im mpr-Labor.
Über FOSS
FOSS ist ein Unternehmen, das sich der nachhaltigen Nutzung von Nahrungsmittelressourcen widmet und innovative Systemlösungen für die Landwirtschaft und Lebensmittelindustrie entwickelt. Mit einem Fokus auf schnelle, zuverlässige und zielgerichtete Routinekontrollen decken die Lösungen die gesamte Wertschöpfungskette ab – vom Rohstoff bis zum Endprodukt. Durch umfassende Analysen bietet FOSS seinen Kunden einen Mehrwert, indem die Qualität verbessert wird und die Produktionsprozesse in der Lebensmittel- und Agrarwirtschaft optimiert werden.
Die Unternehmensphilosophie von FOSS basiert auf drei zentralen Werten, die als Leitfaden dienen und seit der Gründung im Jahr 1956 Orientierung bieten:
Diese Werte schaffen nicht nur einen Mehrwert für die Kunden, sondern geben auch den Mitarbeitern einen Sinn und stärken die Identität des Unternehmens insgesamt.
Die RegioAgrar Bayern fand dieses Jahr vom 18. bis 20. Februar auf rund 14.000 Quadratmetern zum 13. Mal im Messezentrum Augsburg statt. Neben einem breiten Portfolio an 250 Ausstellern aus allen Bereichen der Branche hatten die Besucher erneut die Gelegenheit, sich beim Fachforum in praxisnahen Vorträgen sowie an den Messeständen zu aktuellen Themen der Branche zu informieren. Auch der Milchprüfring Bayern e.V. war, zusammen mit der milchZert GmbH, mit einem Stand vor Ort.
Zahlreiche Aussteller präsentierten ein breites Spektrum an innovativen Produkten und Dienstleistungen. Auch für den Milchprüfring hat sich der Messebesuch gelohnt: Das Interesse an unserem Stand war groß, die Gespräche intensiv und der Austausch mit den Landwirten äußerst wertvoll. Die Messe bot eine hervorragende Gelegenheit, mit Landwirten direkt ins Gespräch zu kommen, aktuelle Entwicklungen zu präsentieren und wertvolle Einblicke in Branchentrends zu gewinnen. Besonders geschätzt wurde der persönliche Austausch, durch den wir direktes Feedback aus der Praxis erhielten – eine wertvolle Grundlage, um unsere Dienstleistungen stetig zu verbessern.
Mit im Gepäck hatte der Milchprüfring seine neue E-Learning-Plattform „RiWi" Rinder Wissen. Sie bietet Landwirten praxisnahes Wissen zu Themen wie Tierwohl, Tiergesundheit, Herdenmanagement und Haltung. Der große Zuspruch zeigt, dass digitale Weiterbildung auch in der Landwirtschaft eine immer wichtigere Rolle spielt. Für zusätzlichen Messe-Spaß sorgte das Glücksrad, bei dem die Besucher tolle Preise gewinnen konnten.
Der Milchprüfring Bayern ist vom 18. bis 20. Februar 2025 auf der RegioAgrar in Augsburg vertreten!
Wir beantworten alle Fragen rund um den Milchprüfring und stellen Ihnen unsere neue E-Learning-Plattform "RiWi" – Rinder Wissen vor.
An unserem Glücksrad können Sie tolle Gewinne erspielen, darunter PAG-Proberöhrchen und Gutscheine für "RiWi" - Rinder Wissen. Kommen Sie vorbei – es lohnt sich!
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Hier finden Sie uns:
Die Türen der Messe Augsburg öffnen am Dienstag und Mittwoch von 13.00 bis 22.00 Uhr sowie am Donnerstag von 13.00 bis 20.00 Uhr.
Wir freuen uns auf den Austausch mit Ihnen!
Im Mai 2024 traten die neuen bayerischen Milchhoheiten ihr Amt an. Nun waren sie in Wolnzach, um sich über die Arbeit des Milchprüfrings zu informieren.
Ende November besuchten die bayerische Milchkönigin Elisabeth Heimerl und die bayerische Milchprinzessin Verena Wagner das Labor des Milchprüfrings. Zwei Jahre lang sind die beiden sympathischen Hoheiten das Gesicht der bayerischen Milch. Für die bayerische Milch spielt der Milchprüfring Bayern eine Schlüsselrolle, denn im Labor in Wolnzach werden täglich Tausende von Milchproben analysiert und auf ihre Qualität geprüft.
Nach einer kurzen Begrüßung ging es weiter zu einer umfangreichen Laborführung. Sehr interessiert verfolgten die beiden Milchhoheiten den Ausführungen von Christine Röhrl, Geschäftsbereichsleiterin Technik. Die Milchbotschafterinnen konnten den gesamten Weg einer Probenflasche nachvollziehen – von der Anlieferung über die Analyse bis hin zur Ergebnisvalidierung. Neben der technischen Seite erfuhren die Milchhoheiten auch mehr über die Verantwortung und den Stellenwert der Qualitätsprüfung für die bayerischen Landwirte und die gesamte Milchwirtschaft.
Am Ende des Besuchs konnten die beiden Milchhoheiten viele wertvolle Eindrücke mitnehmen. Besonders beeindruckt zeigten sich die Milchhoheiten von der Präzision und den technologischen Innovationen, die hinter der Rohmilchanalytik stecken.
Bild: Mit großem Interesse folgten Milchprinzessin und Milchkönigin den Ausführungen von Christine Röhrl, Geschäftsbereichsleiterin Technik
Die neue E-Learning Plattform „RiWi“ – Rinder Wissen bietet rinderhaltenden Betrieben eine flexible und praxisnahe Weiterbildung in verschiedenen fachspezifischen Themen, wie zum Beispiel:
Die E-Learning Plattform unterstützt Landwirte dabei, ihr Fachwissen zu erweitern. Das Absolvieren der Online-Kurse bietet maximale Flexibilität und lässt sich somit optimal in den Arbeitsalltag integrieren.
Die Vorteile von "RiWi" - Rinder Wissen auf einen Blick:
Flexibilität: Die Online-Kurse können jederzeit am PC sowie auf allen mobilen Endgeräten durchgeführt werden.
Verfügbarkeit: Die Online-Kurse sind in Deinem persönlichen Account 24/7 zugänglich.
Individuelles Lernen: Die Online-Kurse können bei Bedarf unterbrochen und zu einem späteren Zeitpunkt fortgesetzt werden – ganz in deinem eigenen Tempo.
Zertifikat: Nach einer kurzen Wissensabfrage erhältst du sofort einen Qualifikationsnachweis, der bei verschiedenen Tierwohlprogrammen anerkannt wird.
Für wen sind die Kurse geeignet?
Die Kurse sind für alle Interessierten, die ihr Wissen in den Bereichen Tierwohl, Herdenmanagement, Haltung und Fütterung von Rindern erweitern möchten – ideal für Berufseinsteiger, erfahrene Landwirte und Fachleute, die sich weiterbilden wollen
Aktion zum Start der E-Learning Plattform jeder Kurs nur 10,00 € ~ Jetzt durchstarten und bis zum 31. Januar 2025 profitieren
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Die 2024 gegründete Gemeinschaft „Die Milchkontrolle“ verpasste der Website „Die Milchkontrolle“ einen umfassenden Relaunch. Diese ging im September 2024 online. Zeitgleich startet der Milchprüfring Bayern e.V. seine E-Learning Plattform „RiWi“ - Rinder Wissen.
Bayern, 09.09.2024 Die vier LKV im "Rinder Daten Verbund" (RDV) aus Bayern, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein sowie die Milchprüfringe Bayern und Baden-Württemberg bauen als Gemeinschaft "Die Milchkontrolle" auf den Arbeiten des sich zum Ende 2024 auflösenden Deutschen Verbandes für Leistungs- und Qualitätsprüfungen e.V. (DLQ) zum Wissenstransfer auf. Dazu zählt die Website „Die Milchkontrolle“, die im Zuge der Neustrukturierung einen umfassenden Relaunch erhielt. Ein wesentlicher Bestandteil der neu gestalteten Website „Die Milchkontrolle“ ist die Infothek, die umfangreiches Wissen, Bilder, Videomaterial und Merkblätter zum Download bietet. Ziel der Infothek ist es, den Wissenstransfer in die Praxis zu verbessern, um rinderhaltende Betriebe hinsichtlich einer tierwohlgerechten, umweltschonenden und nachhaltigen Nutztierhaltung zukunftsfähig zu unterstützen. Die Materialien stammen primär aus den wissenschaftlichen Projekten milchQplus, ZellDiX, ReMissionDairy sowie Klauenfitnet1.0 und Klauenfitnet2.0 und sind für alle online frei zugänglich. Um stets aktuelle Inhalte zu gewährleisten, wird die Website von der neu gegründeten Gemeinschaft weitergeführt und betreut.
