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Milchbote - Ausgabe 1 I Oktober 2022

BRT hi-sense - Weiterhin niedrige Hemmstoffbefunde

Mit der RohmilchGütV kamen neue Anforderungen hinsichtlich der Hemmstoffuntersuchung in der Anlieferungsmilch hinzu. Die AiM GmbH entwickelte hierfür den empfindlicheren BRT hi-sense, der mehr Antibiotika auf MRL-Niveau nachweisen kann. In Bayern ist dieser bereits seit dem 1. Juli 2020 im Einsatz und löste den BRT ab. Wie haben sich die Zahlen entwickelt?

Auch wenn mit diesem Test möglicherweise vorhandene Rückstände sensibler nachgewiesen werden, zeigen die Zahlen, dass gegenüber 2019 kaum mehr hemmstoffpositive Proben zu verzeichnen sind. Wie die Grafik zeigt, kam es zwar durch den Einsatz des BRT hi-sense ab Juli 2020 erwartungsgemäß zu einer Erhöhung der positiven Nachweise von Hemmstoffen, das Niveau des Vorjahres wurde aber kaum übertroffen und im Vergleich mit früheren Jahren wurden trotz des sensibleren Testsystems deutlich weniger positive Ergebnisse ermittelt.

Zur Erhöhung der Zahlen ab Juli 2021 hat die Vorgabe der RohmilchGütV beigetragen, dass positive Tankproben im Zuge der Verursacherermittlung hemmstoffpositiver Sammeltouren grundsätzlich in der Gütebewertung zu berücksichtigen sind. Die tatsächlichen Hemmstofffälle wurden also nicht mehr, der Anstieg in der Darstellung hat vielmehr statistische Gründe. Insgesamt lässt sich also folgendes Fazit ziehen: Ein großer Erfolg für die Qualitätsarbeit der bayerischen Milcherzeuger!

BRT q-sense - Auf der Suche nach den Chinolonen

Mit dem BRT q-sense steht ein Test zur Verfügung, mit dem die Anforderungen zum Chinolon-Nachweis unter wirtschaftlich vertretbaren Bedingungen eingehalten werden. Grundlage für den BRT q-sense ist die Rohmilchgüteverordnung - gültig seit dem 1. Juli 2021.

Durch die Entwicklung des „q-sense“, also des Chinolon-Tests der AiM GmbH, ist es gelungen, ein kostengünstiges, sicheres und gut automatisierbares Verfahren zur Erfüllung der rechtlichen Vorgabe zur Verfügung zu stellen. Verglichen mit den Kosten, die durch den Einsatz anderer am Markt verfügbarer Testsysteme entstanden wären, hat sich im ersten Einsatzjahr bereits eine Einsparung für die bayerische Milchwirtschaft im sechsstelligen Bereich ergeben. Hier lässt sich das Ergebnis der hochqualifizierten Arbeit unserer Tochterfirma AiM GmbH (weiterer Gesellschafter ist der MPR Baden-Württemberg) tatsächlich in „Cent und Euro“ darstellen. Weitere gute Botschaft: Es wurden bisher keine Rückstände von Chinolonen in der Anlieferungsmilch entdeckt. Dies unterstreicht einmal mehr den hohen Standard in der Milcherzeugung für unsere bayerischen Verarbeiter!

Weitreichende Sicherheit

Die Kombination aus BRT hi-sense und BRT q-sense erfüllt automatisch die Anforderungen der Rohmilchgüteverordnung bzgl. aller 7 Hemmstoffgruppen. Mit den umfassenden, von der AiM GmbH zur Verfügung gestellten Validierungsunterlagen, kann dies gegenüber Auditoren und Behörden belegt werden. Die hochtransparenten Platten stellen eine sehr schnelle und fehlerfreie Ablesbarkeit sicher. Jede einzelne Test-Platte ist mit umfassenden Herstellerangaben und einem Barcode unverwechselbar gekennzeichnet und vollständig rückverfolgbar. Alle AiM BRT werden an die sich stetig ändernden Kunden- und Gesetzesanforderungen angepasst.

Kurzinfo

Mit dem BRT q-sense steht ein Test zur Verfügung, mit dem die Vorgaben der RohmilchGütV bzgl. des Nachweises von Chinolonen unter wirtschaftlich vertretbaren Bedingungen erfüllt werden können. Andere Tests sind mit einem deutlich höheren Aufwand verbunden. Erfreuliches Ergebnis: Bisher wurden keine Rückstände von Chinolonen in der Anlieferungsmilch festgestellt.
 
Die Kombination aus BRT q-sense und BRT hi-sense erfüllt automatisch die Anforderungen der Rohmilchgüteverordnung bzgl. aller 7 Hemmstoffgruppen. In Bayern löste zum 1. Juli 2020 der empfindlichere BRT hi-sense den BRT ab. Auch wenn mit diesem Test möglicherweise vorhandene Rückstände sensibler nachgewiesen werden, zeigen die Zahlen, dass trotz des empfindlicheren Tests und einer Änderung der Vorgaben für die statistische Erfassung gegenüber 2019 kaum mehr hemmstoffpositive Proben zu verzeichnen sind. Dies unterstreicht die erfolgreiche Arbeit der bayerischen Milcherzeuger.