„RiWi“ - Rinder Wissen: E-Learning - Die smarte Art Weiterbildungsnachweise für Tierwohlprogramme*1 zu erhalten
Eingebettet in die neu gestaltete Homepage startete der Milchprüfring Bayern e.V. die E-Learning Plattform „RiWi“ - Rinder Wissen. Die Inhalte der Online-Kurse stammen aus der Infothek „Die Milchkontrolle“. Diese wertvollen Informationen wurden sorgfältig aufbereitet und in die Online-Kurse integriert, um eine praxisnahe und fundierte Weiterbildung zu gewährleisten. Die Plattform, die im Auftrag der Gemeinschaft „Die Milchkontrolle“ entwickelt wurde, bietet rinderhaltenden Betrieben maßgeschneiderte Weiterbildungsmöglichkeiten in den Bereichen Tierwohl, Herdenmanagement, Haltung und Fütterung. Die Online-Kurse können jederzeit am PC sowie an allen mobilen Endgeräten durchgeführt werden und ermöglichen so den Landwirten, ihre Weiterbildung in den Arbeitsalltag zu integrieren. Die Kurse können bei Bedarf unterbrochen und zu einem späteren Zeitpunkt fortgesetzt werden, sodass jeder Teilnehmer in seinem eigenen Tempo lernen kann. Nach erfolgreichem Abschluss eines Online-Kurses erhalten die Teilnehmer einen Qualifikationsnachweis, der bei verschiedenen Tierwohlprogrammen*1 als Weiterbildungsnachweis anerkannt wird.
Mit der Weiterführung der Infothek „Die Milchkontrolle“ und der Einführung der E-Learning Plattform „RiWi“ - Rinder Wissen setzen die Gemeinschaft und der Milchprüfring Bayern e.V. einen bedeutenden Schritt in Richtung Digitalisierung und Zukunftsfähigkeit in landwirtschaftlicher Weiterbildung.
*1 zum Beispiel: QMilch-Programm QM+, QM++ und QM+++; DLG Tierwohlprogramm Bronze, Silber und Gold; Initiative Tierwohl (ITW); Für Mehr Tierschutz Einstiegsstufe und Premiumstufe
Interaktive Online-Broschüre
Die Online-Broschüre "Argumentationshilfe für Molkereien und Verbände" bietet über zahlreiche Verlinkungen (öffnen durch einen „Klick“ auf die Symbole) die Möglichkeit, sich
interaktiv und umfangreich zu den Themen Tierwohl, Klimawirkung, Nachhaltigkeit und mögliche Handlungsfelder von Landwirten, Molkereien & Schlachtbetrieben zu informieren!
Werden Sie Teil der Broschüre
Die Inhalte der Online-Broschüre werden jährlich aktualisiert, um stets auf dem neuesten Stand zu sein. Wir sind offen für neue Themenbereiche und Beiträge. Wenn Sie einen Beitrag für die nächste Version schreiben möchten oder Interesse an einem bestimmten Thema haben, das in der nächsten Version erläutert werden soll, schreiben Sie gerne eine E-Mail an: fue@mpr-bayern.de
Für wen ist die Broschüre?
Die Broschüre ist für alle Molkereien und Verbände mit Standort in Bayern und darüber hinaus gedacht. Sie soll den Molkereien und Verbänden eine Übersicht über die umfangreichen Begriffe Tierwohl, Klimawirkung und Nachhaltigkeit geben, wie auch die Handlungsfelder von Landwirten und Molkereien in einem gewissen Maß aufzeigen.
In welchem Zusammenhang wurde die Broschüre erstellt?
Die Erstellung dieser Broschüre ist Bestandteil der wissenschaftlichen Studie „Tierwohl und Klimawirkung“ und wurde durch den Milchprüfring Bayern e.V. in Wolnzach ausgeführt. Die Studie wird finanziert durch den Bayerischer Milchförderungsfonds. Die Laufzeit der Studie ist angelegt auf den Zeitraum 01.04.2022 bis 31.10.2024.
Das BTV-3 Geschehen breitet sich in Deutschland weiterhin aus. Bislang sind insgesamt rund 100 Fälle in den Bundesländern Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz aufgetreten. Aufgrund des am 13.06.2024 gemeldeten Ausbruchs im Oberbergischen Kreis in Nordrhein-Westfalen ist das Geschehen bis auf ca. 160 km an Bayern herangerückt.
Vor diesem Hintergrund sei auf den nunmehr verfügbaren BTV-3 Impfstoffe hingwiesen. Erfahrungen aus den bisherigen Blauzungengeschehen in Deutschland haben eindrucksvoll gezeigt, dass die Impfung ein nachhaltig wirksames Instrument für die erfolgreiche Bekämpfung der Blauzungenkrankheit ist.
Weitere Informationen finden Sie im beigefügten Schreiben des StMUV.
Quelle: LKV Bayern e.V., Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz
(Kempten, 22.04.2024) Die muva kempten GmbH und die QSE GmbH, zwei führende Unternehmen in ihren jeweiligen Branchen, geben stolz ihre strategische Partnerschaft bekannt. Durch diese Kooperation werden die Stärken und Kompetenzen beider Unternehmen gebündelt.
Die muva kempten GmbH hat sich im Bereich Eignungsprüfungen und Referenzmaterialien einen Namen gemacht. Mit über 65 verschiedenen Programmen für Vergleichsmessungen zwischen verschiedenen Laboratorien ist die muva einer der führenden Anbieter auf diesem Gebiet. Die regelmäßige Teilnahme an Eignungsprüfungen und der kontinuierliche Einsatz von Referenzmaterialien sind unverzichtbare Instrumente der Qualitätssicherung in jedem Prüflabor.
Die QSE GmbH, eine hundertprozentige Tochter des Milchprüfring Bayern e.V., ist besonders stark auf dem Gebiet der Langzeitstandards und Referenzmaterialien. Seit 1997 wurde das Angebot an Referenzmaterialien zur Kalibrierung von Routinegeräten kontinuierlich ausgebaut. Heute bietet die QSE mehr als 60 Langzeitstandards an. Die Akkreditierung der QSE GmbH im Bereich Referenzmaterialien und Eignungsprüfungen bietet den Kunden eine hohe Sicherheit bei der Verwendung der Produkte.
Die Geschäftsführung der QSE GmbH wurde in neue Hände gelegt. Die Nachfolge der bisherigen Geschäftsführerin Christa Bout haben Alfred Enderle (geschäftsführender Vorstand des Milchprüfring Bayern e.V.) und Christine Röhrl (Geschäftsbereichsleiterin Technik beim mpr) übernommen, die fachliche Beratung erfolgt durch Dr. Anna Fichtner (Abteilungsleiterin Eignungsprüfungen und Referenzmaterialen bei der muva kempten GmbH).
„Diese Partnerschaft ist ein Meilenstein für uns“, sagt Dr. Monika Knödlseder Geschäftsführerin der muva kempten GmbH. „Gemeinsam ebnen wir neue Wege für zukünftiges Wachstum und Innovationen!“
Diese Begeisterung teilt auch Alfred Enderle, Geschäftsführer des Milchprüfrings Bayern e.V.: „Mit diesem Schritt profitieren beide Seiten von der Kompetenz und Erfahrung des jeweiligen Partners. Gemeinsam wollen wir auch in Zukunft qualitativ hochwertige Dienstleistungen und Produkte anbieten, die genau auf die Bedürfnisse der Milchwirtschaft zugeschnitten sind“. Auch der Vorstandsvorsitzende des Milchwirtschaftlichen Vereins Elmar Karg zeigt sich erfreut: „Es wächst zusammen, was zum Vorteil der Milchwirtschaft zusammengehört!“
Die Kooperation wird sich auf den Ausbau und die Weiterentwicklung von Eignungsprüfungen, Referenzmaterialien und Langzeitstandards beziehen. Die Kunden können sich somit auf innovative Lösungen freuen, welche die hohen Standards widerspiegeln, für die sowohl die QSE GmbH als auch die muva kempten GmbH bekannt sind.
BU: v. l. n. r. Dr. Anna Fichtner, Abteilungsleitung Eignungsprüfungen und Referenzmaterialien bei der muva kempten GmbH, Christine Röhrl, Geschäftsbereichsleiterin Technik beim Milchprüfring Bayern e.V., Dr. Monika Knödlseder, Geschäftsführerin der muva kempten GmbH, Alfred Enderle, geschäftsführender Vorstand Milchprüfring Bayern e.V., Elmar Karg, Vorsitzender Milchwirtschaftlicher Verein Bayern e.V.;
Vor kurzem war es soweit: Auf dem Betrieb von Martin Bezold wurde die 2-millionste PAG-Probe aus Milch gezogen und beim Milchprüfring Bayern in Wolnzach untersucht. Der Betriebsleiter bewirtschaftet etwa 100 Hektar Fläche im Herzen der Fränkischen Schweiz mit 60 Kühen plus Nachzucht. Seit etwa einem Jahr hat der Landwirt den PAG-Test aus Milch im Einsatz und ist begeistert: „Die Zeitersparnis und der verringerte Arbeitsaufwand sprechen absolut für den Test. Die Ergebnisse kann ich unmittelbar nach dem Probemelken über die LKV-App abrufen“. Im Jahr 2014 etabliert, hat sich der PAG-Test aus Milch innerhalb kurzer Zeit zum echten Erfolgsmodell entwickelt. „Inzwischen analysieren wir teilweise 6.000 Proben pro Woche“, berichtet Josef Schmidpeter, zuständig für die PAG-Untersuchung beim Milchprüfring Bayern. Die Gründe für den Test liegen auf der Hand: Die Tierhalter profitieren, da sie Kosten und Zeit einsparen, die Zwischenkalbezeit wird durch das frühzeitige Identifizieren von nicht trächtigen Kühen reduziert. Zusätzlich entfallen für die Tiere das Fixieren sowie den manuellen Eingriff durch den Tierarzt bzw. Besamungstechniker. „Wir können den Test nur weiterempfehlen!“, so der Landwirt.
Von links: Josef Schmidpeter (mpr Bayern), Landwirte Florian und Martin Bezold sowie Gerhard Unger (LKV Bayern) freuen sich über den 2,0 Mio. PAG-Test.
Trächtigkeitsergebnis dank Glykoproteine aus der Milch
PAG steht für Pregnancy Associated Glycoprotein. Der Test reagiert auf Glycoproteine (spezifische Eiweiße), die nur während der Trächtigkeit in der Plazenta gebildet werden und auch in die Milch gelangen. Bereits ab dem 28. Tag nach der Besamung kann der Trächtigkeitsstatus einfach und unkompliziert über die Milch bestimmt werden. Dafür ist lediglich eine Milchprobe der betreffenden Kuh nötig, die im Labor des Milchprüfring Bayern untersucht wird. Eine korrekte Probenahme vorausgesetzt, weist der Test eine sehr hohe Zuverlässigkeit auf.
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Einfach, praxisnah und tierisch gut – das ist der PAG-Test aus Milch
Der größte Anteil der Proben läuft über die Milchleistungsprüfung des LKV Bayern. Dieser bietet den PAG-Test in vier Varianten an:
Der Milchprüfring Bayern e.V. hält für die Landwirte Einzelproben zur Untersuchung im 10er-Set bereit. Der PAG-Test ist auch für Ziegen und Schafe geeignet.
Alle Informationen rund um den PAG-Test aus Milch finden sich auf der Homepage des Milchprüfring Bayern e.V. sowie auf der Seite des LKV Bayern e.V.
Erkennbare Lücken im Wissenstransfer zu schließen und bestehende Potenziale zu heben, darauf zielt eine neue Vereinbarung ab, die zwischen fünf süddeutschen milchwirtschaftlichen Organisationen geschlossen wurde.
Triesdorf/Wolnzach, 09.02.2024
Gütebewertung der Rohmilch und Qualitätsuntersuchungen von Milchprodukten auf allen Produktionsschritten waren und sind zentrale Elemente einer hochwertigen Milcherzeugung und -verarbeitung. Gemäß der Bedeutung der Milch für die Ernährung der europäischen Bevölkerung war es daher über Jahrzehnte selbstverständlich öffentliche Forschungs- und Beratungseinrichtungen zur Weiterentwicklung der Milchanalytik vorzuhalten. Diese Unterstützung der Wirtschaft schwindet und ist regional bereits auf null zurückgefahren worden. Auch die Beratung der Anwender spezieller Analysegeräte wird durch die Gerätehersteller auf dem europäischen Markt stark reduziert. „Diese Situation wird durch die bei allen Einrichtungen bestehende Notwendigkeit Personal effektiv und effizient einzusetzen noch verstärkt. Die Intensivierung der in vielen Teilbereichen bereits bestehenden Zusammenarbeit ist somit eine wichtige Weichenstellung für die Zukunft“, so Alfred Enderle, Geschäftsführender Vorstand des Milchprüfring Bayern e.V.
Um die vorliegenden Herausforderungen anzugehen und eine zukunftsweisende Grundlage zu schaffen, wurde zwischen fünf süddeutschen milchwirtschaftlichen Organisationen eine gemeinsame Vereinbarung geschlossen. Die beteiligten Partner, zu denen der Milchprüfring Bayern e.V, der Milchprüfring Baden-Württemberg e.V sowie die Milchwirtschaftlichen Vereine Baden-Württemberg, Bayern und Franken gehören, verpflichten sich zu einer intensiven Zusammenarbeit. Ziel ist es das Expertenwissen der Milchprüfringe inkl. ihrer Tochterunternehmen und der muva kempten GmbH als Tochterunternehmen des Milchwirtschaftlichen Verein Bayern e.V. zu bündeln. Mit diesen Institutionen hat Süddeutschland herausragende Unternehmen mit einer unvergleichlichen Spezialisierung auf Milch und Milchprodukte. Diese Kooperation baut auf bereits bestehenden langjährigen Partnerschaften auf, die sich in verschiedenen Projekten unter unterschiedlichen Konstellationen entwickelt haben. „Mit diesem Schulterschluss der süddeutschen Einrichtungen wollen wir die hervorragenden Dienstleistungen, die von den Beteiligten und ihren Tochterunternehmen für die gesamte Wertschöpfungskette der Milchbranche angeboten werden, für die Zukunft sichern und ausbauen“, betont Enderle.
Bild: Schulterschluss der Einrichtungen der süddeutschen Milchwirtschaft – v.l.: Manfred Olbrich, Milchwirtschaftlicher Verein/MPR Baden-Württemberg; Alfred Enderle, Milchprüfring Bayern e.V.; Günther Felßner, BBV-Präsident und Vorsitzender Milchwirtschaftlicher Verein Franken e.V.; Dr. Monika Knödlseder, muva kempten GmbH; Christine Röhrl, QSE GmbH; Elmar Karg, Milchwirtschaftlicher Verein Bayern e.V.; Joachim Koch, Milchwirtschaftlicher Verein Bayern e.V.
Das Thema Tierwohl in der Tierhaltung und die damit verbundenen Diskussionen um die Haltungsbedingungen gewinnen in der Gesellschaft immer mehr Beachtung. Längst hat das Thema eine politische Dimension erreicht, die sich auch auf die Wirtschaft auswirkt. Für wirksame Schritte in Richtung einer artgerechteren Haltung und gelebtem Tierwohl können Landwirte nicht nur in Stallanlagen investieren, sondern auch in Verbesserungen ihres Herdenmanagements.
Interaktive Online-Broschüre
Die Online-Broschüre „Hilfe beim Herdenmanagement für Landwirte in der Milchvieh-/Rinderhaltung“ bietet Landwirten eine Übersicht, welche Möglichkeiten es gibt, das Tierwohl auf dem eigenen Betrieb zu verbessern. Die Broschüre bietet durch zahlreiche Verlinkungen (öffnen durch einen „Klick“ auf die Symbole) die Möglichkeit, sich interaktiv und umfangreich zum Thema Tierwohl und Herdenmanagement zu informieren.
Werden Sie Teil der Broschüre
Die Inhalte der Online-Broschüre werden jährlich aktualisiert, um stets auf dem neuesten Stand zu sein. Wir sind offen für neue Themenbereiche und Beiträge. Wenn Sie einen Beitrag für die nächste Version schreiben möchten oder Interesse an einem bestimmten Thema haben, das in der nächsten Version erläutert werden soll, schreiben Sie gerne eine E-Mail an: fue@mpr-bayern.de
Für wen ist die Broschüre?
Die Broschüre ist für alle Landwirte, die in Bayern Milch produzieren und/oder ihre Milch an bayerische Molkereien liefern. Die Broschüre soll den Landwirten als Hilfestellung dienen und verschiedene Möglichkeiten aufzeigen, wie das Thema Tierwohl auf dem eigenen Betrieb verbessert und unterstützt werden kann. Gleichzeitig können die enthaltenen Informationen als Argumentationshilfe gegenüber der Öffentlichkeit z.B. bei Gesprächen mit kritischen Verbrauchern oder Medienvertretern dienen.
In welchem Zusammenhang wurde die Broschüre erstellt?
Die Erstellung dieser Broschüre ist Bestandteil der wissenschaftlichen Studie „Tierwohl und Klimawirkung“ und wurde durch den Milchprüfring Bayern e.V. in Wolnzach ausgeführt. Die Studie wird finanziert durch den Bayerischer Milchförderungsfonds im Bayerischen Bauernverband. Die Laufzeit der Studie ist angelegt auf den Zeitraum 01.04.2022 bis 31.12.2023.
Mit bis zu 300 Proben pro Tag ist der Betriebsproben-Service sehr gefragt. Wir haben zusammengestellt, was bei der Probenziehung und -beschriftung wichtig ist. Die Proben werden täglich vom mpr bei den Molkereien abgeholt. Dadurch erhalten Sie Ihr Ergebnis noch schneller.
„Hat die Kuh noch Zellzahlprobleme?“, „Ist der Keimgehalt wieder gesunken?“ – jeder Milcherzeuger kennt Situationen, in denen er ein Milchanalysenergebnis „außer der Reihe“ dringend braucht. Diese sogenannten „Betriebsproben“ untersucht der mpr in seinem Labor in Wolnzach. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Milch aus dem Tank oder von einer einzelnen Kuh stammt. Unser Ziel ist es, dass Sie die Analysenergebnisse schnell und sicher erhalten. Dazu sollten einige Punkte beachtet werden:
1. Probeflasche
Fragen Sie Ihren Milchfahrer oder den Erzeugerberater Ihrer Molkerei nach den mpr-Probeflaschen mit dem orangenen Konservierungsmittel.
2. Aufkleber
Mit den Probeflaschen bekommen Sie die „Betriebsproben-Aufkleber“. Es ist sehr wichtig, dass Sie diesen Aufkleber verwenden. Er hält trotz Kühltemperaturen und Feuchtigkeit auf der Flasche, hinterlässt keine Reste, die den Barcode auf der Flasche beschädigen könnten.
3. Probenahme
Mit der korrekten und sauberen Probenahme steht und fällt die Aussagekraft des Untersuchungsergebnisses. Bitte beachten Sie deshalb folgende Punkte:
4. Beschriftung der Probe
Nur wenn die Probeflaschen eindeutig beschriftet sind, können wir die Ergebnisse sicher zuordnen und Ihnen mitteilen.
5. Mitnahme durch Sammelwagen-Fahrer
Die Proben sind gezogen und eindeutig beschriftet. Sie können diese nun dem Milchsammelwagenfahrer mitgeben. Sollte die Abholung nicht unmittelbar nach der Probenziehung sein, bitte die Proben möglichst kühl lagern, aber nicht einfrieren! Der Milchfahrer bringt die Proben in die Molkerei. Von dort erfolgt der Transport nach Wolnzach mit unserer mpr-Kühlflotte. Seit Herbst 2015 fahren wir jede Molkerei täglich an. Dadurch sind die Proben nun noch schneller im mpr-Labor.
6. Untersuchung und Ergebnis
Ihre Probe kommt über Nacht ins Labor und wird am nächsten Tag untersucht. Die Analysenergebnisse sind am frühen Nachmittag in den mpr-Auskunftssystemen (App mpr-mobil, SMS, Internet und Telefonauskunft) abrufbar.
7. Vertraulichkeit
Die Ergebnisse der Betriebsproben dienen Ihrer Information. Die Werte gehen weder in die Abrechnung nach Rohmilchgüteverordnung ein, noch werden sie an Dritte weitergegeben. Nur Sie und Ihre Molkerei erhalten diese Ergebnisse.
Sollten Sie noch weitere Fragen zum Thema „Betriebsproben“ haben, wenden Sie sich bitte an info@mpr-bayern.de
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4. Schritt: Sie können sich nun mit dem neuen Passwort einloggen.
Sollten Sie dennoch Probleme beim Einloggen haben, kontaktieren Sie bitte unsere EDV über unser Kontaktformular oder unter der Telefonnummer Tel. 08442/9599-265 zu den üblichen Bürozeiten.
Mitte Oktober kündigte sich der Genossenschaftsverband Bayern (GVB) an, um eine Reportage über die Arbeit des mpr zu schreiben und zu drehen.
Der Artikel inklusive Video erscheint in der nächsten Online-Ausgabe (11/2021) von "Profil - das bayerische Genossenschaftsblatt". Das digitale Mitgliedermagazin des GVB berichtet über die bayerischen Genossenschaften und ihre Anliegen, darunter auch über die genossenschaftlichen Molkereien und Sennereien.
Der mpr wird künftig von einem geschäftsführenden Vorstand geleitet.
Wolnzach, 28. September 2021 – Der Milchprüfring Bayern e.V. hat in der heutigen Sitzung des Vorstandes gemeinsam mit den Mitgliedsverbänden einmütig beschlossen, die operative Geschäftsführung des Vereines in die Zuständigkeit des Vorstands zu verlagern.
Der Vorstand wurde von den Vertretern der Mitgliedsverbände beauftragt, die entsprechenden notwendigen Schritte dafür einzuleiten. Gleichzeitig soll die Führungsstruktur durch ein Aufsichtsratsgremium ergänzt werden. Ziel ist die Verankerung der entsprechenden Regelungen in der Satzung bis zum Ende des Jahres 2021.
Hintergrund der Entscheidung sind neben personellen Änderungen die sich gravierend verändernden Rahmenbedingungen für die bayerische Milchwirtschaft. Durch die eingeleiteten Schritte sollen die Voraussetzungen geschaffen werden, um Synergien innerhalb des Milchprüfrings und dessen Tochterunternehmen zu nutzen und gleichzeitig die Vernetzung mit Einrichtungen der süddeutschen Milchwirtschaft auszubauen.
Erster geschäftsführender Vorstand wird ab Januar 2022 der bisherige Vorstandsvorsitzende Alfred Enderle, der den Milchprüfring Bayern e.V. in enger Zusammenarbeit mit den leitenden Mitarbeitern und den beiden ehrenamtlichen Vorstandskollegen führen wird.
Dr. Christian Baumgartner - Geschäftsführer Milchprüfring Bayern e.V.
„Der Milchprüfring steht vor einem großen Umbruch!“ Mit diesen Worten eröffnete Alfred Enderle als Vorsitzender die 51. Mitgliederversammlung des mpr am 17. Juni. Neben den üblichen Regularien, wie der Erstattung des Geschäftsberichtes und dem Bericht über die Prüfung des Jahresabschlusses 2020, standen vor allem die kommenden Entwicklungen im Fokus der Sitzung. So wird der mpr mit dem Inkrafttreten der neuen Rohmilchgüteverordnung seine Stellung als staatlich beauftragtes Unternehmen verlieren und künftig als Dienstleister für die Molkereien tätig werden, mit denen nach intensiver Kommunikation bereits im Vorfeld entsprechende Verträge abgeschlossen wurden. Grundsätzlich liegt aber die primäre Verantwortung für die Umsetzung der Rohmilchgüteverordnung ab dem 1. Juli 2021 bei den Molkereien.
Gleichzeitig versucht der mpr mit neuen Ideen und innovativen Ansätzen neue Geschäftsfelder, zum Beispiel für das Rückstandsmonitoring der bayerischen Molkereien, aufzubauen. So soll die einzigartige Logistik des mpr zusammen mit weiteren Partnern genutzt werden, um die Palette an Dienstleistungsangeboten für die Molkereien noch breiter und „smarter“ aufzustellen.
Neben diesen fachlichen Veränderungen stehen auch personelle Wechsel ins Haus: so scheidet bereits am 30. Juni Dr. Johann Meier aus dem Vorstand des mpr aus, da ein beruflicher Wechsel seine Benennung künftig nach den Statuten nicht mehr ermöglicht. Der Verband der Bayerischen Privaten Milchwirtschaft e.V. wird daher in Kürze ein neues Vorstandsmitglied in das dreiköpfige Gremium entsenden. Zudem wird Dr. Karl Kunz nach Eintritt in den Ruhestand bis Dezember aus dem Vorstand ausscheiden, sodass auch der Genossenschaftsverband Bayern e.V. noch einen Nachfolger zu benennen hat.Zum Jahresende beendet auch Geschäftsführer Dr. Christian Baumgartner nach über 26 Jahren seine Tätigkeit beim mpr. Aktuell läuft die Ausschreibung für seinen Nachfolger.
Dr. Baumgartner skizzierte in seinem Geschäftsbericht die aktuelle Lage und Herausforderungen für den mpr in den kommenden Jahren. Der mpr sei wirtschaftlich gesund, fachlich und organisatorisch gut aufgestellt, habe allerdings auch wichtige Aufgaben auf dem Tisch, die jetzt bewältigt werden müssten. Dies betreffe sowohl die Umsetzung der Rohmilchgüteverordnung als auch den internen organisatorischen Bereich, z.B. im Zusammenhang mit der Digitalisierung aller Geschäftsprozesse.
Eine kontroverse Diskussion ergab sich im Zusammenhang mit der Tätigkeit der verschiedenen Tochtergesellschaften sowie mit der geplanten Satzungsänderung, wodurch die Bedürfnisse der Mitgliedsorganisationen noch besser abgebildet werden sollen.
Nach Darlegung der verschiedenen Standpunkte konnte Konsens für die weitere Vorgehensweise erzielt werden. Die Versammlung sprach Vorstand und Geschäftsführung sowie der gesamten mpr-Belegschaft für die geleistete Arbeit Dank und Anerkennung aus. Dem Vorstand und dem Geschäftsführer wurde für das abgeschlossene Geschäftsjahr 2020 bei einer Gegenstimme die Entlastung erteilt und ebenfalls für die engagierte Arbeit in bewegten Zeiten gedankt.
Die Welt wird digitaler und auch die Landwirtschaft folgt diesem Trend. Warum also nicht auch eine App entwickeln, mit der Sie die Laborergebnisse ihrer Milchproben abrufen können? Der mpr machte sich auf den Weg und im Herbst 2015 war es soweit – die kostenlose App »mpr-mobil« ging online. Seitdem hat sich viel getan. So wurden aus 6.200 Nutzern Anfang 2016 mittlerweile mehr als 10.600 Nutzer.
mpr - mobil. praktisch. rund um d‘Uhr
Mit der mpr-App haben Sie von überall Zugriff auf Ihre Sonder-, Güte- und Betriebsproben sowie die Ergebnisse des PAG-Tests aus Milch. Einmal geladen, sind die Daten auch offline verfügbar. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit die App als alleinigen offiziellen Benachrichtigungsweg für Grenzwertüberschreitungen zu wählen. Im Kundenbereich der Homepage des mpr können Sie ganz einfach die bisherigen kostenpflichtigen Benachrichtigungswege über Brief oder E-Mail abbestellen.
Die mpr-App überzeugt
Eine push-Mitteilung in der App informiert Sie über die neuen Werte, die Grenzwertüberschreitungen erscheinen in der Übersicht als rot markierter Wert. Die App gibt es für Android- und Apple- Smartphones sowie alle gängigen Tablets und muss einmalig installiert werden.
Nutzen Sie hierfür den Play Store/App Store oder scannen den passenden QR-Code ein. Für die Registrierung nehmen Sie die gleichen Anmeldedaten (Benutzernamen und Passwort), mit denen Sie sich in den Kundenbereich auf der mpr-Homepage einloggen. Die App wird für die zwei marktführenden Betriebssysteme iOS (Apple) und Android (Google) angeboten. Der Großteil der Nutzer, knapp 82 %, nutzen die App über das Android-Betriebssystem. Hier wurde die App bereits über 10.000 Mal heruntergeladen. Die Bewertungen im Google Play Store sprechen für sich: 57 Personen gaben eine Bewertung ab - Gesamtbewertung 4,3. Beim Apple-Betriebssystem konnte aufgrund der bisher geringen Zahl der Bewertungen noch keine Aussage getroffen werden.
Gesunde Klauen sind das Fundament jeder Milchkuh und sorgen für Vitalität und Langlebigkeit. In 90 % der Fälle führen Klauenerkrankungen zu Lamheiten, die erhebliche Verluste in Milchviehbetrieben verursachen können. Das Förderprojekt „KLAUENfitnet“ nimmt sich seit 2015 diesem Thema an und erweitert sein Angebot nun um ein digitales Hilfesystem und ein E-Learning-Programm. So können Landwirtinnen und Landwirte die Klauengesundheit ihrer Milchkühe noch besser fördern und Lahmheiten effektiver behandeln. Auf welche Anzeichen Sie achten müssen, um Veränderungen des Gangbildes bei Kühen rechtzeitig zu entdecken, erläutert anschaulich das neue E-Learning Modul von KLAUENfitnet.
Häufig werden Lahmheiten zu spät entdeckt. Schwerwiegende und schmerzhafte Klauenerkrankungen sind die Folge, die enorme finanzielle Verluste nach sich ziehen. Entscheidend für eine gute Klauengesundheit ist das frühzeitige Erkennen lahmer Tiere und eine rasche Behandlung. Erste Anzeichen für eine beginnende Lahmheit sind mit etwas Übung leicht zu erkennen. Mit Hilfe der Bewegungsbeurteilung (Locomotion Scoring), ein bewährtes Verfahren nach Sprecher et al., lassen sich Veränderungen in der Körperhaltung und der Bewegung der Tiere auf einer fünfstufigen Skala bonitieren.
Klauengesundheit nachhaltig verbessern
Das Projektteam von KLAUENfitnet hat sich zum Ziel gesetzt, die Klauengesundheit in der Milchviehhaltung nachhaltig zu verbessern und im bereits bestehenden E-Learning KLAUENfitnet ein neues Modul zur Lahmheitsfrüherkennung entwickelt. In dem Modul „Bewegungsbeurteilung bei Kühen“ werden die Veränderungen im Bewegungsbild der Kühe erläutert und in kurzen Videoeinheiten anschaulich dargestellt. Zum Abschluss haben die Nutzer die Möglichkeit, selbst Kühe zu bewerten, sich in der Bewegungsbeurteilung zu testen und das Gelernte direkt anzuwenden. Ein Merkblatt sowie ein Erfassungsbogen runden das Angebot ab und ermöglichen einen direkten Einsatz im Stall.
Das E-Learning ist kostenfrei unter Klauenfitnet aufrufbar. In verschiedenen Modulen steht den Nutzern dort umfangreiches Wissen zur Klauenpflege sowie zu verschiedenen Klauenerkrankungen und dem Klauengesundheitsmanagement zur Verfügung. Viel Spaß beim Anschauen und Lernen!
Hintergrund und Förderung
Die Entwicklung des innovativen Betriebshelfers und des E-Learning Tools ist auf zwei Forschungsprojekte aufgeteilt: Das Projekt KLAUENfitnet wurde im Programm zur Innovationsförderung des Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und des Zweckvermögens des Bundes bei der Landwirtschaftlichen Rentenbank gefördert. Die Förderung des Folgeprojekt KLAUENfitnet 2.0 erfolgt über die Deutsche Innovationspartnerschaft Agrar (DIP) mit Mitteln aus dem BMEL-Programm zur Innovationsförderung. Beide Projekte werden bzw. wurden vom Projektträger Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (ptble) fachlich betreut. Der Verbund besteht aus dem Deutschen Verband für Leistungs- und Qualitätsprüfungen e. V. (DLQ), der Data Service Paretz GmbH (DSP), der Freien Universität Berlin, der Lemmer-Fullwood GmbH, dem Landeskuratorium der Erzeugerringe für tierische Veredelung in Bayern e.V. und den Vereinigten Informationssystemen Tierhaltung w. V. (vit).
Die Deutsche Innovationspartnerschaft (DIP) Agrar fördert neue Ideen aus der Forschung und Entwicklung mit dem Ziel, die Marktreife zu erlangen und damit den Eingang in die landwirtschaftliche Praxis zu finden. Die vom BMEL eingerichtete Geschäftsstelle in der BLE koordiniert die DIP-Arbeit.
Quellen: Pressemeldung DLQ 08.12.2020 und BLE
Die Verbände der bayerischen Milchbranche haben sich darauf verständigt, ab 1. Juli 2020 für den Hemmstoffnachweis in der Anlieferungsmilch einen neuen Test anzuwenden. Mit der Anwendung des BRT hi-sense wird für alle Lebensmittelunternehmer in Bayern - Milcherzeuger und Molkereien - bezüglich der Einhaltung der gesetzlich vorgeschriebenen Höchstrückstandsmengen für Antibiotika Rechtssicherheit geschaffen.
Zu den wichtigsten Fragen in diesem Zusammenhang wurden gemeinsam Antworten (FAQs) formuliert.
1. Was ist der BRT hi-sense und wofür wird er eingesetzt?
Der Brillantschwarz-Reduktionstest (BRT) „BRT hi-sense“ der Firma Analytik in Milch GmbH (AIM) dient zum Nachweis von Hemmstoffen und Tierarzneimittel-Rückständen in der Milch.
2. Warum wird der BRT hi-sense eingeführt?
Aufgrund des EU-Lebensmittelhygienerechts ist jeder Lebensmittelunternehmer seit 2006 zur Einhaltung der festgelegten Rückstandshöchstmengen (Maximum Residue Limits - MRLs) verpflichtet. Für Deutschland ist seit 2008 die Milch-Güteverordnung (MilchGüV) nationales Kontrollregime zur Umsetzung dieser Verpflichtung. Mit der anstehenden sich jedoch immer weiter verzögernden Novellierung der MilchGüV (letzte Novellierung 2010) werden bundesweit verpflichtende grundsätzliche Vorgaben zur Untersuchung auf Hemmstoffe getroffen. Der BRT hi-sense erfüllt hierbei alle Anforderungen an die künftig in der RohmilchGütV gesetzlich vorgeschriebenen Untersuchungen in Anlage 2 Abschnitt D Nr. 1*. Der derzeit üblicherweise eingesetzte Hemmstoffnachweis weist hinsichtlich der Anforderungen des EU-Rechts Schwächen bei der Nachweisempfindlichkeit verschiedener Substanzgruppen auf. Mit der Einführung des BRT hi-sense werden die Anforderungen der aktuell gültigen MilchGüV sowie des EU-Rechts (auf MRL-Niveau) erfüllt, und es wird somit Rechtssicherheit geschaffen.
3. Worin liegt der Unterschied zum aktuellen Test für Hemmstoffnachweise?
Der BRT hi-sense erfasst im Vergleich zum aktuellen BRT Hemmstofftest bestimmte Hemmstoffgruppen wie Sulfonamide, Makrolide, Aminoglycoside oder Tetracycline sensitiver. Übrigens: Weder der aktuelle Hemmstofftest, noch der BRT hi-sense reagieren bei guter fachlicher Praxis auf Reinigungsmittel.
4. Werden durch den Einsatz des BRT hi-sense eine höhere Anzahl von positiven Hemmstofffällen auftreten?
Da bestimmte Hemmstoffe besser erfasst werden, kann es bei einer 1:1 Betrachtung der beiden Testsysteme zu einer höheren Anzahl von Befunden kommen. Laut Milchprüfring Bayern e.V. lag die Häufigkeit von positiven Befunden 2019 bei 0,0147 %. In 2019 erhielten bei ca. 1,37 Millionen untersuchten Proben in Bayern 157 Betriebe Hemmstoffabzüge. Aus diesen Zahlen geht hervor, dass in Bayern nur eine sehr geringe Zahl von Hemmstoffbefunden vorliegt und die Milcherzeuger sehr verantwortungsvoll mit diesem Thema umgehen. Nähere Informationen zu Auswertungen des Milchprüfrings finden Sie unter: https://www.mpr-bayern.de/de/Infothek#mpr_download_238
5. Wann wird der BRT hi-sense genau eingeführt?
Der BRT hi-sense wird ab 1. Juli 2020 vom Milchprüfring Bayern e.V. zum Nachweis von Hemmstoffen und Tierarzneimittel-Rückständen in der Milch, auch im Rahmen der gesetzlichen Milchgüteprüfung, eingesetzt. Zuvor gibt es eine Einführungsphase beim Milchprüfring von 3 Monaten (ab dem 1. April 2020), in der die Rohmilch parallel zum aktuellen Test auch mit dem BRT hi-sense untersucht wird.
6. Welche Funktion hat die Einführungsphase?
Die Einführungsphase dient einem möglichst reibungslosen Wechsel der Nachweismethoden, in dem betroffene Erzeuger durch Rückmeldung zu Befunden seitens des Milchprüfring Bayern e.V. informiert werden. Überdies wertet der Milchprüfring das Vorkommen verschiedener Substanzgruppen aus.
7. Welche Konsequenzen hat ein positiver BRT hi-sense Hemmstoffnachweis während der Einführungsphase auf meine Milchablieferung?
Ein positiver Hemmstoffnachweis durch den BRT hi-sense während der Einführungsphase führt nicht zum Milchgeldabzug. Die Molkerei erhält in der Einführungsphase keine Informationen über positive Ergebnisse mit dem BRT hi-sense. Die Ergebnisse des aktuellen BRT Hemmstofftests führen im Rahmen der MilchGüV wie bisher zu den rechtlich festgelegten Konsequenzen.
8. Fallen durch die Einführung des BRT hi-sense höhere Kosten an?
Ja, es fallen höhere Kosten an u.a. wegen höherer Materialkosten und einer längeren Bebrütungszeit des Tests. Die Kosten für die Güteprüfung zahlt nach MilchGüV die Molkerei.
9. Kann ich wie bisher auf meinem Betrieb die Milch selbst testen?
Die Wahl des geeigneten Testsystems muss wie bisher immer im Einzelfall entschieden werden, da hier verschiedene Faktoren Einfluss nehmen, wie u.a. die Art der Behandlung (Medikament, Wirkstoff) oder die Art der Probe (Einzelgemelk, Sammelmilch). Eine Empfehlung der Firma Analytik in Milch (AIM) finden Sie unter: www.aim-bayern.de.
Hinweis: Ausschlaggebend für die Einstufung nach MilchGüV ist die Untersuchung des Milchprüfring Bayern e.V. als beliehener Unternehmer des Freistaats Bayern für die Umsetzung der MilchGüV in Bayern.
Haben Sie weitere Fragen? Dann wenden Sie sich gerne an uns unter mpr@mpr-bayern.de oder unter dem Kontaktformular. Die FAQs finden Sie auch zusammengefasst als pdf unter FAQs zur Einfuhrung des BRT hi-sense - mpr 15Apr2020.pdf
* Antibiotika aus der Gruppe der Chinolone unterliegen abweichenden Anforderungen und werden zweimal jährlich mit anderen Testsystemen untersucht; siehe Anlage 2 Abschnitt D Nr. 2.
Quelle: mpr, Stand 15.04.2020
In unserer Zellzahl-Serie haben wir über verschiedene Themen rund um die „Zellen in der Milch“ informiert. Sie wissen, warum Zellen in der Milch sind, wie sie gezählt werden und welche Informationen darüber zur Verfügung stehen.
Mit dem Verlauf der Tankmilch-Zellzahlen aus der Güteuntersuchung der Milch und den Zellzahlen der Einzelkühe aus der Milchleistungsprüfung beim LKV haben Sie die wichtigsten Instrumente in der Hand um die Situation in Ihrem Betrieb zu beurteilen. Insbesondere die Eutergesundheitskennzahlen aus dem monatlichen LKV-Bericht bieten die Möglichkeit, einzelne Aspekte der Eutergesundheit in Ihrer Herde zu verfolgen und damit ein für Ihren Betrieb individuelles Frühwarnsystem einzurichten (siehe dazu unsere Teile 4, 5 und 6 sowie www.die-milchkontrolle.de).
Was können Sie aber tun, wenn Sie selber nicht mehr weiterwissen, wenn Sie fachliche Hilfe von außen zuziehen wollen oder einfach nur einen Ansprechpartner für Ihre spezifischen Fragen und Anliegen in Bezug auf die Eutergesundheit Ihrer Herde brauchen?
„Vergleichen“ bedeutet, „etwas prüfend nebeneinanderhalten, gegeneinander abwägen um Unterschiede oder Übereinstimmungen festzustellen“, so ist im Wörterbuch zu lesen (z.B. unter www.duden.de). Soll die Länge von zwei Gegenständen verglichen werden, so scheint das recht einfach zu sein: man hält sie nebeneinander und sieht sofort, welcher Gegenstand länger ist. Sind die Gegenstände nicht so einfach nebeneinander zu halten, benutzen wir einen Meterstab, auf dem wie die Längen auf einer Messwertskala ablesen können; dadurch werden Längen durch den Vergleich der gemessenen Werte vergleichbar. Dass unterschiedliche Meterstäbe vergleichbare Messwerte liefern, wird dadurch sichergestellt, dass sie an einer Referenz, einem „Ur-Meter“ ausgerichtet werden, auf dessen Länge man sich weltweit geeinigt hat.
Übertragen wir das auf die Zellzählung, ergeben sich einige Fragen: Mit welcher Methode wird die Zellzahl gemessen? Was ist die Referenz und gibt es einen „Urmeter der Zellzählung“? Wie stellen wir sicher, dass eine Zellzahl, die in Neuseeland oder in Asien gemessen wird, mit Zellzahlen in Europa vergleichbar ist? Schließlich hängen wichtige Regelungen und Informationen wie z.B. die Bezahlung der Milch oder Zuchtwerte von Kühen und Bullen von diesen Messwerten ab.
Mit diesen Fragen beschäftigt sich seit gut 10 Jahren eine internationale Arbeitsgruppe, bestehend aus Experten des Internationalen Milchwirtschaftsverbandes IDF (International Dairy Federation – www.fil-idf.org) und von ICAR, dem Internationalen Komitee für Leistungsprüfungen in der Tierproduktion (www.icar.org). Ziel ist es, ein weltweit einheitliches und praxistaugliches Referenzsystem für die Zellzählung zu erarbeiten und zu etablieren, welches die globale Äquivalenz der gemessenen Werte sicherstellt.
Der Milchprüfring Bayern e.V. beteiligt sich von Anfang an an diesem Projekt und leistet verschiedene Beiträge um die verschiedenen Elemente eines solchen Referenzsystems zu entwickeln und in der Praxis einzuführen.
Dann ist es „nur“ noch Aufgabe der Regierungen und Organisationen weltweit dieses System auch umzusetzen und damit die Zellzählung global einheitlicher und vergleichbarer zu machen. Mehr Informationen finden Sie unter https://www.fil-idf.org/news-room/newsletters/ oder schreiben Sie uns eine eMail (cbaumgartner@mpr-bayern.de), wir informieren Sie gerne.
Hintergrund:
Die Bestimmung der Zellzahl, einem wichtigen Bewertungskriterium für die Rohmilchqualität und die Eutergesundheit der Kühe, erfolgt in Routinelabors weitestgehend automatisiert mit Hochdurchsatzgeräten. Die Analysenergebnisse unterliegen einer strengen Qualitätssicherung. Maßnahmen zur Qualitätssicherung beinhalten u.a. einen nationalen und internationalen Vergleich mit anderen Rohmilchlabors sowie einen Abgleich mit der mikroskopischen Zellzahlbestimmung, bei der ein Milchtropfen auf einen Objektträger gegeben, angefärbt, getrocknet und die Zellen unter dem Mikroskop ausgezählt werden. Die mikroskopische Zellzahlbestimmung ist in der bisherigen Form sehr arbeits- und zeitintensiv und setzt ein hohes Maß an Erfahrung und Übung bei den Untersuchern voraus. Das Verfahren ist in der Norm DIN EN ISO 13366-1:2008 geregelt.
Projektziel:
Ziel des MIAMi Projekts ist es, die mikroskopische Zellzahlbestimmung nach DIN EN ISO 13366-1:2008 mit modernen Techniken weiterzuentwickeln und so den Praxiseinsatz zu erleichtern. Dies soll über verbesserte und vereinfachte Färbetechniken, automatisierte Abläufe am Mikroskop und einer automatisierten, Software basierten Bildanalyse erreicht werden. Neben der Bestimmung der Gesamtzellzahl soll in Zukunft auch zwischen unterschiedlichen Zelltypen unterschieden werden.
Geplante Arbeiten:
Dass im Rahmen der Milchkontrolle (MLP) die Zellzahl in der Milch mit Hilfe von Hochdurchsatzgeräten kontinuierlich kontrolliert wird, wissen Sie bereits. Seit geraumer Zeit können aber mit einer neuen Gerätegeneration (FM 7 DC) die Zellen nicht nur gezählt, sondern gleichzeitig auch unterschieden, also differenziert werden. Für ein Projekt wurden beim mpr deshalb vor einiger Zeit fünf FM 7 DC-Geräte der Firma Foss in Betrieb genommen.
Zelldifferenzierung – Was bedeutet das genau?
Allgemein wird angenommen, dass die Eutergesundheit bei einer Gesamtzellzahl von < 100.000 Zellen/ml Milch ungestört ist. Ist die Eutergesundheit gestört, steigt die Zahl der somatischen Zellen an und die Anteile der Leukozyten (verschiedene Zellen des Immunsystems), welche für die erfolgreiche Bekämpfung von Euterinfektionen von wesentlicher Bedeutung sind, verändern sich.
Drei unterschiedliche Typen von Leukozyten lassen sich in der Milch unterscheiden: Makrophagen, polymorphkernige neutrophile Granulozyten (PMN) und Lymphozyten. Diese unterschiedlichen Immunzellen übernehmen nicht nur spezifische Aufgaben bei der Abwehr von Erregern, sie weisen auch charakteristische morphologische Unterschiede (Größe, Form, Beschaffenheit) auf und lassen sich dadurch mit Farbstoffen charakteristisch anfärben. Die Unterschiede macht man sich bei der Zelldifferenzierung zunutze. Unter Zelldifferenzierung versteht man, dass parallel zur Gesamtzellzahl auch die Anteile der unterschiedlichen Zellarten bestimmt werden.
Das Projekt ZellDiX
ZellDiX ist ein Verbundprojekt des DLQ (Deutscher Verband für Leistungs- und Qualitätsprüfungen e.V.) und der Freien Universität Berlin.
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Ziel von ZellDiX ist es, routinemäßig mit jeder Milchkontrolle den Zelldifferenzierungsindex (ZDI %) zu erheben. Der ZDI gibt Informationen darüber, wie sich die Gesamtzellzahl der somatischen Zellen in der Milch aus den verschiedenen Zellarten zusammensetzt. Mit Hilfe dieser Information sollen im Rahmen von ZellDiX prognostische Werkzeuge etabliert werden die beschreiben, wie sich die Eutergesundheit in Zukunft entwickeln wird. Zurzeit werden dafür von der FU Berlin mehr als 10 Millionen Daten von Messungen am mpr, LKV Nordrhein-Westfalen und LKV Berlin-Brandenburg ausgewertet.
Quelle: zelldix.de
Im Rahmen der Milchkontrolle (MLP) wird die Zellzahl jeder Kuh kontinuierlich erfasst. Zusätzlich zu den ermittelten tierindividuellen Zellzahlen werden den Landwirten auch sechs daraus berechnete Eutergesundheitskennzahlen zur Verfügung gestellt. Diese Kennzahlen erlauben einen schnellen und dabei doch detaillierten Überblick über die Eutergesundheit der Herde.
Die Kennzahl „Erstlaktierendenmastitisrate“ ist von erheblicher Bedeutung, stellen Erstlaktierende doch das genetische Potential der Herde und die Zukunft des Betriebes dar.
Eine hohe Erstlaktierendenmastitisrate kann vielfältige Ursachen haben und oft liegt der Infektionszeitpunkt schon vor dem Beginn der Laktation. Für eine geringe Erstlaktierendenmastitisrate sollte den folgenden Bereichen spezielle Aufmerksamkeit gewidmet werden:
Sie möchten gerne noch mal etwas nachlesen? Auf den Seiten der milchkontrolle.de und in der Infothek der Seite www.milchkontrolle.de finden Sie weitere interessante Informationen zu den Eutergesundheitskennzahlen.
In den kommenden Beiträgen werden wir Ihnen einige Projekte rund um die Bestimmung der Zellzahl im Labor vorstellen.
Quelle: www.die-milchkontrolle.de
Um die Effizienz der Trockenperiode zu beurteilen, sind die folgenden zwei Kennzahlen relevant:
Neuinfektionsrate in der Trockenperiode
Die Neuinfektionsrate in der Trockenperiode beschreibt den Anteil der Tiere, die in der letzten Milchkontrolle vor dem Trockenstellen ≤ 100.000 Zellen/ml hatten, in der ersten Milchkontrolle nach der Kalbung hingegen > 100.000 Zellen/ml aufwiesen. Diese Kennzahl wird durch Faktoren während der Trockenperiode, aber auch während des geburtsnahen Zeitraums beeinflusst. Bei einer erhöhten Neuinfektionsrate in der Trockenperiode sind die Ursachen im Bereich der Stallhygiene (z.B. zu lange Nachstreuintervalle und zu viele Fliegen) und im Trockenstellmanagement (z.B. hohe Milchleistung zum Trockenstellen, Art des Trockenstellens) zu suchen.
Heilungsrate in der Trockenperiode
Diese Kennzahl beschreibt die Tiere, die mit > 100.000 Zellen/ml trockengestellt wurden, in der ersten Milchkontrolle nach der Kalbung jedoch einen Zellgehalt von ≤ 100.000 aufweisen und damit erfolgreich ausgeheilt werden konnten. Durch ein gutes Trockenstellmanagement können subklinische Euterentzündungen während der Trockenperiode gut ausgeheilt werden. Ist die Heilungsrate jedoch gering, können folgende Ursachen vorliegen: Verzicht auf geeignete antibiotische Trockensteller, die Neuinfektionsrate während der Trockenperiode ist hoch, es gibt zu viele unheilbar kranke Tier im Bestand oder eine Überbelegung liegt vor.
Für eine optimale Interpretation werden diese beiden Kennzahlen im Eutergesundheitsbericht sowohl als Monats- als auch als gleitendes Jahresmittel berechnet.
In der kommenden Woche werden wir Ihnen die letzte Eutergesundheitskennzahl für die Erstlaktierenden vorstellen. In der Zwischenzeit erhalten Sie auf den Seiten der milchkontrolle.de und in der Infothek der Seite www.milchkontrolle.de weitere interessante Informationen zu den Eutergesundheitskennzahlen.
Quelle: www.die-milchkontrolle.de
Für den Zeitraum der Laktation sind die folgenden drei Kennzahlen relevant:
Anteil eutergesunder Tiere
Diese Kennzahl erfasst den Anteil der Tiere mit einem Zellgehalt ≤ 100.000 Zellen/ml an allen laktierenden Tieren in der aktuellen Milchkontrolle. Die kontinuierliche Überwachung dieser Kennzahl ermöglicht die frühzeitige Erkennung von zunehmenden Neuinfektionen. Durchschnittlich liegt der Anteil der eutergesunden Tiere auf deutschen Betrieben bei mehr als 50 Prozent. Ein niedrigerer Wert ist ein Anzeichen für ein erhöhtes Mastitisrisiko auf dem Betrieb. Ursachen dafür können Managementfehler im Bereich der Tierhaltung, beim Melken und in der Fütterung sein. Chronisch infizierte Tiere dienen zudem als Ansteckungsherd für gesunde Kühe und müssen identifiziert werden. Die Wirksamkeit ergriffener Verbesserungs- und Behandlungsmaßnahmen kann über diese Kennzahl kontrolliert werden.
Neuinfektionsrate in der Laktation
Mit dieser Kennzahl wird der Anteil der Tiere mit einem Zellgehalt > 100.000 Zellen/ml in der aktuellen Milchkontrolle an allen Tieren mit einem Zellgehalt ≤ 100.000 Zellen/ml in der vorherigen Milchkontrolle ausgewiesen. Wenn sich Tiere vermehrt während der Laktation infizieren, deutet dies auf Änderungen der Abläufe im Betrieb hin. Die folgenden Bereiche sollten Sie bei der Ursachenforschung genau unter die Lupe nehmen: Melkroutine und Melkhygiene, Tierhaltung und Fütterung. Eventuell wurden auch neue Produkte auf dem Betrieb eingeführt? Für eine optimale Aussagekraft sollte die Neuinfektionsrate sowohl für Kalender-, als auch für Laktationsmonate beurteilt werden.
Anteil chronisch euterkranker Tiere mit schlechten Heilungsaussichten
Diese Kennzahl definiert sich über den Anteil der Tiere an allen aktuell laktierenden Kühen, die jeweils in den vergangenen drei aufeinanderfolgenden Milchkontrollen einen Zellgehalt > 700.000 Zellen/ml aufweisen. Chronisch euterkranke Tiere stellen ein Infektionsrisiko für die gesamte Herde dar und weitere Behandlungsversuche sind oft nicht zielführend. Es ist wichtig, diese Tiere zusammen mit einem Tierarzt zu identifizieren und konsequente Maßnahmen zu treffen.
In den kommenden Wochen werden wir Ihnen weitere Eutergesundheitskennzahlen vorstellen. In der Zwischenzeit erhalten Sie auf den Seiten der milchkontrolle.de und in der Infothek der Seite www.milchkontrolle.de weitere interessante Informationen zu den Eutergesundheitskennzahlen.
Quelle: www.die-milchkontrolle.de
Die Zahl der Zellen in der Milch gibt einen Hinweis auf den Gesundheitsstatus des Drüsengewebes, aus dem die Milch stammt. Kommt es im Euter zu einer Entzündung – meist ausgelöst durch eine Infektion mit Keimen, aber auch nach mechanischen Traumata wie Schlägen oder Tritten auf das Euter – so strömen Abwehrzellen aus dem Gewebe und aus dem Blut in die Milch und versuchen die Ursache für die Entzündung zu beseitigen. Dabei folgen die zeitlichen Verläufe der Zellzahlen und auch die Zusammensetzung der Zellarten bestimmten biologischen Mustern, je nach Ursache und Dauer der Entzündung.![]()
Euterentzündungen können hoch akut und mit ausgeprägten Symptomen wie Schwellung, Rötung der Euterhaut, Schmerzen oder erhöhter Temperatur auftreten. Dabei ist die Milch meist sinnfällig verändert und weist Klumpen auf oder ist wässrig bzw. blutig. Derartige Euterentzündungen (Fachausdruck = Mastitiden) werden als klinische Mastitis bezeichnet.
Sind mit normalen menschlichen Sinnen keine derartigen Veränderungen erkennbar, so werden Euterentzündungen als subklinisch bezeichnet, also als „unter der Wahrnehmungsgrenze“. Subklinische Mastitiden können nur mit Hilfsmitteln erkannt werden. Das wichtigste dieser Hilfsmittel ist die Zellzahl in der Milch.
Ist die Zellzahl erhöht und liegen keine offensichtlichen Gründe für eine Störung der Eutergesundheit vor, so stellt sich die Frage, ob die Zellzahl aufgrund einer chronischen Veränderung des Eutergewebes dauerhaft erhöht bleibt oder ob mit einer völligen Ausheilung und damit mit einer Normalisierung der Zellzahl bis unter 100.000 Zellen pro Milliliter zu rechnen ist. Grundsätzlich gilt, dass mit zunehmend längerer Krankheitsgeschichte, also mit zunehmender Dauer einer Zellzahlerhöhung, die Aussicht auf Heilung abnimmt. Bei derartigen chronischen Verläufen ist nicht mehr mit einer dauerhaft niedrigen Zellzahl zu rechnen, auch nicht bei entsprechender tierärztlicher Behandlung. Moderne Statistik-Werkzeuge ermöglichen es, eine Prognose zum künftigen Zellzahlverlauf zu erstellen und dadurch Managemententscheidungen im Betrieb zu unterstützen. Das LKV Bayern wird dazu in Zusammenarbeit mit seinen Projektpartnern bis zum Jahresende 2019 entsprechende Anwendungen anbieten (siehe www.zellDix.de).
In den nächsten Teilen unserer Zellzahlserie informieren wir Sie über die Euterkennzahlen.
Anhand der Zellzahl kann auf die Eutergesundheit der Milchküh
e geschlossen werden. Milch gesunder Euterviertel enthält in der Regel nicht mehr als 100.000 Zellen pro Milliliter. Im ersten Teil unserer Zellzahl-Serie sind wir bereits darauf eingegangen, was unter der Zellzahl zu verstehen ist. Aber wie wird die Zellzahl bestimmt? Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten. Je nach Methode sind diese unterschiedlich genau.
Schalmtest oder California-Mastitis-Test: Dieser Test eignet sich zur unmittelbaren Anwendung im Stall an der Kuh und ist deshalb in der Praxis nicht wegzudenken. Etwas Milch jedes Viertels wird in eine Testschale gemolken und mit der Testflüssigkeit vermischt. Nach einigen Sekunden kann beurteilt werden, ob die Zellzahl erhöht ist und wie ausgeprägt diese Erhöhung ist.
Mikroskopische Zellzahlbestimmung: Bei der mikroskopischen Zellzahlbestimmung wird ein Milchtropfen auf einen Objektträger gegeben, angefärbt und ausgezählt. Das Verfahren ist relativ arbeits- und zeitintensiv und findet deshalb wenig Anwendung. Außerdem besteht je nach Untersucher eine gewisse Schwankungsbreite bei dem Ergebnis.
Automatisierte Verfahren: Im Labor des Milchprüfrings werden die Milchproben vollautomatisch mit Hilfe des Fossomatic-Gerätes untersucht. Dadurch können viele Proben in kurzer Zeit – bis zu 600 Proben pro Stunde – auf die Zellzahl analysiert werden. Die Untersuchung mit dem Fossomatic-Gerät beruht auf der Anfärbung der Zell-DNS mit einem speziellen fluoreszierenden Farbstoff. Eine Mischung aus Milchprobe und Farbstofflösung wird bei der Analyse, umgeben von einem Trägerflüssigkeitsstrom, durch eine Durchflussmesszelle geführt. In der Durchflussmesszelle werden die eingefärbten Milchzellen mit Hilfe eines Lasers gezählt und in die Zellzahl je ml Probe umgerechnet.
Die Zellzahl ist nur ein indirekter Indikator für die Eutergesundheit. Um genau festzustellen, wie es um die Eutergesundheit bestellt ist, kann eine mikrobiologische Untersuchung beim TGD Bayern in Auftrag gegeben werden. Weitere Maßnahmen sollten dann mit dem Hoftierarzt abgesprochen werden.
Die Zellzahl in der Milch ist eines der Bewertungskriterien für die Rohmilchqualität. Anhand des Zellgehalts der Milch kann die Eutergesundheit der Milchkühe beurteilt werden.
Bei den somatischen (körpereigenen) Zellen handelt es sich zum Beispiel um Lymphozyten, polymorphkernige neutrophile Granulozyten (sog. PMN) oder Makrophagen, also Zellen des Immunsystems und um Epithelzellen (abgeschilferte Gewebszellen).
Die Zellzahl wird in Zellen pro Milliliter (Zellen/mL) angegeben. Die Zellzahl in der Tankmilch muss laut Milchgüteverordnung und EU-Lebensmittelhygieneverordnung unter 400.000 Zellen/mL liegen. Wird diese Grenze im Durchschnitt über drei Monate überschritten, so erfolgt ein Abzug vom Milchgeld. Bei Überschreitung in mehr als drei Monaten in Folge darf die Milch nicht mehr als Lebensmittel verwendet werden. In Bayern lag 2018 die durchschnittliche Zellzahl (geometrischer Mittelwert) bei 167.000 Zellen/mL, was auf eine vergleichsweise gute Eutergesundheit hindeutet.
Der Zellgehalt der Anlieferungsmilch wird in Bayern mindestens 4 x monatlich untersucht. Der Großteil der Molkereien gibt aber mehr Proben im Auftrag, so dass bei vielen Landwirten von jeder Abholung eine Probe vorliegt.
Auf Einzeltierebene bedeutet ein erhöhter Zellgehalt immer eine eingeschränkte Milchleistung. Der Zellgehalt eines gesunden Euters liegt bei unter 80.000 bis maximal 100.000 Zellen/mL. Bereits Zellgehalte von über 100.000 Zellen/mL weisen auf eine Störung der Eutergesundheit hin. Bei Zellzahlen von 400.000 Zellen/mL und darüber ist mit einer Leistungsminderung von 10 % und mehr zu rechnen.
In den nächsten Wochen informieren wir Sie über rund um das Thema Zellzahl. Haben Sie noch Fragen? Dann nutzen sie einfach unser Kontaktformular.
Um Zellzahlerhöhungen und Mastitis gezielt zu bekämpfen stehen dem milchwirtschaftlichen Betrieb verschiedene Mittel zur Verfügung. Auffällige Werte im MLP-Zwischenbericht können bereits auf eine Eutererkrankung hinweisen. Als einfaches Mittel, um festzustellen, welches Euterviertel betroffen ist, kann ein Schalmtest verwendet werden.
Mit Hilfe einer Testflüssigkeit und einer Melkschale für den Schalmtest kann ein sehr einfacher Schnelltest durchgeführt werden. Reagiert die Milch mit der Testflüssigkeit zu einem schlierigen oder gelartigen Gemisch, so ist ratsam, eine Milchprobe von diesem Tier zu nehmen. Soll die genaue Zellzahl eines Euterviertels bestimmt werden, kann eine Betriebsprobe zur Untersuchung beim Milchprüfring in Auftrag gegeben werden. Der Milchsammelwagenfahrer wird eine entsprechende Probeflasche zur Verfügung stellen. Nach dem Abfüllen der Probe wird der Fahrer die Probe zur Untersuchung ins Labor weiterleiten. Die Werte der Betriebsprobe werden – wie gewohnt – zur Verfügung gestellt.
Bei gehäuftem Auftreten von Mastitisfällen kann mit Hilfe einer mikrobiologischen Untersuchung und eines Resistenztests der Erreger frühzeitig identifiziert und hinsichtlich möglicher Behandlungswege beurteilt werden. Das weitere Vorgehen sollte dann mit dem Hoftierarzt besprochen werden. Auch der TGD Bayern e.V. ist ein wertvoller Ansprechpartner, wenn es um die Diagnostik und die Bearbeitung von Bestandsproblemen geht.
Ein interessantes Lehrvideo über die Durchführung des Schalmtests finden Sie unter https://www.youtube.com/watch?v=A55xST7lAXc
Quelle: Herz/mpr